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Spielwiese-Test 1333: Chili Dice

Rot ist gut …

Es gab und gibt unzählige Kniffel- und Yatzy-Varianten. Zwei Details machen die Amigo-Neuheit Chili Dice besonders.

 

Nr. 1333: Chili Dice | Spielwiese-Code  |  | E | 8 |  |


2020: Amigo

 Was ist's? 
  • Würfelspiel für 1 bis 4 Spieler ab 8 Jahre
  • Autor: Andy Daniel
  • Grafik: Barbara Spelger
  • Spieldauer: 20-30 Minuten
  • Verlag: Amigo
  • ca.-Preis: 13,– €

 Für wen?  

  • Würfler

 Was braucht's?  

  • Würfelglück und Chancenmanagement
 

 

 
  Jeder Würfel hat eine rote Seite. Sie bringt's bei zahlreichen Wertungen.

Bild: Amigo

   

 Die gute Nachricht  

Die roten Würfelseiten bringen tatsächlich neuen Pep in das bewährte Spielprinzip

 Die schlechte Nachricht  

Eigentlich keine.


 Rein ins Spiel!  

Wir setzen mal voraus, dass so gut wie jeder weiß wie Kniffel, Yatzy bzw. einfach Würfelpoker genannt funktioniert. Bei praktisch allen diesen Würfelspielen ist es so, zumindest als "Hausregel", dass jeder Spieler durch zweimaliges Nachwürfeln sein Ergebnis verbessern kann. Nun, bei Chili Dice darf man so oft würfeln, wie man will. Das ist die erste Besonderheit. Jeder Spieler hat ein Gesamtkontingent von 30 Würfen. Jeder Wurf wird auf dem beigelegten Wertungsblatt abgestrichen. Bleiben nach zehn Runden – in jeder muss man sein Ergebnis in einer von zehn verschiedenen Rubriken eintragen – noch Würfe übrig, gibt es dafür jeweils 5 Punkte. Das kann sich läppern. Und spielentscheidend sein.

Allerdings: 30 mögliche Würfe geteilt durch zehn Runden macht nach Adam Riese drei Würfe pro Runde. Es kommt also auf den ersten Blick aufs Gleiche heraus, aber nicht ganz. Um eine besonders „fette“ Einzelwertung (6er, 5er, Straße etc.) zu erzielen, kann es sich schon lohnen, dafür mehr als die drei üblichen Wurfversuche zu investieren. Doch belohnt wird man bei Chili Dice durch diese Zusatzpunkte für nicht genutzte Würfe eigentlich dann, wenn schon der erste oder zweite Wurf gelingt. Dafür kann man nichts, so gesehen wird man fürs Glück belohnt. Die Sache mit dem Gesamtkontingent ist trotzdem eine spannende Angelegenheit.

Der entscheidendere Unterschied sind jedoch die Würfel. Jeder der sechs Würfel zeigt einen Augenwert in Rot. Rot ist gut. Will man Zahlen eintragen (1 bis 6), wird deren Summe nämlich verdoppelt, wenn eine der Seiten rot zeigt. Auch nicht zu verachten ist, wenn man auf die Einzelwertung „Rot“ aus ist: Jede rote Würfelseite zählt dann 10 Punkte. Oder: Bei der Straße (es gibt nur die große von 1 bis 6), die als addierte Augenzahlen 21 Punkte bringt, lassen sich diese 21 Punkte auch wahlweise auf einen noch nicht genutzten Zahlenwert gutschreiben, der in rot gefallen ist. Gerade bei niedrigen Augenzahlen kann das eine gute Alternative sein. Ist die gesamte große Straße in Rot eingefärbt, was Amigo einen „scharfen Chili“ nennt, kommen bei "Rot" sogar 100 Punkte aufs Konto oder können wahlweise 50 Punkte in der Position Straße eingetragen werden.

Bei der ersten Partie sind die unterschiedlichen Möglichkeiten noch etwas verwirrend, aber schon bei der zweiten hat man das Potenzial erkannt, bei Chili Dice seine Würfe zu optimieren.

 

 

 Nochmals spielen?  

Durchaus.

 Rund ums Spiel  

Das Rezensionsexemplar wurde von Amigo zur Verfügung gestellt

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