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Chickwood Forest und Tief im Riff gewinnen den Graf Ludo 2018

 AUSZEICHNUNG.  Das Zoch-Spiel Chickwood Forest und Tief im Riff von Amigo sind für ihre Gestaltung heute in Leipzig mit dem diesjährigen Spielegrafikpreis "Graf Ludo" ausgezeichnet worden. In den zwei Kategorien Familien- und Kinderspiele waren von der Jury jeweils drei Titel nominiert gewesen. 

 

Die zwei Auszeichnungen wurden im Rahmen der Messe "modell-hobby-spiel" bekannt gegeben und überreicht. Die Jury würdigte die Preisträger aus folgenden Gründen:

Beste Familienspielgrafik 2018 für chickwood forest

Verlag: Zoch; Grafik: Alexander Jung; Autor: Matt Loomis. Die Jury begründete die Wahl folgendermaßen:

"Hühner in Sherwood Forest, wo einst Errol Flynn in Strumpfhosen die Reichen ausplünderte? Genau.

Das Spiel folgt der Hühner-Tradition des Verlages, der mit der Zicke Zacke Hühnerkacke groß geworden ist. Und so wurde aus dem Sherwood Forest natürlich ein Chickwood Forest. Auch das Personal ist aus der bekannten Film-Vorlage entlehnt und ver-huhnt: Maid Marihenn und selbstverständlich Robin Hahn statt Robin Hood.

Das grafische Konzept nimmt dieses Thema nahtlos auf und setzt sich von Anfang bis Ende perfekt durch. Es ist rundum stimmig. Die Guten sind als arme Landhühnchen dargestellt und die bösen Reichen sind in diesem Fall Raubvögel.

Schon das Cover zieht den Betrachter sofort in eine Geschichte hinein. In die Welt von Robin Hood. Auch das Kolorit erinnert daran, aber auch an die Kinderbücher dieser Zeit.

So überzeugt Chickwood Forest durch seine kleinen zeichnerischen und ironischen Gesten, durch viele gut durchdachte Kleinigkeiten.

Folglich zeichnet die Jury mit Chickwood Forest nicht das Plakative aus. Wobei … Sieht man sich die Rückseite der Karten an, so zeigen sie nicht mehr als ein Hühnerei mit einer grünen Robin-Hood-Kappe. Ein Ei-Catcher im besten doppelten Sinn des Wortes. Allein schon für diese geniale Idee hätte Alexander Jung einen Preis verdient."

 

Beste Kinderspielgrafik 2018 für Tief im Riff

Verlag: Amigo; Grafik: Doris Matthäus; Autor: Alex Randolph †. Die Begründung der Jury:

"Ein bisschen Nemo, ein bisschen Unterwasserabenteuer, ein wenig Exotik und sehr viel Doris Matthäus. Man sieht Tief im Riff an, dass die Grafikerin ihr Herzblut hineingelegt hat.

Wir ahnen schon beim Cover mit seiner Tiefenräumlichkeit, dass wir beim Hineinschwimmen in dieses Riff noch viel entdecken werden. Darum geht es nämlich bei diesem Spiel.

Es sticht im riesigen Angebot der Kinderspiele heraus. Es gibt unglaublich viele Details auf dem großen Spielplan anzuschauen, dieser bleibt in seiner Gesamtheit dennoch zurückhaltend. Für das Szenario sind die Farbnuancen sehr passend gewählt und wirken durch das matte Design wie durch einen Wasserschleier gefiltert.

Trotz der Vielfältigkeit der biomorphen Formen verliert die Grafikerin nie Klarheit und Struktur aus dem Auge, die gerade bei einem Kinderspiel für den klaglosen Ablauf wichtig sind.

Die Arbeiten von Doris Matthäus erkannte man schon zu einer Zeit, als die meisten Verlage die Namen von Grafikern und Illustratoren noch gar nicht nannten. Tief im Riff ist unverkennbar ein typischer Doris Matthäus. Dazu gehört, wie die Signatur der Alten Meister, dass sie auch auf diesem Spielplan ihren kleinen Igel verewigt hat. Wo, verraten wir nicht. Es ist schließlich ein Entdecker-Spiel."

