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Preise für gefragte Spiele auf Talfahrt

PREISVERGLEICH  Je näher es auf Weihnachten zugeht, umso stärker purzeln die Preise für Brett- und Kartenspiele. Gegenüber Oktober haben nur sechs der 22 relevanten Online-Anbieter die Preise unserer Spieleauswahl belassen, 18 die Preise teilweise kräftig gesenkt.

 

Seit Anfang September vergleicht Spielwiese.at im Monatsabstand die Verkaufspreise für 20 ausgesuchte Spiele bei 22 relevanten Online-Anbietern in Österreich und Deutschland. Denn auf Weihnachten hin herrscht bei Spielwaren allgemeiner Ausnahmezustand, speziell die Internet-händler stehen und Preisdruck, sich gegenseitig zu unterbieten. Verglichen wurde jeweils der Bruttoverkaufspreis der Spiele, eventuelle Versandkosten blieben unberücksichtigt.

Objektiv nicht nachvollziehbar ist die Politik mehrerer Shops, die sowohl in Deutschland als auch in Österreich Ableger haben: Sie machen dabei zum kräftige Preisunterschiede zwischen den Kunden in beiden Ländern. Auch wenn man im eigenen Land "bleibt": Der Preisvergleich lohnt sich immer!

Morgen: Welches Spiel ist wo am billigsten? Wo am teuersten?

Die Preise im Internet ändern sich mitunter stündlich. Die Erhebung ist daher eine Momentaufnahme. Nach den drei Runden im September, Oktober und November lassen sich trotzdem Trends ausmachen. Morgen folgt eine Übersicht, wo die 20 Spiele unserer Auswahl am Stichtag am billigsten zu haben waren und wo am meisten dafür bezahlt werden musste. Zuerst aber fasst spielwiese.at heute die Ergebnisse nach Shops geordnet zusammen.

 

Die Online-Shops im Vergleich (alphabetisch)

Amazon (A/D)

  • Die Shop-Zugänge unter den Endungen .de und .at führen zum selben Ergebnis. Es gibt keine Preisunterschiede zwischen Österreich und Deutschland
  • Bei 13 von 20 Möglichkeiten der niedrigste Preis
  • Gegenüber der Oktobererhebung sind die Preise bei 18 von 20 Spielen um 5,5 (Drecksau) bis 41,3 % (Codenames) gefallen   
  • Der Preis eines Spieles (Catan) hat sich um 15 % erhöht, bei einem Spiel ist der Preis gleich geblieben (Burg Flatterstein)

Dreamland-Games (A)

  • Der tschechisch-österreichische Online-Händler mit einem stationären Geschäft in Linz führt als einer der wenigen fast alle Spiele. Nur Kerflip!und Burg Flatterstein fehlen 
  • Preislich ist der Anbieter unauffällig, bewegt sich allerdings oberhalb der Mitte
  • Nur Codenames wurde zuletzt preisgesenkt

Gameware (A)

  • Das Tiroler Unternehmen mit einem Ladengeschäft in Innsbruck ist mehr auf Games spezialisiert. Es hat nur wenige, nämlich nur vier unserer 20 Spiele im Sortiment
  • Bei dreien davon (Isle of Skye, Colt Express und Catan) ist Gameware am teuersten

Interspar (A)

  • Für Nicht-Österreicher: Hierbei handelt es sich um eine Supermarkt-Kette. Im Laden gibt es nur vor Ostern und Weihnachten ein erweitertes Spielwarenangebot
  • Online führt Interspar einen eigenen Spielwaren-Kanal. Auf diesem ist im November auch das Kennerspiel des Jahres Isle of Skye hinzugekommen. Insgesamt sind jedoch nur acht unsere 20 Spiele erhältlich
  • Lediglich bei Machi Koro ist Interspar Bestbieter

Kuppitsch (A)

  • Über 200 Jahre alte Traditionsbuchhandlung in der Wiener Innenstadt, die schon seit einiger Zeit mit einem Onlineversand die Zeichen der Gegenwart erkannt hat und ausspielt
  • Neben Amazon, Spiele-Offensive und Thalia (A) der einzige Online-Händler, bei dem alle 20 Spiele unserer Auswahl erhältlich sind
  • Preislich festgefahren und oben angesiedelt: 7 Mal unter den Anbietern mit dem höchsten Preis

Libro (A)

  • Das Spieleangebot des Online- und stationären Händlers erwacht erst zur Weihnachtszeit aus dem Schlaf, der übers restliche Jahr dauert. Im November sind die drei Preisträger der Jury Spiel des Jahres ins Sortiment gekommen
  • Unterm Strich sind es allerdings nur sechs Spiele unserer Auswahl
  • Preislich liegt Libro dabei im oberen Mittelfeld

Müller (D)

  • Die Drogeriekette, obwohl stationär vertreten, bietet in Österreich keinen Online-Shop an
  • Bei zehn Spielen wurden im November die Preise gesenkt, am stärksten (37,5 %) für Kakerlakak
  • Drei Mal der billigste, zwei Mal der teuerste Shop

myToys (D)

