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Horrende Preisunterschiede im Online-Handel

PREISVERGLEICH  Preisunterschiede bis zu 97,5 Prozent hat spielwiese.at bei einer aktuellen Erhebung von 20 Spielen festgestellt. Ermittelt wurden die Verkaufspreise bei 22 relevanten Online-Anbietern in Österreich und Deutschland. Die Preiserhebung wird bis Dezember monatlich wiederholt werden.

 

Nicht erst mit den Angeboten auf der Spielemesse in Essen im Oktober beginnt die alljährliche Preisschlacht im Hinblick aufs Weihnachtsgeschäft. Der härter werdende Wettbewerb zwischen stationärem und Online-Handel, aber auch der Wettbewerb zwischen den Spiele-Shops im Internet ist zur ganzjahrigen Auseinandersetzung mit Preis-Höhen und -Tiefen geworden. Freilich: Noch immer werden rund drei Viertel aller Spiele in den letzten Monaten des Jahres gekauft.

Deshalb konzentriert sich spielwiese.at bei ihrem Preisvergleich der Online-Anbieter auf die Monate September bis Dezember. Die Preise von 20 Spielen stehen in dieser Zeit bei 22 deutschen und österreichischen Internet-Shops unter Beobachtung. Die erste Preiserhebung wurde am Montag durchgeführt.

Vergleichen lohnt sich auf jeden Fall

Nach dieser ersten Runde lassen sich bereits mehrere Aussagen treffen:

• Die Preisunterschiede sind zum Teil horrend: Für das beliebte Kartenspiel Drecksau zum Beispiel werden – ohne Berücksichtigung eventueller Versandkosten – zwischen 4,99 und 7,99 Euro verlangt. Das ist eine Differenz von 60,1 Prozent. Ähnlich groß – allerdings in einer weit höheren Preisklasse liegt der Unterschied beim Kinderspiel Kakerlakak. Für das Kinderspiel des Jahres 2015 Spinderella müssen zwischen 19,99 und 34,90 Euro berappt werden. Die größte Preisdifferenz stellte spielwiese.at beim Wörterspiel Kerflip! mit annähernd 100 Prozent fest. Beträchtlich, aber prozentuell in weit geringerer Bandbreite sind die Unterschiede bei den aktuellen Preisträgern: 6 Euro mehr oder weniger sind für das aktuelle Kennerspiel des Jahres Isle of Skye auf den Tisch zu legen, rund 3 Euro beträgt der Unterschied beim Spiel des Jahres Codenames, und 8 Euro sind es beim Kinderspiel des Jahres Stone Age Junior.

• Es gibt nicht  d e n  billigen Onlineshop für Spiele. Selbst Amazon, 10 Mal unter den billigsten Anbietern eines bestimmten Spieles, ist bei einem Spiel – Lichterfest – zugleich mit einer Reihe Mitbewerbern der teuerste. Bei Spiele-Offensive.de ist das Verhältnis als Billigstbieter zu Preisführer 7:3. Ebenfalls sieben Mal unter den billigsten Anbietern ist mytoys.de, allerdings ohne bei den restlichen 13 Spielen des Vergleichs am meisten Geld zu verlangen.

• Am öftesten unter den teuersten Anbietern ist die Österreich-Tochter von Thalia, nämlich 13 Mal. Erschwerend kommt bei Thalia dazu, dass auf der österreichischen Plattform gleich mehrmals, zum Teil deutlich mehr Geld verlangt wird als von deutschen Kunden. Das gleiche trifft auf die Länderplattformen der Weltbild-Gruppe (u.a. kidoh) zu. Die Preisunterschiede für ein und dasselbe Spiel in Deutschland oder Österreich betragen zwischen 5,0 und 51,8 %.

Fazit: Das genaue Vergleichen der Preise lohnt sich auf jeden Fall. Die Unterschiede machen in bestimmten Fällen sogar eventuelle Versandkosten wett.

Die Praxis, ob und ab welchem Schwellenwert welche Versandkosten anfallen, ist sehr unterschiedlich und hängt stark vom Einzelfall ab. Die Versandkosten wurden daher fürs Erste nicht berücksichtigt. Dies wird in der Zusammenfassung im Dezember erfolgen. Denn erstmals untersucht spielwiese.at bei ihrer Preiserhebung auch mögliche Preisentwicklungen im Weihnachtsgeschäft – zum Beispiel: werden Spiele im Onlinehandel billiger oder teurer, je näher die Feiertage rücken?

Ausgewogene Mischung

Eine ausführliche Tabelle wird spielwiese.at nach den Preiserhebungen Anfang November und Dezember veröffentlichen. Dann wird sich aus den Momentaufnahmen ein konkretes Gesamtbild über die Preisattrraktivität der 22 Spiele-Online-Shops ergeben.

In den Preisvergleich hat spielwiese.at neben den aktuellen Preisträgern der Jury Spiel des Jahres eine Mischung aus Longsellern wie Catan und Monopoly, Kinder- und Familienspielen, Karten-und Brettspielen, relativ günstigen und relativ teuren Spielen aufgenommen, die 2015 beziehungsweise in diesem Jahr im Fokus standen und stehen, so einen Vertreter der Live-Escape-Spiele, auf die im anstehenden Weihnachtsgeschäft gleich mehrere Verlage setzen.

spielwiese.at wird in der ersten Oktober-Woche über die nächste Runde der Preiserhebung berichten.

 

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