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Spielwiese-Test 1300: Facecards

Im Auge des Betrachters

Bei Facecards gewinnt derjenige, der am besten tippt, wer aus vielen Bildern jene zwei gewählt hat, die – irgendwie – zusammengehören. Das kann sehr unterhaltsam sein.

 

Nr. 1300: Facecards | Spielwiese-Code  |  | E | 8 |  |


2017: Ravensburger

 Was ist's? 
  • Kartenspiel für 3 bis 7 Spieler ab 10 Jahre (wir meinen: es geht auch für Jüngere)
  • Autor: Leo Colovini
  • Grafik: Oliver Freudenreich
  • Spieldauer: 20-30 Minuten
  • Verlag: Ravensburger
  • ca.-Preis: 13,– €

 Für wen?  

  • Menschen mit Assoziationsfähigkeit

 Was braucht's?  

  • Um-die-Ecke-Denken und ein wenig Einfühlungsvermögen, wie die Mitspieler ticken
 

 

 
  "Aber das passt doch gar nicht zusammen!" Schon geht die unterhaltsame Diskussion los, die Autor Leo Colovini (stehend) verfolgt.

Bild: spielwiese.at

   

 Die gute Nachricht  

Gut für mittelgroße Gruppen

 Die schlechte Nachricht  

Es gibt Spielerkonstellationen, bei denen kein Spaß an der Sache aufkommt.


 Rein ins Spiel!  

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Es braucht aber manchmal viele Worte, um ein Bild zu erklären. Hier, bei diesem Spiel, eigentlich zwei Bilder. Es geht nämlich darum, aus einer Reihe von ausliegenden Bildkarten jene herauszufinden, das ein Mitspieler gewählt hat, weil sie seiner Meinung nach hervorragend zu einer anderen passt. Die Beispiele auf dieser Seite verdeutlichen das am besten (womit wir wieder bei „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ wären).

Facecards ist ein Kartenspiel, ist ein Ratespiel, ein Zuordnungsspiel, ein Assoziationsspiel, ein Sammelspiel, vor allem jedoch ein Kommunikationsspiel. Facecards hat eine sehr einfache Regel und ist leichtgängig. Man kann immer wieder herzlich lachen. Warum? Wenn ein Spieler zum Beispiel den Punk und die Giraffe als „heimliches Paar“ gewählt hat. Das liegt jetzt nicht unbedingt auf der Hand, sondern (nur) im Auge des Betrachters. Die beiden Hörner der Giraffe mit der aufstehenden Friese des Punks zu assoziieren – das kann man so sehen … Man kann darüber auch trefflich diskutieren. Und schon ist man mitten in der Unterhaltungsshow.

Facecards ist kein Kooperationsspiel. Deshalb gibt es einen, manchmal auch mehrere Gewinner. Sieger ist, wer nach einer bestimmten Rundenanzahl die meisten Bildkarten gesammelt und in sein Fotoalbum gelegt hat. Aber eigentlich ist das Nebensache.

Facecards lebt von seinen exzellenten Fotos, oder genauer gesagt: von der Auswahl der für das Spiel verwendeten Fotos. Sie zeigen Menschen, Tiere und Gegenstände. Am Beginn einer Runde wählen die Spieler zwei von einer Handvoll aus, die nach ihrer Ansicht irgendwie zusammengehören. Weil sich die Menschen darauf ähnlich sind, weil sie denselben Hintergrund zeigen, oder weil der Scheich genauso misstrauisch blickt wie der Löffelhund. Die eine Bildkarte legt der Spieler vor sich ab, die andere kommt, zusammen mit Bildkarten der Mitspieler und – zur Verwirrung – zufällig gewählten, in die Auslage. Zuerst einmal natürlich alles verdeckt. Der erste Spieler versucht nun eine Bildkarte zu identifizieren, die die passende sein könnte, die vor einem Mitspieler liegt. Hat er richtig getippt, erhalten er und der betreffende Mitspieler je eine Bildkarte. Dann ist er nächste an der Reihe.

Manchmal ist es nicht einfach, unter seinen Handkarten ein Pärchen zu bilden. Und in manchen Gruppen funktioniert Facecards nicht so, wie man es sich verspricht. In den meisten Fällen ist Facecards jedoch unterhaltsam. Dazu trägt auch bei, dass mehrere Blankokarten mit eigenen Bildern, zum Beispiel von Freunden oder Familienmitgliedern beklebt werden können.

 

 Nochmals spielen?  

In der passenden Runde mit kreativen und wortgewandten Leuten.

 Rund ums Spiel  

Das Rezensionsexemplar wurde von Ravensburger zur Verfügung gestellt

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