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Online-Shops: Wer auf der billigen und wer auf der teuren Seite steht

PREISVERGLEICH  Im zweiten Teil des großen Preiserhebung von spielwiese.at erfährst du Details über die Preisgestaltung der verglichenen 22 Online-Shops in Österreich und Deutschland. 

 

Bei Händler X kostet das Spiel 17,99 Euro und 17,98 Euro bei Händler Y … Oft ist es also nur ein einzelner Cent, der den Unterschied macht. Aber wer auf Schnäppchenjagd ist, lässt sich schnell einmal blenden. Wir Menschen sind eben so. Und "16 % billiger!" klingt doch gut, oder? Die Frage ist: Wo ist der Ausgangspunkt für den reduzierten Preis?

spielwiese.at versucht etwas Transparenz in den Preis- und "Sale"-Wirrwarr zu bringen. Seit September werden im Monatsabstand die Preise von 20 ausgewählten Spielen (siehe Kasten unten) in 22 Online-Shops in Österreich und Deutschland erhoben. Eine fünfte Runde folgt nächste Woche, auf dem vorläufigen Höhepunkt des Weihnachtsgeschäfts.

Immer alles, immer billig – gibt's nicht

Wo fährt man als Spielefan oder jemand, der zu Weihnachten einfach ein Spiel als Geschenk sucht, am besten? "Den" billigsten Spiele-Shop gibt es nicht. Und weil Spiele keiner Preisbindung unterliegen, steht es den Anbietern frei, die Preise nach Belieben zu ändern. Ganz schön undurchsichtig. spielwiese.at hat deshalb zuerst einmal erhoben, wie oft ein Shop unter den Teuersten oder den Günstigsten bei einem bestimmten Spiel ist.

Amazon bleibt der massstab

Eines ist klar: Amazon ist der Maßstab. Der heimische Ableger des US-Internetgiganten ist der Online-Shop, der am öftesten ein Spiel zum jeweils günstigsten Preis anbietet. Am öftesten, aber nicht immer. In den bisher durchgeführten vier Preiserhebungsrunden war Amazon bei einem Spiel auch sechs Mal am teuersten. Amazon ist der einzige Online-Shop, in dem praktisch alle Spiele verfügbar sind. Das gilt auch für die von spielwiese.at getroffene Auswahl. Und noch ein Indikator ist aus Konsumentensicht interessant: Wie oft im Online-Shop die Preise gewechselt werden. Auch hier liegt Amazon mit 41 Preisänderungen (jeweils zum Vormonat) mit Abstand vorne. Der häufige Wechsel hat eine gute Seite, wenn es um Preisreduktionen geht, aber auch eine schlechte Seite, wenn Preise angehoben werden. Der Blick auf die nachfolgende Tabelle zeigt, dass Amazon überweigend auf der guten Seite ist. 

Die Verfolger schlagen sich ganz unterschiedlich.

Gemessen an der Verfügbarkeit der Spiele, die spielwiese.at in seine Auswahl genommen hat, folgen mit Spiele-Offensive ein reiner Spielehändler und mit Kuppitsch ein Shop, der eigentlich ein Buchhändler ist. Beide haben von den 20 ausgesuchten Spielen 19 im Programm. Nur Bandido fehlt (noch), das wir als bewusst als harte Nuss in den Preisvergleich einbezogen haben. Spiele-Offensive luchste im November Amazon kurzfristig den Status des "Billigstanbieters des Monats" ab. Kuppitsch hingegen zählt eindeutig zu den teureren Verkäufern. In allen vier bisherigen Monatserhebungen war der österreichische Händler bei keinem Spiel unter den günstigsten, sondern bei sieben bzw. neun Spielen jeweils am teuersten. Dafür bekommt man Preissicherheit: Seit September wurde lediglich bei einem einzigen Spiel – NMBR 9 – zwei Mal der Preis geändert.

unsichere kantonisten

Was das angeht, zählen myToys, Spielemax und Toys'R'Us wie Amazon zu den unsicheren Kantonisten. Kaufe ich heute ein Spiel, kann es schon morgen weniger oder mehr kosten. Es gibt Konsumenten, die diese Sprunghaftigkeit gar nicht goutieren und sich darüber exsessiv ärgern können.

Ein nur schwer nachvollziehbares Verhalten der vergangenen Jahre tritt in diesen Herbst erfreulicherweise nur noch eingeschränkt zutage: Ein unterschiedlicher Preis, ob man im deutschen oder österreichischen Shop eines Anbieters einkauft. Thalia hat im Gegensatz zum Vorjahr nun bis dato einheitliche Preise, die partielle Benachteiligung der einen oder anderen (es gibt beides) findet nur noch vereinzelt bei Toys'R'Us, Quelle sowie Universal/Otto statt.

