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Spielwiese-Test 471: Zicke Zacke Hühnerkacke

Zicke, Zacke! Jetzt sogar mit "echtem" Hühnergack

Das Kinderspiel, das heuer beide Preise gewann. Die ganze Spieleszene gönnt dem kleinen Zoch-Verlag den Erfolg mit Zicke Zacke Hühnerkacke.

Aus Spielwiese 48 (1998)

 

Einfache Idee und alles andere als gänzlich neu: Doch die Kinder fahren darauf ab!

Fotos: Zoch

 

Die eiförmigen Plättchen sind die Felder, auf denen man zieht. Die sechseckigen liegen verdeckt.

 

 Die ganze Spieleszene gönnt dem kleinen Zoch-Verlag den Erfolg mit Zicke Zacke Hühnerkacke. Als da wären: Sonderpreis der Jury Spiel des Jahres für das beste Kinderspiel 1998 sowie Deutscher Kinder-Spielepreis 1998. Bei der Verleihung der zweiten Auszeichnung meinte Zoch-Geschäftsführer Albrecht Werstein ironisch: "Der Erfolg dieses Spiels bringt uns auch die Möglichkeit zu wissen, was neben Handel auch Groß­handel ist." Das Spiel geht weg wie warme Semmel.

Lange hatte der auf Holz-Spiele spezialisierte Verlag (Bausack, Bamboleo) zu knabbern gehabt. Nun schaffte er mit einem an sich völlig simplen Spiel den Durchbruch. Zwei Dinge sind dafür ausschlaggebend. Neben der exzellenten Ausführung ist das vor allem der Name. "Ich habe festgestellt, daß man doch noch mit Scheiße Geld verdienen kann", sagt Werstein mit Augenzwinkern.

Dabei waren die Skrupel anfangs groß, sich auf diesen Namen für das Spiel festzulegen. Er kam von Kindern, die das Spiel testeten. Um nun dem Namen auch halbwegs gerecht zu werden, wurde in neueren Auflagen einem Huhn ein kleiner Gack dazugepinselt.

Der Verlag nennt das Spiel eine "Hühnergedächtnisrallye" (man sieht, man hat es mit einem humorvollen Team zu tun). Schließlich geht es um Hühner, um eine Memo-Variante und einen Rundlauf mit Tücken.

Aber der Reihe nach. Das Material verleiht den Spiel eine überdurchschnittlich lange Lebensdauer. Wir haben vier Hühner aus Holz, bunt bemalt. Jedem Huhn wird zu Beginn eine Schwanzfeder in den Popo gesteckt. Nun werden kreisförmig 24 stabile ei­förmige Plättchen aus dickem Karton ausgelegt. Darauf befinden sind zwölf verschiedene Motive – Hühner, Hühnerfutter wie Kräuter oder Würmer, und Eier in unterschiedlicher Form des Verzehrs. Die vier Holzhühner als Spielfiguren (bei geringerer Spieleranzahl natürlich entsprechend weniger) werden für den Start des Spiel auf beliebige Plättchen gestellt, aber so, daß zwischen allen Hühnern derselbe Abstand besteht. Hinzu kommen zwölf sechs­eckige Kartonplättchen, die umgedreht in die Mitte des Kreises gelegt werden. Auf ihnen befinden sich dieselben Motive wie auf den Plättchen des Kreises.

Allein das macht schon in seiner bunten Fröhlichkeit ein tolles Bild auf dem Spieltisch! Aber jetzt kann es endlich losgehen. Der jüngste beginnt und dreht eines der Sechsecke um und zeigt das Bild allen anderen. Ist es das Motiv, das sich auch auf dem eiförmigen Plättchen direkt vor seinem Huhn befindet, darf das Huhn ein Feld weitergehen. Und der Spieler hat einen neuen Versuch – so lange, bis er ein nicht passendes Plättchen umdreht.

Dann muß das Plättchen selbstverständlich wie jedes andere Sechseck wieder mit der Bildseite nach unten an seinen ursprünglichen Platz zurück. Der nächste Spieler ist an der Reihe.

Ziel des Spieles ist ein ganz und gar unkooperatives: Nur der Beste gewinnt! Das ist der Spieler, der allen anderen Hühnern die Schwanzfedern rauben konnte. Wenn nämlich ein Huhn ein anderes überholt, stibitzt es dem Huhn alle Schwanzfedern, das es hat und schmückt sich damit den eigenen Allerwertesten. Ganz egal, wie viele es sind, und wenn auch zwei oder drei andere Hühner mit einem Satz übersprungen werden: Es gibt kein Mitleid, sondern immer volle Beute.

Was macht nun soviel Vergnügen an dem einfachen Spiel? Die meisten Kinder sind schon durch die Aufmachung begeistert und kaum zu halten. Der Titel erlaubt einen, sagen wir: etwas anrüchigen Schlacht­ruf. Und schließlich ist das Spiel sehr kurzweilig. Die mittlere Spieldauer liegt bei etwa 15 bis 20 Minuten.



 Nr. 471: Zicke Zacke Hühnerkacke

 

Spielwiese-Code  |   | E | 4 |

1998: Zoch

  • Merkspiel für 2 bis 4 Spieler ab 4 Jahre
  • Autor: Klaus Zoch
  • Grafik: Doris Matthäus
  • Verlag: Zoch
  • ca.-Preis: 30,– €

   Themen: Hühner

      Preis-Leistungsverhältnis   
      Spielmaterial 
      Wiederspielreiz        
      Anspruch
  
   Glücksanteil        

  • Zielgruppe: vorrangig natürlich Kinder, aber es macht auch mächtig Spaß, wenn die Eltern oder Großeltern mitspielen
  • Spieldauer: 10 bis 30 Minuten
  • Spielmaterial und Schachtel: stabil (sowohl Holz auch extra dicke Pappe), ansprechend, eindeutig – hierfür sechs Punkte!
  • Spielanleitung: sehr gut
  • Anspruch: Merkfähigkeit
  • Spielreiz: hoch
  • Glücksanteil: keiner

 -Service:

Spielanleitung zum Herunterladen

Auszeichnungen

  • Sonderpreis Spiel des Jahres Kinderspiel 1998
  • Deutscher Kinder-Spielepreis 1998

Rund ums Spiel

  • Mit diesem Spiel begründete der bis dahin eher kleine kreative Münchner Verlag auch seinen wirtschaftlichen Erfolg
  • weltweit wurden bis 2007 über 700.000 Stück verkauft
  • 2008 erscheint zum Zehn-Jahres-Jubiläum eine Sonderedition
  • Die beiden Hühner Zicke und Zacke gibt es mittlerweile auch als Plüschfiguren, in Büchern, in anderen Spielen und bald auch in Zeichentrickfilmen


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