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Starkes Auf und Ab bei Verkaufspreisen

PREISVERGLEICH.  Die Verkaufspreise für Spiele sind Anfang Dezember weiter in Bewegung. Nach der vierten Preiserhebung hat spielwiese.at für Sie unter anderem untersucht, welche Anbieter wie oft ihre Preise erhöhen bzw. senken.

 

Bis zu 49 "Preisanpassungen"

Seit September hat spielwiese.at die Preise für 20 ausgewählte Spiele in 22 relevanten Online-Shops erhoben. Inzwischen gab es vier Preiserhebungsrunden. spielwiese.at für Sie unter anderem untersucht, welche Anbieter wie oft ihre Preise erhöhen bzw. senken. Wie volatil die Verkaufspreise für Spiele sind, zeigt unten stehende Tabelle. Nur in drei Shops wurden zu keiner Zeit Preiserhöhungen oder -reduktionen vorgenommen. An der Spitze steht eindeutig Amazon mit nicht weniger als 49 „Preisanpassungen“.

Zu beachten ist, dass nicht alle Online-Händler sämtliche 20 Spiele unserer Auswahl im Sortiment haben. Die Anzahl variiert sehr stark und lässt den generellen Rückschluss zu, wie gut sortiert ein Online-Shop ist. 

 

Anbieter von 20 Spielen im Sortiment Preisver-änderungen insgesamt davon Reduktionen davon Erhöhungen    
Amazon (A) 1 *) 1 0 1    
Amazon (D) 20 49 36 13    
Dreamland 18 3 1 2    
Gameware 4 0 0 0    
Interspar 8 1 1 0    
Kuppitsch 20 1 0 1    
Libro 7 6 6 0    
Müller 16 11 11 0    
MyToys 18 26 23 3    
Otto 17 11 9 2    
Quelle (A) 4 5 5 0    
Quelle (D) 9 4 3 1    
Spielemax 13 29 16 13    
Spiele-Offensive 20 13 11 2    
Thalia (A) 20 18 15 3    
Thalia (D) 20 16 13 3    
Toys’R’US (A) 17 12 9 3    
Toys’R’US (D) 17 16 9 7    
Universal 4 6 6 0    
Vedes 13 3 3 0    
Weltbild (A) 20 0 0 0    
Weltbild (D) 20 0 0 0    

*) Das Preisangebot zwischen Amazon.at und Amazon.de ist identisch. Die Separierung ergibt sich daraus, dass spielwiese.at bei Monopoly Classic nach der Deutschland- und der Österreich-Ausgabe unterschieden hat. Wie schon in einem früheren Artikel  erwähnt, lässt man den Konsumenten bei einigen anderen Anbieter im Unklaren, welche Ausgabe er kauft.

 

Ein Trio gibt die Preise vor

In Einzelfällen lassen sich 50 Prozent und mehr sparen, je nachdem bei welchem Online-Anbieter man kauft. Mehr dazu im Artikel Preiserhebung: Was Spiele kosten dürfen

Nicht unerwartet hat Amazon zum Stichtag 5. Dezember weiterhin die Nase bei den günstigsten Angeboten vorne. Der Internet-Konzern schafft dabei das Kunststück, 15 Mal allein oder mit anderen billigster Anbieter zu sein, obwohl seit der vorherigen Preiserhebung von spielwiese.at Mitte November bei jedem zweiten Spiel der Preis erhöht wurde. Neun Mal gehört Spielemax aktuell zu den Billigstbietern, sieben Mal MyToys. Wobei auch Spielemax bei neun von 13 in unserer Auswahl geführten Spielen den Preis erhöht hat. MyToys hat hingegen neun Mal zuletzt eine Verkaufspreis gesenkt und einen erhöht. Diese drei Anbieter sind es denn auch, die die Verkaufspreise im Internet mehr oder weniger bestimmen – und ganz offensichtlich in Lauerstellung liegen und aufeinander reagieren. Denn als Fazit der Analyse dieser drei Online-Händler lässt sich sagen: Die Preise gleichen einander an, die Unterschiede zwischen Mitte November und Anfang Dezember liegen zum Teil bei wenigen Cent.

Es gibt aber auch krasse Ausnahmen. Amazon hat den Preis für das Wörterspiel Kerflip! radikal auf 9,99 Euro gesenkt – das ist die Hälfte davon, was mehrere andere verlangen. Dass fünf andere Shops ebenfalls „plötzlich“ einen auffälligen Preisnachlass Richtung 50 % des unverbindlich empfohlenen Verkaufspreises (UVP) gewähren, könnte ein Indiz dafür sein, dass Amigo dieses Spiel im kommenden Jahr aus dem Programm nimmt. Die Preisentwicklung wäre dafür typisch.

Typisch für die letzten Wochen vor Weihnachten, der wichtigsten Zeit für Spielwaren, ist auch folgende Entwicklung. Im Herbst stürzen die Preise für die aktuellen Preisträger einer Spiel-des-Jahres-Auszeichnung in den Keller, um im Dezember wieder (leicht) anzuziehen. Wer also Codenames, Isle of Skye oder das Kinderspiel des Jahres Stone Age Junior untern Christbaum legen will, sollte höchstwahrscheinlich jetzt zuschlagen. Das Phänomen trifft auch auf Longseller wie Catan zu.

spielwiese.at wird in einer Woche ein letztes Mal die Preise vergleichen. Früh genug, die eine Lieferung noch vor Weihnachten garantieren sollte, und so knapp auf Weihnachten hin, dass sich die Preisentwicklung über den Gesamtzeitraum September bis Dezember genauer analysieren lässt. Mit der nächsten Preiserhebung will spielwiese.at für Sie unter anderem auch herausfinden, wann im Vorweihnachtsgeschäft der günstigste Zeitpunkt ist, ein Spiel übers Internet zu kaufen – fürs nächste Jahr.

Österreichs Kunden bleiben benachteiligt

Die Zahl der Fälle, wo Spiele im österreichischen Internetshop eines Anbieters mehr Geld für ein und dasselbe Spiel verlangt wird wie im deutschen Shop, ist zuletzt deutlich zurückgegangen. Dennoch gibt es zum Teil beträchtliche, nicht nachvollziehbare Unterscheide. spielwiese.at hat nachgefragt. Dazu mehr in einem eigenen Artikel: Wie Händler Preisunterschiede (nicht) begründen

 

Alle Preis- und Prozentangaben ohne Gewähr. Die Preiserhebungen fanden am 5.9., 3.10., 17.11. und 5.12.2016 statt.

 

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