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Online-Shops: 16 Tipps für Suche und Spielekauf

SPIELEKAUF  Spiele übers Internet zu kaufen ist bequem, hat aber auch zahlreiche Tücken. Das fängt schon bei der Suche an. spielwiese.at hat die wichtigsten Tipps für dich zusammengestellt, mit denen du schnell zum Ergebnis kommst und Ärger vermeidest.

 

Die folgenden Tipps greifen zum Teil auf die Ratschläge des Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) zurück. Dessen Website saferinternet.at ist ein Füllhorn an nützlichen Hinweisen zum generellen Thema, wie man sicher und zielorientiert das Internet nutzt.

 

Teil 1: Tipps für die erfolgreiche Suche

 

  • INFORMIEREN UND PREISE VERGLEICHEN.

    Um dir einen besseren Überblick über das gewünschte Spiel zu verschaffen, besuche zu Beginn Preisvergleichs- und Testbericht-Websites wie Geizhals oder guenstiger.de. Google bietet eine eigene Produktsuche an: einfach /shopping der URL google.at oder google.de anhängen. Dort kann auch ausgewählt werden, auf welchen (vorgeschlagenen) Online-Shops der Preisvergleich durchgeführt werden soll.

  • DATUM BEACHTEN.

    Bei einigen Vergleichsportalen wird nicht immer der tagesaktuelle Preis angegeben. Der Zeitpunkt, auf den sich der Preis bezieht, kann schon mehrere Tage zurückliegen. In diesem Fall auf das Angebot klicken, was zur eigentlichen Seite des Anbieters führt, wo denn der aktuelle Preis angezeigt wird. In der Regel steht der Zeitpunkt der Preiserhebung in der Übersicht des Vergleichsportals.

  • NICHT BEIRREN LASSEN.

    Vergleichsportale wie Geizhals oder Check24 sind gut für eine erste Orientierung. Sie bilden allerdings nicht das komplette Angebot ab. Scheint im Vergleichsportal der eine oder andere Online-Shop bei der Suche nach einem bestimmten Spiel nicht auf, kann das Spiel im betreffenden Online-Shop dennoch zu haben sein. Vergleichsportale sind unvollständig.

  • KATEGORISIERUNG MISSACHTEN.

    Online-Shops teilen ihr Angebot in verschiedene Kategorien ein. Diese sind höchst unterschiedlich. Mal finden sich Brett- und Kartenspiele unter „Spielzeug“, in einem anderen Online-Shop sind sie unter „Freizeit“ oder „Unterhaltung“ kategorisiert, ein andermal unter „Baby & Kind“. Am besten, du vergisst diese Einteilungen (zumindest im ersten Schritt), wenn du ein konkretes Spiel suchst und gib den Namen des Spiels in das allgemeine Suchfeld ein.

  • ZUSATZ HINZUFÜGEN.

    Je allgemeiner der Name eines Spiels ist, desto schwieriger kann es bei der Suche im Internet werden. Ein kleiner Zusatz wie „Spiel“ in der Suchmaske hilft in vielen Fällen, um schnell zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Nehmen wir als Beispiel Dreams von Zoch. Quelle führt das Spiel, die alleinige Eingabe von „Dreams“ bringt allerdings 219 Treffer von Kerzen über Bettwäsche bis hin zu T-Shirts. „Dreams Spiel“ führt direkt zum Angebot. Bei Thalia führt „Dreams“ zu 6738 Treffern, „Dreams Spiel“ nur noch zu zwei Treffern – allerdings nicht zum Zoch-Spiel! Erst „Dreams Spielwaren“ bringt bei Thalia das Angebot. Online-Shops haben ihre Eigenarten …

    Auch den Namen des Spiels gemeinsam mit dem Namen des Verlages eingeben kann helfen. Doch das ist keine Garantie. Die Zuordnung, wie sie Online-Anbieter vornehmen, steckt voller Tücken. Um bei Dreams von Zoch zu bleiben. Zoch gehört zum Vertrieb von Noris, Noris gehört der Simba Dickie Group. Es kann durchaus sein, dass „Dreams Zoch“ ins Nirwana, „Zoch Noris“ oder „Zoch Simba“ zum Erfolg führt. Dieses Wissen, wer gerade aktuell für Spiel X oder Y den Vertrieb für den deutschsprachigen Raum oder auch nur für Deutschland, nur für Österreich oder nur für die Schweiz hat, kann von Otto Normalspieler nicht verlangt werden. Asmodee und Pegasus sind zum Beispiel Vertriebspartner für eine lange Liste an Verlagen. Auch das Verlagsportfolio von Huch wächst und ändert sich …

    Spiele von Hans im Glück, ein anderes Beispiel, werden schon seit Jahren von Schmidt vertrieben und deshalb von vielen Online-Shops „automatisch“ unter Schmidt geführt. Das gleiche gilt für die Schmidt-Marke Drei Magier Spiele.

  • SCHREIBWEISE VARIIEREN.

    Die Titel von Spielen folgen nicht immer der Rechtschreibung. Da wird auseinander geschrieben was zusammen gehört, und umgekehrt. Da tauft Schmidt ein neues Kartenspiel Schummel Hummel. Rein orthographisch wirft der Name Fragen auf. Damit sollte man potenzielle Käufer eigentlich nicht tangieren. Nur: Was gibt man in die Suchmaske ein? „Schummelhummel“ führt bei zahlreichen Online-Shops zu keinem Ergebnis, sie verlangen nach der Eingabe von „Schummel“ und „Hummel“ als getrennte Wörter. Nicht jeder Suchalgorithmus ist so schlau programmiert wie jener der Produktsuche von Google. Dieser bringt auf die Anfrage nach „Safebreaker“ (ein neues Kinderspiel von Ravensburger) die Rückfrage, ob man vielleicht „safe breaker“ gemeint hat, und zeigt das Spiel sicherheitshalber gleich an. Auf Spiele-Offensive, nur als Beispiel, führt die zusammengeschriebene Anfrage ins Leere. Einen Treffer bringt nur die getrennte Schreibung. Das Gleiche gilt übrigens auch für den Verlagsshop von Ravensburger.

