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Farewell in Remscheid

 SPIELMARKT.  Der diesjährige Spielmarkt in der Akademie Remscheid für kulturelle Bildung, größter Treff einer alternativen Szene, drehte sich um den Wert des Spiels. Und um einen seiner renommiertesten Protagonisten.

 

 
 

Karsten Adlung (Adlung Spiele) überreichte dem geehrten Gerhard Knecht eine besondere Ausgabe von Nix.

 

Spielmarkt-Co-Leiterin Marietheres Waschk im Activity-Großgruppeneinsatz: Gerhard Knecht (sitzend, Mitte) und zwei Unterstützern mussten die Begriffe erraten, die Aussteller, Referenten und Wegbegleiter pantomimisch und lautmalerisch vorgaben.

Bilder: spielwiese.at

Der Spielmarkt Remscheid stand dieses Jahr unter einem besonderen Vorzeichen. Es war der letzte mit Spielpädagogik-Legende Gerhard Knecht. 22 Jahre lang leitete er diese Mischung aus Tagung, Workshops und spezifischer Kleinmesse. Im Herbst verabschiedet sich Knecht in die Pension.

Wehmut ließen die meist langjährigen Aussteller und Referenten nicht aufkommen. Als Farewell wurde zum beiderseitigen Gaudium ein Lieblingsspiel Knechts in der Großgruppe gespielt: Activity. Gerhard Knecht musste Begriffe, vornehmlich Anspielungen auf ihn und seine Tätigkeit, erraten, die Aussteller, Referenten und Kollegen pantomimisch und lautmalerisch von sich gaben. Gerhard Knecht war übrigens einer der wenigen, die das Marktpotenzial von Activity sofort erkannten, während die deutsche Spielekritik das Partyspiel aus Österreich mit Ignoranz und Naserümpfen bedachte.

Der Spielmarkt 2017 stellte als Generalthema den Wert des Spielens, seine  Kernziele als aktive Handlung in den Mittelpunkt, die den Menschen in seiner ganzen Daseinsform beansprucht. Im Spiel macht der Mensch Erfahrungen mit der Umwelt, dem Material und den Mitspielern und kann daraus Schlüsse für das eigene Handeln ziehen.

Die klassischen Spieleverlage sind heute am Spielmarkt nicht mehr in so großer Zahl vertreten wie in früheren Jahren. Spieltrieb, Aktuell Spiele, NSV und Adlung waren es dieses Jahr. Der pädagogische Aspekt des Spielens ist in Remscheid wieder stärker in den Vordergrund getreten. Dabei verstand sich die Akademie Remscheid nie als Institution mit erhobenem Zeigefinger.

Mit dem Spielmarkt hat Gerhard Knecht auch stets die Brücke zwischen scheinbar und tatsächlich verschiedenen Welten geschlagen. Vielleicht war es deshalb kein Zufall, dass mit Karsten Adlung ein Vertreter eines Spieleverlages den Dank der Knecht-Anhänger überbrachte. In Form seines gleichnamigen „Spiels“ Nix, das normalerweise nur blanke Karten enthält: „Weniger ist mehr, Nix demnach noch besser“, sagte Adlung bei der Übergabe. Nur: Hier waren die Karten mit Grüßen aller Aussteller und vieler Wegbegleiter gefüllt.

 

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