Meinung

Spritz-Touren und weitere Auffälligkeiten

Nürnberg. Spielwarenmesse 2018. Tag 4. Was einem so ein- und auffällt.

2. FEBRUAR 2018

Ein klarer Trend ist für 2018 noch immer nicht zu erkennen. Thematisch geht es bei den Spieleverlagen in diesem Jahr querbeet.

Neben zahlreichen Make 'n' Break-Verschnitten und immer mehr reinen Würfelspielen, die die mit Qwixx begonnene Renaissance fortsetzen, vielleicht noch zwei Auffälligkeiten, die aber noch einer genauen Überprüfung Stand halten müssen. Stellvertretend für die eine die Ravensburger-Neuheit Woodlands. Sie fordert den Spielern ein hohes Maß an räumlichem Vorstellungsvermögen ab. Es ist ein Legespiel, bei dem neun Wegekarten so gelegt werden müssen, dass auf dem Weg möglichst viele Dinge eingesammelt werden können, aber erst dann, wenn eine transparente Folien mit diesen Gegenständen zum Abschluss über die eigene Kärtchenkombination gelegt wird. Dieses Prinzip des Etwas-planen-müssens scheint mir derzeit irgendwie in Mode.

 

Die Spieleverlage lassen es auch dieses Jahr gerne spritzen.

 

Die zweite Auffälligkeit ist Wasser. Schon im Vorjahr war zu beobachten, dass es die Spielemacher gerne spritzen lassen. Im Kinderspielbereich werden auch dieses Jahr ein paar Spiele kommen, bei denen man nass werden kann. Ein Beispiel ist Hydro Strike, ein Flipper für zwei Spieler bei Goliath.

Weil ich vor zwei Tagen die auffallend vielen Katzen-Spiele angesprochen habe: Ich habe noch weitere entdeckt, bin aber noch nicht alle Verlage durch.

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Die Spielwarenmesse in Nürnberg ist die einmalige Gelegenheit, begleitend zu den klassischen Brett- und Kartenspielen viele andere originelle Ansätze fürs Spielen in Augenschein zu nehmen. Was sich davon bei einem breiteren Publikum schlussendlich durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Willkürlich und ohne wertende Reihung greife ich einige heraus:

  • "Fragenhelden" nennt sich ein Konzept, das Kinder (mit Erwachsenen) spielerisch ins Gespräch bringen will. Als Vehikel dienen Puppen, an die die Buttons mit den unterschiedlichen Fragen angesteckt werden.
  • Philipp Gesierich aus dem Bayerischen hilft ganz analog, die Kinderfrage „Wann sind wir da?“ hinauszuzögern. Mit Rubbelspielen. Vorläufig gibt es vier verschiedene Sets, unter anderem zu Fußball und Feuerwehr.
  • Dem Dauerthema Kugelbahn gibt Goliath mit „Boomtrix“ einen neuen Spin: Ziel ist es, die Kugeln am Ende über mehrere Mini-Trampoline hüpfen zu lassen. Dazu gibt es Aufgaben, Bahn und Trampoline auf unterschiedliche Art und Weise miteinander zu kombinieren.
  • Splash Toys wiederum greift Kugeln, respektive Murmeln auf, um daraus Sammelobjekte zu machen. Die „Marble Demons“ bestehen statt aus Glas aus Stahl, haben viele Gesichter und bekommen Fähigkeiten zugeschrieben, die sich beispielsweise in einem speziellen neuen Flipper für vier Spieler einsetzen lassen.

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 Morgen wieder mehr.

 

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