Monopoly wegen Sexismus am Pranger

Verfasst am . Veröffentlicht in Nachrichten Spiele & Autoren

 ÄRGER.  Sicher, die Briten haben derzeit noch andere Sorgen. Die Städte-Ausgabe Oxford von Monopoly muss sich von der Kaplanin der University of Suffolk den Vorwurf des Sexismus gefallen lassen. Nicht das erste Mal geriet eine Monopoly-Ausgabe in die Kritik.

 

Der Hasbro-Brettspielklassiker wird von Winning Moves seit Jahren in zahlreichen Ländern mit speziellen Städte-Ausgaben gepflegt. In Großbritannien sieht sich Winning Moves jetzt wegen der Oxford-Ausgabe Alltagssexismus-Vorwürfen ausgesetzt. Kritiker werfen vor, dass auf der Schachtel ausschließlich Männer mit einem akademischen Abschluss gezeigt werden, während die abgebildeten Frauen lediglich mit Bikinis bekleidet sich von Männern über die Themse rudern lassen.

 

Ausschnitt aus dem Stein des Anstoßes.

Bild: Twitter

 
   

Den Stein des Anstoßes ins Rollen brachte Tracey Allen, die Kaplanin der britischen University of Suffolk. Sie erlebte eine böse Weihnachtsüberraschung: "Ich kaufte das Oxford-Monopoly-Set als Weihnachtsgeschenk und war enttäuscht über dessen Cover-Design", twitterte die Geistliche. "Die Bilder zeigen nur männliche Graduierte – machen Frauen denn keine akademischen Abschlüsse in Oxford?"

Zudem forderte Allen die zuständigen Spielehersteller Hasbro und Winning Moves auf, diese Motive der bereits seit 2001 im Handel befindlichen Oxford-Edition, die speziell Schauplätze der Universitätsstadt zeigt, zu ändern. Die Kritik hat ein schnelles Echo hervorgerufen: Nachdem mehrere Zeitungen die Geschichte aufgriffen, haben die Macher angekündigt, das Artwork überprüfen zu lassen und ein Update durchzuführen, um "modernen Standards" gerecht zu werden. Ein Sprecher von Winning Moves erklärte, die Bildauswahl sei willkürlich von einer Agentur vorgenommen worden.

Kein Einzelfall mehr

Schon in den vergangenen Jahren wurden diverse Monopoly-Ausgaben von Spielnutzern dafür gerügt, überholte Klischee-Vorstellungen zu bedienen. So geschehen im Fall einer Star Wars-Edition von 2015, die keine weibliche Hauptfigur an den Start gebracht hatte. 2013 ersetzte Hasbro ein kleines Modell-Bügeleisen durch eine Katzenfigur, nachdem Feministinnen auf eine Entfernung des seit 1935 im Spiel üblichen Bügeleisens gedrängt hatten, da dieses ein Symbol für Frauen sei, die in Texttilfabfriken arbeiten.

 

Drucken

Selbstverständlich erfüllt diese Website die Pflicht zum Hinweis auf den Einsatz von Cookies. Durch Cookies können Internetseiten nutzerfreundlicher, effektiv und sicherer gemacht werden. Durch die Nutzung dieser Website erklärst du dich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. .