Achtelfinale: Kamerun-Neuseeland

ACHTELFINALE. Das Achtelfinale der Fußball-WM in Südafrika geht in den dritten Tag. Bei der Spielwiese-Spiele-WM haben sich für diesen Termin die Vertreter von Kamerun und Neuseeland behaupten können. Die Paarung lautet deshalb Africa gegen Cathedral. Lesen Sie, wer von beiden ins Viertelfinale einzieht.

Zur Einleitung, wenn Sie neu mitspielen

 Kamerun: Africa

Die Forscher wandern bei Africa in den Kontinent hinein. Die Basiscamps (Pyramiden im Bild) erlauben es den Spielern Schätze aus dem Kontinent zu holen. 

Bild: Goldsieber

Kamerun, zwischen Nigeria und Äquatorial-Guinea am Atlantischen Ozean gelegen, wird als "Afrika im Kleinen" bezeichnet: Küste, Savanne, Regenwald, Hochplateaus – alles hat Kamerun zu bieten.

Was liegt also näher, Kamerun durch Africa vertreten zu lassen. Die Spieler wagen sich hier als Forscher vom Rand des Kontinents ins Landesinnere vor. Sie wollen möglichst viele Bodenschätze und Handelswaren entdecken und sammeln. Das ist die eine Option, um zu Punkten zu kommen. Die andere ist, durch Aufdecken und Versetzen von Tieren bzw. Nomaden Gruppen und ein passendes Umfeld auf dem Spielplan zu schaffen. Dabei wird das Verhältnis zu Nachbarfeldern belohnt.

 Das Spiel Africa war von 2001 bis 2003 bei Goldsieber im Programm. Eine überarbeitete Neuauflage ist dieses Jahr als Jäger und Sammler bei Amigo erschienen.

 
 

 

 Neuseeland: Cathedral

Eine der vielen Ausgaben in Holz: Cathedral von Gigamic (2003).

Bild: Gigamic

Auch wenn man Cathedral für ein zutiefst europäisches Spiel hält – es stammt aus Neuseeland. Robert Peter Moore hat sein Spiel zwischen 1962 und 1979 entwickelt. Die Idee, die ihn nicht mehr losließ, kam ihm während es Fluges: Moore (1942-1998) war Pilot der Royal New Zealand Air Force. Aus der Vogelperspektive faszinierte ihn, dass in vielen Städten eine Kathedrale bzw. die Kirche mit ihren Nachbargebäuden wie ein Puzzle zusammengefügt sind.

In dem schon als klassisch zu bezeichnenden Zweipersonenspiel wird zuerst in den Spielfeldraster die Kathedrale gesetzt. Danach folgen die Spieler abwechselnd mit verschieden großen Gebäuden. Es geht darum möglichst große Gebiete zu besetzen bzw. am Ende weniger Gebäude mit zusammen weniger Stellfläche übrig zu haben. Genial einfach – einfach genial.

 1979 präsentierte Moore sein Spiel der Firma Brightway Products, einem neuseeländischen Holzspielehersteller. 1985 brachte Mattel in den USA erstmals eine Ausgabe für die breite Masse heraus: aus Plastik und mit dem geriffelten Raster als Spielbrett, das den Gebäuden perfekten Halt gab
1988 kam Mattel damit auf den in den deutschsprachigen Markt. Mehrere andere Verlage und (Holz-)Spielhersteller brachten in der Folge das Spiel heraus.

 

Kamerun-Neuseeland 2:3

Schon wieder eine recht ungleiche Begegnung zwischen Gruppen- und Zweierspiel. Africa verkörpert vieles, was ein ideales Familienspiel ausmacht. Das gilt fast ein Jahrzehnt nach seinem Erscheinen noch immer.  

Bei Cathedral gilt wie schon für die Vertreter von Frankreich und England, die es ins Viertelfinale geschafft haben: Gerade ein Zweipersonenspiel muss das gewisse Extra bieten, um sich zu behaupten. Denn die Gefahr schnell langweilig oder beliebig zu werden, ist in diesem Segment ungleich höher wie bei Spielen, an denen mehrere teilnehmen. Im Fall von Cathedral ist der Mehrwert, dass man mit der Aufgabe wächst und man auch gegen starke Gegner immer wieder neue Wege findet, den entscheidenden Punkt herauszuholen.

So rund Africa auch ist – am konkreten Alleinstellungsmerkmal fehlt es. Deshalb ist Neuseeland und nicht Kamerun eine Runde weiter.    A.M.

Neuseeland spielt am 2. Juli gegen den Gewinner von Portugal-Schweiz

 
Bisherige Spiele im Achtelfinale

 

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