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Nochmal rauf, nochmal runter

PREISVERGLEICH.  Die letzten Tage vor Weihnachten gehen die Internet-Verkaufspreise für Spiele tendenziell noch einmal nach oben. Es gibt aber auch überraschende Ausnahmen. 

 

Amazon ist nicht unverwundbar

Amazon schafft einmal mehr das Kunststück, trotz Preiserhöhungen bei jedem zweiten Spiel innerhalb einer Woche, bei 11 von 20 ausgewählten Spielen den billigsten Preis anzubieten.

Doch der weltweit führende Online-Anbieter ist nicht unverwundbar. Ausgerechnet die Buchhandelskette Thalia, die sonst bei fast jedem zweiten Spiel ihren Kunden in der Alpenrepublik einen „Österreich-Aufschlag“ draufhaut, hat gestern Montag bei drei Schlüsselspielen den neuen Tiefstpreis festgesetzt. Und zwar nur im Österreich-Shop. Die 2016 von der Jury Spiel des Jahres ausgezeichneten Spiele Codenames (Spiel des Jahres), Stone Age Junior (Kinderspiel des Jahres) und Isle of Skye (Kennerspiel des Jahres) waren aktuell zum Teil um die Hälfte preisgesenkt worden. Der Preis lag am Montag bis zu zehn Euro unter jenem, der im Schwester-Shop ein Deutschland verlangt wurde.

Beinahe 150 % teurer

Nur zum Vergleich: Für das Spiel des Jahres hat sich diese Woche die Preisschere noch weiter aufgetan: Bei Thalia.at war Codenames am Montag um 9,99 Euro zu haben, bei Kuppitsch kostete das Spiel 24,90 Euro. Das sind 149,2 Prozent mehr.

Nach der zweiten hat auch die dritte Preiserhebung im Wochenabstand im Dezember bestätigt, was zuvor vermutet wurde: Die Talsohle bei Internet-Verkaufspreisen für Spiele wird zu Beginn des Dezembers markiert. Ein klarer Fall von Angebot und Nachfrage: Wer unbedingt ein bestimmtes Spiel noch kurz vor Weihnachten haben will, muss damit rechnen mehr zu bezahlen als noch Wochen zuvor. Nicht nur Amazon hat zahlreiche Verkaufspreise weiter mehr oder weniger stark wieder hinaufgesetzt. Für den Longseller Catan oder auch die Kosmos-Neuheit Kerala ist, zum Beispiel, bei Amazon heute ein Viertel mehr auf den virtuellen Ladentisch zu blättern, als noch vor einer Woche. Für das beliebte und stark nachgefragte Kinderspiel Kerala sind es sogar 45,2 Prozent! Unter anderem haben auch die zwei starken Mitbewerber Spielemax und MyToys jeweils drei der 20 ausgewählten Spiele in der letzten Woche vor Weihnachten verteuert.

Schlussfolgerung fürs nächste Jahr

Als eindeutiger Ratschlag kann für das nächste Jahr mitgenommen werden: Wer Spiele im Internet kaufen will, fährt in der Regel am besten in den ersten Dezember-Tagen.

Um einen Vergleich zwischen verschiedenen Online-Händlern kommt man so oder so nicht herum. Bei Spielen finden sich Billigst- und Höchstpreise oft im selben Shop. Auch bei Amazon. Wie preisverlässlich die einzelnen Online-Anbieter sind und wie das Ranking der 22 Shops in Deutschland und Österreich ausfällt, lesen Sie  im Folge-Artikel Spiele-Shops: Das Ranking 2016

 

Seit Anfang September hat spielwiese.at die Preise von 20 ausgewählten Spielen bei 22 Online-Händler in Österreich und Deutschland an insgesamt sechs Stichtagen erhoben und analysiert. Zuletzt im Wochenabstand.

Alle Preis- und Prozentangaben ohne Gewähr. Die Preiserhebungen fanden am 5.9., 3.10., 17.11.2016, 5., 12. und 19.12.2016 statt.

 

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