 

Nominiert waren außerdem …

… in der Kategorie "Beste Familienspielgrafik" 2018

  • Photosynthese (Verlag: Blue Orange; Grafik: Sabrina Miramon; Autor: Hjalmar Hach) Die Begründung der Jury: „Sonnenlicht ist Dreh- und Angelpunkt in „Photosynthese“; das wird schon beim stimmungsvoll beschienenen Baum auf der Schachtel klar. So wirkungsvoll der phantastische Realismus der Verpackung durch seine Symmetrie und Lichtstimmung einen meditativen Ton setzt, so wird dieser durch die bewusst zurückgenommene Ästhetik des Spielmaterials aufrecht gehalten,  die dadurch wiederum die interessante Spielmechanik in den Vordergrund rückt.“
  • When I Dream (Verlag: Repos Production; Grafik: Asterman Studio, Vincent Dutrait, Christophe Swal; Autor: Chris Darsaklis) Begründung der Jury: „Der mutige Ansatz, nur einen Teil der Schachtel zu illustrieren, verfehlt seine Wirkung nicht. Umso dynamischer brechen die vielfältigen Traummotive aus dem Zentrum hervor. Ein weiterer, scheinbarer Widerspruch wird in „When I Dream“ aufgelöst: Trotz des Mitwirkens vieler Künstler an der Gestaltung der detailreichen Spielkarten, verbinden sich die Traumbilder in harmonischer Vielfalt.“

… in der Kategorie "Beste Familienspielgrafik" 2018

  • Der geheimnisvolle Zaubersee (Verlag: Drei Magier; Grafik: Rolf Vogt; Autor: Stefan Kloß, Anna Oppolzer) Begründung der Jury: „Miteinander an das rettende Ufer! Schon auf der Schachtel sehen wir die Protagonisten auf uns zu laufen und bilden so mit ihnen durch die perspektivische Tiefe des Szenarios eine Kette Flüchtender, von der bedrohlichen Burg mit unserem Verfolger im Hintergrund, über den tückischen Seerosen-Pfad, bis hin zum Steg, wo wir die anderen hoffentlich bald in Empfang nehmen werden. Diese geschickte Inszenierung wird in reduktivem, skizzenhaften Stil dargestellt, die sich im Spielmaterial nahtlos fortsetzt. Das Design zeugt durch und durch von Professionalität, die sich auch in Typographie und in der stimmigen Farbwahl des Mondlicht-Szenarios zeigt.“
  • Würfelkönig (Verlag: Haba; Grafik: Gus Batts; Autor: Nils Nilsson) Begründung der Jury: „Beim „Würfelkönig“ finden wir uns in einer fantastisch-mittelalterlichen Welt wieder, die extrem stilsicher ein vertrautes Gefühl bei Kindern wie Erwachsenen weckt. Denn die uns umgebenden Charaktere erinnern stark an Figuren moderner, computergenerierter Animationsfilme, aber gleichzeitig auch an die Mid-Century-Modern-Trickfilme der 50er und 60er Jahre. Durch diesen Wiedererkennungseffekt wird ein eher technisches, traditionelles Kniffel-Spiel plötzlich neu belebt und auch für Kinder interessant.“

kleines Jubiläum

Der Deutsche Spielgrafikpreis Graf Ludo für herausragende Leistungen in den Kategorien „Beste Kinderspielgrafik“ und „Beste Familienspielgrafik“ wurde dieses Jahr bereits zum zehnten Mal vergeben. Die begehrte Auszeichnung ist für Konsumenten ein wertvoller Hinweis, denn damit werden Spiele empfohlen, deren gestalterische Qualität das Spielvergnügen optimal unterstützt. Neben augenscheinlichen Charakteristika wie Ästhetik und handwerklicher Ausführung sind auch funktionale Kriterien maßgebend, damit ein Spiel mit dem Graf Ludo gekrönt wird.

Der Graf Ludo wird traditionell von der Leipziger Messe unter Spieleneuheiten der zwei aktuellen Jahrgänge auf der "modell-hobby-spiel" vergeben. Es ist Deutschlands besucherstärkste Publikumsmesse für die Bereiche Spiel, kreatives Gestalten, Modellbau und Modellbahn. Zahlreiche Aussteller und ein umfangreiches Rahmenprogramm ziehen jährlich über 100.000 Besucher an.

 

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