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Spiel des Jahres: Die Empfehlungen 2018

 AUSZEICHNUNG.  Der Verein Spiel des Jahres gibt neben den Nominierungen für das Spiel des Jahres, das Kinderspiel des Jahres und das Kennerspiele des Jahres auch Empfehlungen für weitere Spiele. Hier jene für 2018. 

 

Wir haben die Empfehlungen nach Kategorien alphabetisch geordnet.

Empfehlungen in der Kategorie Spiel des Jahres:

  • 5-Minute Dungeon von Connor Reid bei Kosmos, 2 bis 5 Spieler ab 8 Jahre. Die Jury: "Ein Ad-Hoc-Völkerball-Turnier oder ein Hai mit sexy Beinen. In diesem Verlies warten ziemlich absurde Gefahren auf die Spieler. Doch um die Prüfungen lange zu hinterfragen, bleibt ihnen wenig Zeit. In nur fünf Minuten pro Level prügelt sich die Gruppe kooperativ durch eine Horde von Gegnern samt Endboss. Dazu werfen die Spielerals Paladin, Ninja & Co. Karten mit Kampfsymbolen in die Mitte, die zu der aktuellen Prüfung passen. Gespielt wird in einem hektischen Durcheinander, es geht drunter und drüber. Helfen die Symbolkarten einmal nicht weiter, bieten Sonderfähigkeiten und Aktionskarten taktische Möglichkeiten. Sind alle Prüfungen eines Levels geschafft, geht es fast ohne Verschnaufpause ab in den nächsten. Wiederholungen mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad fordern auch Profis lange heraus."

  • Facecards von Leo Colovini bei Ravensburger, Kartenspiel für 3 bis 7 Spieler ab 10 Jahre. Die Jury: „Menschen haben Gesichter. Tiere haben Gesichter. Und manchmal haben – zumindest in unserer Wahrnehmung – sogar alltägliche Gegenstände Gesichter. Das Phänomen, dass Menschen auch in Dingen und Mustern Gesichter erkennen, nennt man Pareidolie. Eine Eigenart, aus der mit „Facecards“ ein lustiges Kombinations-Spiel entwickelt wurde. Jeweils zwei Bildkarten, die sich in irgendeiner Form ähneln sollten, wählt jeder Spieler aus seiner Hand aus. Eine Karte legt er offen vor sich ab, die andere landet mit weiteren Karten der Mitspieler und zufälligen Störkarten in der Tischmitte. In einer Raterunde versuchen die Spieler dann reihum, die Paare der Mitspieler zu erkennen. Für Kategorie-übergreifende Kombinationen wie etwa Banker und Stubenfliege gibt es Extra-Punkte.“

  • Majesty von Marc André bei Hans im Glück, Sammelspiel für 2 bis 4 Spieler ab 7 Jahre. Die Jury: „Schön, wenn man andere für sich arbeiten lassen kann. So wie die Regenten im taktischen Kartenspiel "Majesty", die Personen aus einer schnell wechselnden Auslage anwerben, damit diese dann Geld für sie verdienen. Heuern die Gegner Soldaten an, hilft es, die Zahl der Wachen zu erhöhen. Oder die der Hexen, denn diese können verwundete Untertanen wieder heilen. Müllerinnen wirtschaften nur in die Tasche ihres Lehnsherrn, von Brauern und Wirten profitieren mitunter auch die Mitspieler. Und Adlige bringen per se Geld mit. Oft hängt das Einkommen einer Person von der Stärke anderer Arbeiter ab. Abgesehen vom sofortigen Nutzen einer Karte sollten die Herrscher einen Masterplan verfolgen. Denn nach zwölf Runden werden sowohl Mehrheiten in den einzelnen Gruppen als auch Vielfalt im Reich belohnt.“

  • Memoarrr! von Carlo Bortolini bei Edition Spielwiese/Pegasus; Merkspiel für 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahre. Die Jury: „Zum Klabautermann! Als Kapitän Goldfisch seine Schätze aus dem Versteck holt, spuckt der Vulkan mitten auf der Insel Lava. Jetzt aber schnell zum Schiff! Doch wo geht es lang? Beim Merkspiel "Memoarrr!" finden die Spieler den richtigen Weg, wenn sie im Raster eine Karte aufdecken, die entweder das gleiche Tier oder die gleiche Farbe wie die vom Vorgänger umgedrehte Karte zeigt. Wer einen Fehler macht, scheidet aus der Runde aus. Wer bis zuletzt übrig bleibt, erhält eine Schatzkiste. Zu Beginn des ersten Durchgangs sind die Informationen noch spärlich. Doch das Wissen nimmt stetig zu – oder sollte es zumindest. Denn die Karten bleiben für die nächste Runde an Ort und Stelle; sie werden jedoch wieder verdeckt. Nach sieben Durchgang zählt jeder die Rubine in seinen Schatzkisten.“