  • Gehört wie Quelle und Universal (siehe dort) zur Otto-Gruppe
  • Als Online-Händler gestartet, gibt es seit einigen Jahren auch stationäre Läden
  • Die Eingabe von mytoys.at führt auf den deutschen Shop
  • Von unserer Spielauswahl werden nur zwei Spiele, Cacao und Lichterfest, nicht online angeboten
  • Liegt preislich im Dauer-Clinch mit Amazon: Zuletzt 11 Preissenkungen zwischen 20 Eurocent (Drecksau) und 8 Euro (Legends)
  • Bei vier Spielen der beste Preis, allerdings zuletzt auch zwei Preiserhöhung um bis zu 21,1 % – trotzdem bei keinem Spiel der teuerste Anbieter

Otto (D) / Quelle (A/D) / Universal (A)

  • Was in Deutschland Otto ist, ist in Österreich Universal. Bei den Preisen ist dies allerdings nicht immer so. Spinderella wurde in beiden Länder-Shops preisgesenkt, in Deutschland allerdings deutlicher, nämlich um 40 % von 29,99 auf 17,99 Euro, in Österreich nur auf 22,99 Euro. Auch Kakerlakak ist in Deutschland um einen höheren Betrag reduziert worden.
  • Während bei Otto immerhin 16 der 20 Spiele erhältlich sind, waren beim österreichischen Ableger des Hamburger Unternehmens lediglich drei Spiele im Online-Sortiment
  • Vier Mal verlangt Otto den jeweils höchsten Preis, lediglich Kerflip! wird am billigsten angeboten (Auslieferung über die Konzerntochter myToys)
  • Auch die Quelle-Online-Shops gehören zur Otto-Gruppe. Quelle Österreich ist ähnlich dünn mit Spielen bestückt wie ihre Konzernschwester Universal, Quelle Deutschland bietet immerhin neun Spiele unserer Auswahl an und ist dabei drei Mal unter den teuersten

Spielemax (D)

  • Spielemax führt auch zahlreiche Ladengeschäfte in Deutschland. Online sind nicht alle Spiele erhältlich. Im Internet lässt sich Spielemax zum Beispiel erst gar nicht auf die Preisschlacht bei Catan ein
  • Noch im Oktober hatte der Online-Shop bei 9 von 20 Spielen den niedrigsten Preis
  • Trotz Preissenkungen bei vier Spielen ist Spielemax im November nur noch bei drei Spielen Bestbieter
  • Bei fünf Spielen wurde der Preis sogar erhöht

Spiele-Offensive (D)

  • Der Online-Spielehändler hat seine gute Rolle von September und Oktober eingebüßt, als noch bis zu 7 von 20 Spielen am billigsten angeboten wurden
  • Im November war der Anbieter bei keinem einzigen Spiel mehr Preisführer
  • Für Kerflip! wird seit September am meisten Geld verlangt, die Preise für Drecksau und Escape Room wurden zuletzt erhöht, gefallen sind sie nur für Codenames und Isle of Skye

Thalia (A/D)

  • Ärgerlich: Die Buchhandelskette macht gleich 13 Mal einen Preisunterschied zwischen österreichischen und deutschen Kunden!
  • Für Spinderella, zum Beispiel, werden in Österreich 51,8 % mehr verlangt
  • Nur zwei Spiele, Kerala und Agent Undercover, sind in Österreich (zum Teil deutlich) billiger zu haben
  • Der österreichische Thalia-Shop ist 13 Mal am teuersten, der deutsche „nur“ fünf Mal
  • Deutsches Thalia-Online-Angebot identisch mit dem Shop buch.de

Toys“R“Us (A/D)

  • Bei sechs Spielen gibt es Preisunterschiede zwischen den beiden Ländern. Sie reichen von 5,3 Prozent, die Österreicher mehr bezahlen müssen, bis zu 25,0 Prozent (Escape Room)
  • Im deutschen Shop gab es im November sieben Preissenkungen bis 32,2 % (Stone Age Junior), im österreichischen Shop nur drei.

Vedes (A/D)

  • Online-Angebot der großen Einkaufsgemeinschaft von selbstständigen Spielwarenfachgeschäften. Das Angebot im Internet ist dennoch unvollständig: 8 von 20 Spielen fehlen
  • Die Eingabe vedes.at führt zum deutschen Online-Shop
  • Im November wurde keines der Spiele preisgesenkt
  • Seit September kein einziges Mal Bestbieter, jedoch mehrmals der Shop mit dem höchsten Preis

Weltbild (A/D)

  • Die Shops werden auch unter der Marke kidoh.at/de betrieben
  • Bei zwei Spielen gibt es Preisunterschiede zwischen Österreich und Deutschland (Colt Express, Spinderella), beide sind jeweils um 25,0 % teurer
  • Mit sechs Höchstpreisen bei 20 Spielen zählt die Weltbild-Gruppe zu den teuersten Anbietern. Bei keinem einzigen Spiel wurde im Verlauf der Erhebung der niedrigste Preis angeboten

 

Ausgewogene Mischung

In den Preisvergleich hat spielwiese.at neben den aktuellen Preisträgern der Jury Spiel des Jahres eine Mischung aus Longsellern wie Catan und Monopoly, Kinder- und Familienspielen, Karten-und Brettspielen, relativ günstigen und relativ teuren Spielen aufgenommen, die 2015 beziehungsweise in diesem Jahr im Fokus standen und stehen.


Alle Preis- und Prozentangaben ohne Gewähr. Die Preiserhebungen fanden am 5.9., 3.10. und 17.11.2016 statt.

 

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