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10 Apr
Nachts im Spielemuseum
10.4.2020 19.00
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Suisse Toy
25.4.2020 - 3.5.2020

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Spielwiese-Test 179: Bluff

Pokerface gefragt

Wir in Europa kannten das Spielprinzip schon vorher als Mäxeln. Ein Amerikaner hat es verfeinert und errang dadurch sogar den Titel eines Spiel des Jahres. 1993 war das.

 

 

 

Von Vorteil: Das kleine Spielbrett. Damit kann man überall schnell eine Runde Bluff zocken.

   

 Spielwiese-Leser Erwin Lang aus Wien musste lange warten. 1990 hatte er uns einen Testbogen von einem Spiel geschickt, das es damals schon gar nicht mehr gab: Liars Dice. Es hat ihm so getaugt, dass er empfahl, es sich einfach "nachzubauen".

Das war ab 1993 nicht mehr nötig. Das Spiel, das es sechs Jahren zuvor einmal in den USA gab, hatte F. X. Schmid auf Deutsch herausgebracht, und kann sich vieler Abnehmer sicher sein. Das schrieb die Spielwiese 1993 und behielt Recht: Es wurde Spiel des Jahres und - was weitaus weniger selbstverständlich ist, selbst für ein Spiel des Jahres - es ist auch heute noch erhältlich.

In (außeramerikanischen) Spielezirkeln war Liars Dice so etwas wie eine Berühmtheit. Bluff heißt es bei uns. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Sie knallen mit dem Würfelbecher ihre fünf Würfel auf den Tisch. Sie schauen nach. Zwei Einser, ein Stern (Joker), eine Vier, eine Zwei. Sie sagen: "Es sind sieben Einser im Spiel."

Sie wissen das natürlich nicht. Aber sie denken sich, das könnte klappen. Ihr Nachbar kommt ins Grübeln. Denn er muss diese Wette erhöhen. Entweder die Augenzahl, z.B. "Es sind sieben Dreier". Oder er erhöht die Würfelmenge: "Es sind acht Einser." Und gibt damit das Spiel an den Nächsten weiter. Auch der muss erhöhen. Eine dritte Möglichkeit dazu ist das nächste Sternfeld. Darauf zählen nur Sterne = Joker.

Dem nächsten Spieler wird die Sache zu heiß. "Das will ich sehen!" Nun lüften alle ihre Würfelbecher, und es wird gezählt. Wer die aktuelle Wette verloren hat, muss je Differenzpunkt zwischen Wette und tatsächlichem Vorkommen bzw. Augen- oder Sterne-Anzahl einen seiner Würfel abgeben. Stimmt die Wette exakt, geben alle bis auf den Gewinner der Wette einen Würfel ab.

So einfach. So gut. So nervenaufreibend.Denn irgendwann hört sich das Erhöhen immer auf.

Da hilft dann auch keine Wahrscheinlichkeitsrechnung mehr. Das Spielbrett, auf dem die Wetten nach einem einfachen System festgehalten werden, ist so klein, dass es auf jede Bartheke passt. Dort gehört Bluff hin. Oder anders gesagt: Eine Thekenspielidee, die man überall (auch ohne Bar) schnell mit ein paar spielwilligen Menschen starten kann.

Gewinner ist übrigens, wer als Letzer noch einen oder mehrere Würfel übrig hat.

 

 Nr. 179: Bluff

 

Spielwiese-Code  |   | E | 10 |

2009: Ravensburger


2001: Ravensburger


1998: FX/Ravensburger


1993: F.X. Schmid

  • Würfelspiel für 2 bis 6 Spieler ab 12 Jahre
  • Autor: Richard Borg
  • Verlag: Ravensburger
  • ca.-Preis: 26,– €

   Themen: abstrakt

      Preis-Leistungsverhältnis   
      Spielmaterial 
      Wiederspielreiz  
      Anspruch
  
   Glücksanteil 

  • Zielgruppe: Familien, Partyrunden
  • Spieldauer: 15 (2 Spieler) bis 50 Minuten (sechs Spieler)
  • Spielschachtel-Info: Das heiße Spiel für coole Köpfe – stimmt. Wie's geht, erfährt man nur andeutungsweise. Die Schachtel hätte nicht ganz so groß sein müssen.
  • Spielmaterial: Farblich ist alles wunderbar aufeinander abgestimmt, die gelben Würfel sind bei jedem Licht gut abzulesen, die Becher genau richtig.
  • Spielanleitung: passt
  • Anspruch: starke Nerven, Pokerface und Bluffen
  • Spielreiz: sehr hoch, begeistert auch Nicht-Spielertypen
  • Glücksanteil: naturgemäß sehr hoch, weil es ja ausschließlich um zufällige Würfelergebnisse geht

 -Service:

Spielanleitung zum Herunterladen

Auszeichnungen

  • Spiel des Jahres 1993

Rund ums Spiel

  • kam ursprünglich bei F.X. Schmid heraus, nach der Übernahme durch Ravensburger kurzzeitig auch unter der Marke FX geführt, die Inhalte sind jedoch identisch



 




 


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