  • Santorini von Gordon Hamilton bei Spin Master; Bauspiel für 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahre. Die Jury: „Die griechische Insel Santorin ist bekannt für ihre weißen Häuser mit blauen Dächern. Im Taktikspiel "Santorini" wird diese Urlaubsidylle nachgebaut. Ein Hingucker! Auf einer Klippe thront der Spielplan, auf dem nach und nach Gebäude Etage für Etage wachsen. Dazu bewegen die Spieler jeweils eine ihrer beiden Figuren und müssen dann ein Haus auf einem der angrenzenden Felder um ein Stockwerk erhöhen. Erst kommt das Erdgeschoss, dann erste und zweite Etage und schließlich die blaue Kuppel. Ein Gebäude mit Dach darf nicht mehr betreten werden, ansonsten darf eine Figur maximal ein Level pro Zug nach oben gehen. Wer klettert zuerst auf eine zweite Etage? Santorini eignet sich vor allem für zwei Spieler und gewinnt an Abwechslung durch Götterkarten, die individuelle Fähigkeiten verleihen.“

  • Woodlands von Daniel Fehr bei Ravensburger, Lege- und Laufspiel für 2 bis 4 Spieler ab 10 Jahre. Die Jury: „Rotkäppchen möchte zur Großmutter und muss dem Wolf ausweichen. Robin Hood will dem Sheriff von Nottingham eins auswischen, König Artus die Tafelrunde erreichen und in Transsilvanien treibt Dracula sein Unwesen. Beim Legespiel "Woodlands" begegnen die Spieler den Charakteren aus vier unterschiedlichen Märchen oder Legenden. Für welche Geschichte sich die Spieler auch entscheiden: In jedem der aufeinander aufbauenden Kapitel müssen sie unter Zeitdruck Wegeplättchen so auf ihre Tafel legen, dass die Figuren über Wege im Wald zu den geforderten Punkten laufen können. Orientierung bietet jeweils eine zentral ausliegende Folie, auf der die relevanten Symbole aufgedruckt sind und die zur Auswertung auf die Wegenetze der Spieler gelegt wird. Wer passiert verbotene Orte? Wer erfüllt alle Aufgaben?“

Empfehlungen in der Kategorie Kennerspiel des Jahres:

  • Klong! von Paul Dennen bei Schwerkraft Verlag; Fantasyspiel für 2 bis 4 Spieler ab 12 Jahre. Die Jury: „Jeder kennt ihn: Den Tollpatsch, der in Abenteuerfilmen genau im falschen Moment und unter lautem Scheppern irgendwo gegen etwas rennt und damit die Aufmerksamkeit des Ungeheuers auf sich zieht. In "Klong!" sind die Spieler solche Tollpatsche. Es geht hinab in ein verzweigtes Verlies, in dem sagenhafte Schätze warten und ein grimmiger Drache wacht. Ihre Aktionen steuern die Spieler mit eigenen Kartensätzen, die im Laufe einer Partie mehrfach durchgespielt und mit neuen Karten verbessert werden. Da sich niemand gegen Stolper-Karten wehren kann, machen die Spieler bei der Schatzjagd unweigerlich Lärm, der immer mal wieder Drachenangriffe zur Folge hat. In diesen Momenten steigt die Spannung besonders an. Wer kann den wertvollsten Schatz bergen, ohne dem Herr des Hauses zum Opfer zu fallen?“

  • Pioneers von Emanuele Ornella bei Queen Games, Sammelspiel für 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahre. Die Jury: „Von der Ostküste aus besiedeln die Spieler Nordamerika. Dabei bauen sie ein Wegenetz auf, das auch die Mitspieler nutzen können – natürlich gegen Abgabe einer Gebühr. Wer am Zug ist, zieht die gemeinsame Postkutsche zu einer unbesetzten Siedlung, in der er im Anschluss einen passenden Pionier absetzt. Die Pioniere, darunter Goldgräber, Barkeeper und Händlerinnen, bringen dabei unterschiedliche Sondereffekte. Punkte erzielen die Spieler, indem sie alle Passagiere einer Kutsche im eigenen Vorrat zu ihren neuen Zielen bringen. Außerdem gilt es, die eigenen Pioniere so zu platzieren, dass am Spielende möglichst viele von ihnen über eigene Wege miteinander verbunden sind. Wer sowohl strategisch als auch taktisch den Überblick behält, kann hier in der Neuen Welt sein Glück finden.“

Empfehlungen in der Kategorie Kinderspiel des Jahres:

