Meinung

Ein Danke ist angebracht

Die Spielmesse in Essen ist eine Großversanstaltung – mit allen Für und Wider. Dieses Jahr wurde einiges unternommen, die Besucher besser in die richtigen Bahnen zu lenken.

27. OKTOBER 2019

Zeitweise war es erdrückend voll. Persönlich wäre man für ein Kinderwagenverbot. Kinderwagen behindern andere und generell ist es eine Zumutung für die Kleinen, in einem Messetrubel (nicht nur auf der "Spiel" in Essen) dermaßen eingepfercht zwischen Erwachsenenbeine hindurch geschoben zu werden. Die unzähligen Trolleys zum Transport der Tausenden gekaufter Spiele tun das Übrige dazu. Die Spielmesse, das ist wie zur Rush Hour an einem Großflughafen, nur noch hetiger.

 

Willkommen in der Gegenwart: endlich Strichcodes auf den Tickets.

 

Dabei: Der Veranstalter hat Neues versucht, die Menschenmassen besser zu verteilen. Das ist auch ein gutes Stück gelungen. Keine Kassen mehr am Westeingang, der Besuchern mit Vorverkaufsticket vorbehalten ist. Am Eingang Ost sind die Kassen in eine sonst leere Halle verftrachtet worden, an die eine weitere leere Halle aus Durchgangsraum diente. Dazu Absperrbänder zur besseren Verteilung von jenen, die schon eine Karte haben und die anderen ohne, und mit Lesegeräten ausgerüstete Zerberusse, denn die Ticketzwickerei und -abreißerei hatte dieses Jahr ein Ende, weil die Tickets mit Strichcodes ausgestattet wurden.

Essen, willkommen in der Gegenwart!

Diese klaren Verbesserungen führten kurze Zeit nach dem Öffnen der Hallen zum falschen Eindruck, dass weniger Besucher als die letzten Jahre da wären. Fakt war: Sie waren schneller in den Hallen und verteilten sich dort auch schneller. Am frühen Nachmittag war das alles aber wieder wettgemacht, erdrückend voll, wie eingangs erwähnt. Aber irgendwo müssen sich die fast 20.000 mehr Besucher als voriges Jahr ja bemerkbar machen, selbst wenn 6000 m2 Ausstellungsfläche hinzugekommen sind (siehe auch: Neuerlicher Besucherrekord bei Spieltagen in Essen)

Dazu ein eigener Schwerpunkttag für Pädagogen mit hochkarätigen Referenten, eine sogenannte Priview Night für Hartgesottene und zahlreiche weitere kleinere Adaptionen – unterm Strich ist von organisatorischer Seite in diesem Jahr sehr viel geleistet worden, die "zeitweise Stauzone" vor und in den Hallen mehr in Richtung Erlebnis zu trimmen. Gratulation und Danke!

 


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