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Spielwiese-Test 1335: Wordsmith

Man soll die Buchstaben so lange schmieden, so lange sie heiß sind

Die Macher von Wordsmith haben unsere Buchstaben in Einzelteile zerlegt. Mit vier Formen lässt sich jeder Buchstabe unseres Alphabets bilden. Das sollen hier auch die Spieler tun und damit möglichst punktabringende Wörter „schmieden“.

 

Nr. 1335: Wordsmith | Spielwiese-Code  |  | E | 10 |  |


2019: Heidelbär Games

 Was ist's? 
  • Wörterspiel für 1 bis 4 Spieler ab 10 Jahre
  • Autor: Bill Eberle, Greg Olotka, Peter Olotka
  • Grafik: Annika Brüning
  • Spieldauer: 30 Minuten
  • Verlag: Heidelbär Games
  • ca.-Preis: 30,– €

 Für wen?  

  • Spieler mit Affinität zu Wörterspielen

 Was braucht's?  

  • Wortschatz
 

 

 
  Auf jeder Schachtelseite: Wie bei Wordsmith die einzelnen Buchstaben zusammengesetzt werden.
 
  Praktisch: Das Schachtelinlet dient als Vorrat und Rückgabestation.

Bilder: Heidelbär

   

 Die gute Nachricht  

Originelle Abwechslung für Scrabble-und-Co-Spieler

 Die schlechte Nachricht  

Nichts für Wörterspiel-Hasser und Plastik-Allergiker


 Rein ins Spiel!  

Hier sind die Spieler Wortschmiede, wie schon der Titel auffordert. „Geschmiedet“ werden Wörter aus Plastikteilen in vier Farben: geraden langen roten Teilen, geraden kurzen gelben, kurzen grünen und langen blauen Kurven. Damit lässt sich jeder Buchstabe des Alphabets bilden. Wie genau, das hat man ständig im Blick auf die Spielschachtel in der Tischmitte: Auf allen Seitenwänden ist das Wordsmith-Alphabet abgebildet. Eine einfache und sehr gute Idee!

Was zu tun ist, ist schnell erklärt. Vier Würfel geben vor, welche – identischen – Buchstabenteile alle Spieler zum Start erhalten. Die Würfel werden zwei Mal geworfen, also hat jeder zu Beginn acht gleiche Teile. (Kleine Lücke in der Spielanleitung: Würfel mit Joker, die zu Beginn gewürfelt werden, so lange noch einmal werfen, bis eine der vier Farben kommt. Denn die beiden Joker-Seiten würden erlauben, dass sich jeder ein beliebiges Teil nimmt).

Aus ihren Teilen bilden die Spieler nun Wörter. Für jeden Buchstaben eines Wortes gibt es am Ende einen Punkt. Längere Wörter bringen also mehr Punkte, aber dazu gleich später. Jeder Spieler kann jederzeit einen Würfel werfen und sich damit ein zusätzliches Teil aus dem Vorrat holen. Aber: Teile, die übrig bleiben, wenn man seinen Mitspielern ein (gültiges) Wort gezeigt hat, kommen in den allgemeinen Vorrat zurück. Und für jedes Teil wird auf der Bonusleiste des Wertungszettels ein Feld abgestrichen! Die ersten sechs Rückgaben von Teilen sind quasi gratis, alle folgenden schmälern die Bonuspunkte für die Abrechnung.

Hat man ein Wort „geschmiedet“ (und übrige Teile zurückgegeben), bildet man mit den vorhandenen und ggf. neu erwürfelten Teilen ein neues Wort. So geht’s weiter, bis der erste Spieler, der sechs Wörter gebildet hat, eine Runde Wordsmith beendet.

Gut ist, dass alle Spieler die gleichen Startvoraussetzungen haben und alle gleichzeitig spielen. Für sich – Interaktivität ist hier keine. Aber, zumindest unmittelbar nach Ausgangsposition, ein direktes Kräftemessen. Es kann überraschen, zu welchen unterschiedlichen Wörtern die einzelnen Spieler mit demselben Material kommen!

Dass es Menschen gibt, die dafür wenig Fantasie aufbringen, gehört auf die Manko-Seite von Wordsmith: Wer Wörterspiele (aus welchen Gründen auch immer) nicht mag, wird sich auch von Wordsmith nicht überzeugen lassen.

Generell lässt das Spiel zwei Taktiken zu. Entweder lange Wörter finden, die mehr Punkte bringen, oder schnell viele, eher kurze Wörter finden und die Runde beenden. Die schnelle Taktik ist unserer Meinung nach die zielführendere. In Abwandlung eines Sprichworts: Man soll die Buchstaben so lange schmieden, so lange sie heiß sind.

Zum Schluss noch ein Wort zum Spielmaterial. Natürlich kann es manchmal nerven, wenn man die (ziemlich flachen) Teile nicht sofort vom Tisch hochbekommt. Und natürlich ist es viel Plastik. Das hat schlicht Kostengründe. Teile in lackiertem Holz wären für rund 30 Euro UVP nicht realisierbar. Doch mit dem Plastik-Inlet der Schachtel, das fürs Würfeln, als Vorrat und Ablage alle nötigen Funktionen perfekt erfüllt, stimmt das Gesamtpaket wiederum.

PS.:

Die Buchstabenteile werden vom Verlag übrigens auch für ein zweites Spiel verwendet. Auch bei Decipher geht es ums Wörterbilden, allerdings ist das Spielziel ein Wort vorzugeben, das andere erraten sollen. Mehr dazu im eigenen Spielwiese-Test.

 

 

 Nochmals spielen?  

Wie erwähnt: Sinn und Spaß macht’s nur unter Fans von Wörterspielen.

 Rund ums Spiel  

Das Rezensionsexemplar wurde von Heidelbär Games zur Verfügung gestellt

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