  • Die Legende des Wendigo von Christian Lemay bei Scorpion Masqué; Deduktionsspiel für 2 bis 6 Spieler ab 6 Jahre. Die Jury: „Ach, ist das schön schaurig, wenn man spätabends am Lagerfeuer sitzt und sich gruselige Geschichten erzählt. 32 Pfadfinder haben sich versammelt, dicke und dünne, Jungen und Mädchen, mit Hut oder Mütze. Ganz schön unterschiedlich sehen sie aus und ähneln einander doch ganz schön. Was sie nicht ahnen: Der fiese Wendigo ist längst unter ihnen, sieht aus wie sie, und nachts schnappt er sich ein Kind. Wird er rechtzeitig enttarnt? Jede Nacht schließen alle Pfadfinder ihre Augen. Der Wendigo-Spieler nimmt eines der anfangs 32 Pfadfinder-Plättchen und legt sein eigenes an dessen Stelle. Nur 45 Sekunden haben die Kinder Zeit, Ihn zu enttarnen, und dabei hilft ihnen einzig ihr Gedächtnis. Dieses originelle Merk- und Schau-genau-Spiel bietet Hochspannung und wohligen Grusel.“
  • Dino World von Flaminia Brasini, Virginio Gigli und Marco Pranzol bei Haba; Geschicklichkeitsspiel für 2 bis 4 Spieler ab 6 Jahre. Die Jury: „Fressen oder gefressen werden? Das ist die große Frage in diesem kleinen, feinen Urzeitabenteuer. Kaum hat sich der füllige Velociraptor genüsslich auf den zierlichen Archaeopteryx gestürzt, wird er von dem voluminösen Dilophosaurus geschnappt. Den allergrößten Appetit hat allerdings der gigantische T-Rex. Runde für Runde wählen die Spieler aus ihrem Set unterschiedlich großer Dinokarten eine aus, um diese dann möglichst geschickt von der hochkant aufgestellten Spielschachtel in Richtung bereits ausliegender Dinos zu schubsen. Agieren die Spieler mit List und Zielgenauigkeit, machen ihre Urzeittiere auch tatsächlich fette Beute. Denn nur, wer mit clever ausgesuchten Karten geradewegs auf kleineren Saurierkarten landet, hat in dem actionreichen Mitbringspiel am Ende den vollsten Dinomagen.“
  • Rhino Hero – Super Battle von Scott Frisco und Steven Strumpf bei Haba; Geschicklichkeitsspiel für 2 bis 4 Spieler ab 5 Jahre. Die Jury: „Das heldenhafte Nashorn Rhino Hero erklimmt im Wettlauf mit seinen tierischen Freunden einen wankenden Wolkenkratzer, der so standfest ist wie ein Kartenhaus. Solch eines errichten alle Spieler gemeinsam aus verschiedenen Wänden und Böden. Jeder verbaute Zwischenboden gibt vor, wie und welche nächsten Karten daraufgestellt werden müssen. Wie viele Stockwerke die Helden danach nach oben klettern dürfen, entscheidet das Würfelglück. Trifft man dabei auf einen Konkurrenten, kommt es zu einem spannenden Würfel-Duell. Dieses entscheidet darüber, für wen es weiter gen Himmel oder gnadenlos abwärts geht – all das freilich, ohne dass das Haus zusammenbricht. Um aus diesem ungewöhnlichen, liebevoll illustrierten Stapelspiel als Himmelsstürmer hervorzugehen, sind Geschick und Würfelglück gefragt.“

  • SOS Dino von Ludovic Maublanc und Théo Rivière bei Loki; Sammelspiel für 1 bis 4 Spieler ab 7 Jahre. Die Jury: „Panik im Dinosaurierland: Gleichzeitig brechen alle vier Vulkane aus, und Lava bahnt sich ihren Weg. Schnell müssen die Minisaurier Marie, Freddy, Nessie und Louis in die Berge flüchten und auf dem Weg dorthin noch ein paar Dinoeier retten. Glück und Verstand sind bei diesem kooperativen Laufspiel gefragt: Glück, wenn die Kinder zu Beginn ihres Zuges Plättchen nachziehen, die stets einen Lavastrom verlängern, ihnen aber auch erlauben, die Dinos an allen Hindernissen vorbei zu bewegen. Verstand, weil genau überlegt und abgesprochen werden muss, wer welche Figur wie zieht und wie man die Lavaplättchen legt, ohne dass sich Sackgassen bilden. Das zusammen mit der reizenden Ausstattung samt drolligen Saurierminiaturen ergibt ein Urzeit-Abenteuer, dem sich kein Dino-Fan entziehen kann.“

  • Speed Colors von Erwan Morin bei Game Factory. Die Jury: „Merken, Malen, Punkten – Spielmaterial: sechs farbige Filzstifte mit Putzschwamm und 55 Bildkarten. Auf abwaschbaren Karten sollen die Spieler auf Zeit schwarz-weiße Motive bunt ausmalen. Dabei ist die Farbwahl auf der Kartenrückseite genau zu beachten. Alle Motive bestehen aus genau sechs unterschiedlichen Farben. Deren exakte Position gilt es sich zunächst gut einzuprägen, um dann das entsprechende Schwarz-Weiß-Bild auf der Vorderseite so schnell und so sorgfältig wie möglich auszumalen. Doch wo schwebte nochmal der rote Luftballon in der Traube? War der gelbe Ballon oben oder unten? Zu allem Übel können alle Spieler nur insgesamt sechs Stifte nutzen. Wer hier nicht rechtzeitig nach einer Farbe greift, verliert wertvolle Sekunden in diesem ungewöhnlichen, schnellen Merk-Malspiel.“

 

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