    Merke: Speziell bei zusammengesetzten Begriffen im Titel eines Spiels oder auch bei englischen Namen sollte man es mit einer Variation probieren, falls die Suche nicht sofort erfolgreich ist oder die Angebote mehrerer Online-Shops vergleichen will. Dazu ein drittes Beispiel. Für das Spiel NMBR 9 hat Abacus eindeutig einen Kunstbegriff gewählt. Der Verlag schreibt den Titel als aneinandergereihte Großbuchstaben mit einem Zwischenraum vor der Zahl 9. Die Groß- oder Kleinschreibung spielt bei der Suche im Internet in 99 von 100 Fällen keine Rolle. Über Finden in einem Online-Shop oder nicht Finden entscheidet in diesem Fall allerdings, ob man bei der Eingabe in die Suchmaske den Spieletitel mit oder ohne Lücke vor der Zahl 9 schreibt.

    Man sieht: Mit der Kreativität bei der Namensgebung können sich die Spielmacher auch ins eigene Fleisch schneiden. Was nützt ein origineller Titel, wenn der Verbraucher bei der einfache Suchen nach dem Produkt daran scheitert.

  • AUCH VERLAGS-SHOPS EINBEZIEHEN.

    Es gibt Dutzende Online-Shops. Immer mehr Hersteller oder Vertriebsfirmen bieten ihre Spiele auch im eigenen Shop an. Dort wird zwar zum Unverbindlich empfohlenen Verkaufspreis (UVP) verkauft, der anderswo meist unterboten wird, ein Gesamtvergleich inklusive Liefer- und Zahlungskonditionen kann sich aber durchaus rechnen.

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Teil 2: Tipps für den Kauf ohne Reue

 

  • GENAU LESEN.

    Bevor du eine Bestellung aufgibst, lies immer die Produktbeschreibung und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).

  • ZUSTELLUNGSANGABEN BEACHTEN.

    Es gibt Anbieter, die sowohl stationären Handel mit eigenen Filialen als auch Online-Shops betreiben. Es kann vorkommen, dass ein bestimmtes Spiel zwar online angeboten wird, es aber nur in einer der Filialen abgeholt werden kann. Zum Teil ist das beispielsweise bei Spielemax der Fall. Gut wenn man in der Nähe wohnt, schlecht wenn das nicht der Fall ist und man schon den Bestellbutton gedrückt hat.

  • LIEFERZEIT BEACHTEN.

    Wenn bestimmte Anlässe für Geschenke anstehen, wie Weihnachten oder Geburtstage, ist es besonders wichtig, die voraussichtlichen Liefertermine zu prüfen. Bei der Preiserhebung für Crazy Race bei Weltbild stand „Voraussichtlich lieberbar ab 29.12.2017“ – für ein Geschenk unterm Christbaum eindeutig zu spät.

  • GÜTESIEGEL BEACHTEN.

    Beachte allfällige Gütesiegel oder Verbandsmitgliedschaften auf der Website des Verkäufers. Das Österreichische E-Commerce-Gütezeichen kennzeichnet seriöse Online-Shops, die auf Qualität, Kundenfreundlichkeit und Sicherheit geprüft wurden. In Deutschland ist damit das Siegel TÜV Süd safer-shopping vergleichbar. Es gibt freilich noch eine Reihe anderer Zertifikate.

  • ZUSATZKOSTEN CHECKEN.

    Beachte allfällige Zusatzkosten wie Verpackung und Versand. Eine der wichtigsten Entscheidungskriterien, wo man im Internet einkauft.

  • SICHER BEZAHLEN.

    Bezahle in Online-Shops nicht gegen Vorauskasse. Hier trägst du als Käufer oder Käuferin das volle Risiko, da nicht sicher ist, ob die bestellte Ware tatsächlich und vereinbarungsgemäß geliefert wird. Wir empfehlen, vom Bezahlen über Vorauskasse abzusehen! Nutze sichere Zahlungsarten wie Rechnung, Lastschrift, Nachnahme, Kreditkarte oder elektronische Zahlungssysteme wie PayPal.

  • RECHTE KENNEN.

    Bei Einkäufen im Internet beträgt die Rücktrittsfrist, abgesehen von Ausnahmen, 14 Kalendertage ab Lieferung. Weiters trägt der Unternehmer die Verantwortung bei Beschädigung oder Verlust der Ware beim Versand.

  • ALLES DOKUMENTIEREN.

    Hebe alle Informationen und Bestätigungen über deine Internet-Einkäufe auf. Screenshots sind ein wunderbares Mittel der Dokumentation. Falls es ein Problem gibt, kommst du so leichter zu deinem Recht.

  • BEI KONSUMENTENBERATUNGSSTELLEN HILFE HOLEN.

    Wenn du trotz aller Vorsicht Probleme beim Online-Shopping hast, wende dich an eine Konsumentenschutzorganisation.

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spielwiese.at testet 22 Online-Shops

spielwiese.at hat in der Vorweihnachtszeit 2017 zum zweiten Mal eine umfassende Preiserhebung für 20 ausgewählte Spiele in 22 deutschen und österreichischen Online-Shops durchgeführt. Die Ergebnisse waren zum Teil sehr überraschend. Details findest du unter folgenden Links:

 

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