 

Produktauswahl und Preise der 22 Shops

In der Tabelle ist zu sehen, ob die einzelnen Online-Shop ihre Stärken im Sortiment haben oder nicht und wie oft sie im positiven wie im negativen Sinn die Preisführerschaft hatten. Die Zahlen zu Preis und Preisveränderungen sind die Summe aus den Preiserhebungen aller vier Monate.

 

 Shop 

Von 20 Spielender Auswahl x im Sortiment

    Preisveränderungen
Billigster Preis Teuerster Preis   davon Reduktionen davon Erhöhungen
 Amazon.at/de   
 20  26  6  41  24  17
 Dreamland.at  16  4  8  1  1  0
 Gameware.at  8  0  12  0  0  0
 Interspar.at  9  2  2  1  0  1
 Kuppitsch.at  19  0  31  2  1  1
 Libro.at  6  4  0  0  0  0
 Müller.de  14  4  9  10  9  1
 MyToys.de  13  9  5  28  16  12
 Otto.de  12  3  10  11  8  3
 Quelle.at  8  2  6  1  0  1
 Quelle.de  9  1  8  7  5  2
 Shöpping.at  9  0  27  3  2  1
 Spiele-Max.de  11  12  2  23  15  8
 Spiele-Offensive.de  19  10  9  3  1  2
 Thalia.at  18  5  28  8  7  1
 Thalia.de  18  5  27  8  7  1
 Toysrus.at  15  12  3  18  11  7
 Toysrus.de  15  10  4  14  9  5
 Universal.at  8  2  7  1  0  1
 Vedes.at/de  13  5  7  3  2  1
 Weltbild.at  18  0  30  4  2  2
 Weltbild.de  18  0  30  4  2  2

 

Zwei Dinge stechen ins Auge. Erstens. Die Universalhändler oder eigentlichen Buchhändler stehen bei ihrem Spieleangebot den reinen Spielehändlern oft in nichts nach, manche haben sogar eine größere Angebotsvielfalt. Zweitens. Die Preisschlacht wird zwischen wenigen Anbietern entschieden. Während sie ständig an der Preisschraube drehen, bleiben die Verkaufspreise bei der überwiegenden Zahl der Online-Shops relativ stabil.

 

Nächste Woche Preisdetails und Tipps

spielwiese.at führt in der zweiten Dezember-Woche die abschließende Runde der Preiserhebung 2017 durch. Wir stellen dann die Preisentwicklung der einzelnen Spiele in den Fokus und geben Tipps, wie man am zielführendsten durch die Online-Shops surft.

 

Ausgewogene Auswahl getroffen

Für den Preisvergleich hat spielwiese.at neben den drei aktuellen Preisträgern der Jury Spiel des Jahres eine Mischung aus weitern aktuellen Spielen sowie Longsellern, aus Kinder- und Familienspielen, aus Karten-und Brettspielen, aus relativ günstigen und relativ teuren Spielen ausgewählt. Geachtet wurde aber auch darauf, dass nicht nur Spiele enthalten sind, die "überall" zu haben sind, sondern auch welche etwas abseits des Mainstreams. Alphabetisch: Activity Multi Challenge, Bandido, Camel up – Cards,Catan – Das SpielCodenamesCrazy RaceDreams, Exit – Das geheime Labor, IcecoolIsle of SkyeKingdomino, Lotti Karotti, Lyngk, Mein TraumhausNMBR 9, Pie Face, RaffzahnSleeping Queens, Stone Age Junior, Wizard.• Erhoben werden die reinen Verkaufspreis eines Spiels im Internet. Versandkosten bleiben unberücksichtigt, da sie von zu vielen individuellen Faktoren abhängen. • Die Preiserhebung wird jeweils am selben Tag innerhalb einer Stunde über denselben Rechner und Browser durchgeführt: Am 4.9.2017, 2.10.2017, 6.11.2017, 4.12.2017. • Die ausgewählten Shops (alphabetisch): Amazon.de, Dreamland.at, Gameware.at, Interspar.at, Kuppitsch.at, Libro.at, Müller.de, MyToys.de, Otto.de, Quelle.at, Quelle.de, Shöpping.at, Spiele-Max.de, Spiele-Offensive.de, Thalia.at, Thalia.de, Toysrus.at, Toysrus.de, Universal.at, Vedes.de, Weltbild.at, Weltbild.de.

Bild: Pixabay

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