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Spear-Schätze werden in Nürnberg zugänglich

 SAMMLUNG.  Spear war ein wohlklingender Name in der Spielewelt. Der deutsch-englische Spieleverlag existierte über 100 Jahre lang bis zur Liquidation 1997. Das Deutsche Spielearchiv in Nürnberg macht den Fundus zu Spear-Spielen ab Februar zugänglich.

 

Spear stand in Deutschland unter anderem für Scrabble. 1958 übernahm Spear die Lizenzrechte für Deutschland. Auch UNO erschien anfangs bei Spear unter Lizenz. Jago und vor allem Denk fix! (Bild rechts, später bei Jumbo) waren weitere sehr verbreitete Spiele des fränkischen Spieleverlags. Das markante Logo der Firma ist älteren Spielesemestern bis heute geläufig.

Viele Prototypen befanden sich in dem 1996 von Francis Spear gegründeten Spear’s Games Archive im englischen Hertfordshire. Das Archiv wurde im Juni 2017 aus Altersgründen von seinem Gründer dem Deutschen Spielearchiv übergeben. Die Sammlung Spear kann ab dem 6. Februar jeden Dienstag von 9 bis 13 Uhr und donnerstags von 13 bis 17 Uhr ohne Voranmeldung besucht werden. Darüber hinaus können werktags Gruppenführungen und Spielangebote gebucht werden, sowie Termine zur wissenschaftlichen Recherche vereinbart werden.

Der Kreis schließt sich

Es schließt sich somit ein Kreis, wie die turbulente Firmengeschichte von J.W. Spear & Söhne zeigt. Das Unternehmen selbst geht auf Jacob Wolf Spear (1832–1893) zurück, geboren als Jacob Wolf Spier, der bei seiner vorübergehenden Auswanderung nach Amerika seinen Namen anglisierte. Er gründete seine Firma 1879 in Fürth ein Import- und Exportgeschäft mit Kurzwaren, das als Ausgangspunkt der Spielefabrikation betrachtet werden kann. 1898 verlegten die Inhaber den Sitz ins benachbarte Nürnberg. 1930 wurde eine Tochtergesellschaft in Enfield, Großbritannien gegründet, 1938 kam es zur Zwangsarisierung des deutschen Firmenzweigs. Zwar wurde nach dem Zweiten Weltkrieg das Unternehmen wieder an die Familie zurückgegeben, Spear konnte allerdings nicht mehr an die großen Erfolge vor dem Krieg anschließen.

Nach weiteren Wirren, Auf und Abs wurde das Unternehmen 1994 von Mattel erworben, das den Mitbewerber Hasbro überboten hatte. Die Produktionsstätten in Enfield wurden geschlossen. In Nürnberg war die Produktion bereits Ende 1984 eingestellt worden.

 

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