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78,8 % mehr fürs gleiche Spiel bezahlen?

PREISVERGLEICH  Brett- und Kartenspiele sind diesen Monat tendenziell billiger geworden. Das ist eines der Ergebnisse aus dem Preisvergleich von 20 Spielen bei 22 relevanten Online-Anbietern in Österreich und Deutschland durch spielwiese.at. Doch gerade bei den von der Jury Spiel des Jahres ausgezeichneten Spiele gibt es große Preisunterschiede.

 

spielwiese.at hat heute im Monatsabstand die Preise verglichen. Nachdem es auf die Spielwarenmesse in Essen und aufs Weihnachtsgeschäft zugeht sowie nach den Auszeichnungen durch die Jury Spiel des Jahres die (Massen-)Produktion angelaufen ist, setzt jetzt die Phase ein, in der sich die Spielehändler im Internet zu unterbieten versuchen.

Codenames, Spiel des Jahres 2016, ist bereits für 14,33 Euro zu haben – oder auch für 19,90 Euro. Das macht zwar nur wenige Euro aus, im Verhältnis klafft allerdings eine Lücke von knapp 40 Prozent. Verglichen wurde jeweils der Bruttoverkaufspreis der Spiele, eventuelle Versandkosten blieben unberücksichtigt. Beim aktuellen Kennerspiel des Jahres Isle of Skye beträgt der Preisunterschied bis zu 28,2 Prozent, beim Kinderspiel des Jahres 2016 Stone Age Junior gar bei 66,2 Prozent zwischen billigstem und teuersten Angebot.

Weiterhin gilt: vergleichen!

Das ist allerdings noch längst nicht die Spitze. Beim vorjährigen Kinderspiel des Jahres Spinderella hat man die Wahl, bis zu 78,8 Prozent mehr fürs gleiche Spiel zu bezahlen. Beim beliebten Ravensburger-Spiel Kakerlakak sind es rund 70 Prozent. Auch beim Hype der sogenannten Live-Escape-Spielen lohnt sich der genaue Preisvergleich: Die Noris-Neuheit Escape Rooms gibt es da für 54,99, dort für 38,99 Euro. Differenz: 41 Prozent.

Österreicher weiter benachteiligt

Besonders ärgerlich ist für österreichische Spielefans ist, dass sie bei einigen österreichischen Ablegern von deutschen Online-Händlern deutlich mehr bezahlen müssen als die Kunden in Deutschland. Das betrifft vor allem Thalia und Internet-Seiten der Weltbild-Gruppe (u.a. Kidoh) mit .at-Endungen. Wie schon im September ergab der Preisvergleich Preisunterschiede von bis zu 51,8 Prozent. Die Österreich-Tochter von Thalia war auch diese Mal mit Abstand der teuerste Anbieter. Bei elf von 20 Spielen ist Thalia.at unter den Preis-Spitzenreitern.

Gegenüber dem Vormonat gab es zahlreiche Verschiebungen im Detail. Nicht mehr Amazon ist am häufigsten der Billigstbieter, sondern Spielemax – gleich neun Mal –, obwohl Amazon im Monatsvergleich bei zehn Spielen die Preise gesenkt hat.

D e n  Billigstbieter gibt es nicht

Nicht alle Online-Händler haben alle Spiele, die spielwiese.at für den Preisvergleich ausgewählt hat. Es sind, genau genommen, nur drei von 22, nämlich Amazon, Spiele-Offensive und die Weltbild-Gruppe.  D e n  billigsten Anbieter gibt es nicht. Allerdings geht das Preisniveau mit Oktober erwartungsgemäß tendenziell nach unten: Insgesamt stellte spielwiese.at 31 Preisreduktionen im Vergleich zum Monatsbeginn im September bei den einzelnen Anbietern fest, aber nur fünf Preiserhöhungen.

In den Preisvergleich hat spielwiese.at neben den aktuellen Preisträgern der Jury Spiel des Jahres eine Mischung aus Longsellern wie Die Siedler von Catan und Monopoly, Kinder- und Familienspielen, Karten-und Brettspielen, relativ günstigen und relativ teuren Spielen aufgenommen, die 2015 beziehungsweise in diesem Jahr im Fokus standen und stehen.



Eine ausführliche Tabelle wird spielwiese.at nach den Preiserhebungen Anfang November und Dezember veröffentlichen. Dann wird sich aus den Momentaufnahmen ein konkretes Gesamtbild über die Preisattraktivität der 22 Spiele-Online-Shops ergeben.

 

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