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Onlineshops: Rauf und runter mit den Preisen

PREISVERGLEICH.  Auch im Vergleich zur Vorwoche ist das Preisgefüge für Spiele wieder sehr beweglich. Von 15 ausgewählten Brett- und Kartenspielen ist der durchschnittliche Preis gefallen, bei den anderen gestiegen. Es ist, schon wegen der Lieferzeit, noch ein guter Zeitpunkt für ein neues Spiel, das unterm Christbaum liegen soll. Wie schon in den Vorwochen bilden wir die wichtigsten Ergebnisse der Preiserhebung in einer übersichtlichen Matrix ab.

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Die wichtigsten Ergebnisse dieser Woche

  • Amazon bleibt der Weltmeister der Preisveränderungen. Von der Strategie immer der Billigste zu sein, hat sich der Internetkonzern jedoch schon längst veabschiedet. Das ist auch schön auf einen Blick auf unsere aktualisierte Matrix zu sehen. An vielen Stellen sind die grünen Felder für den besten Preis bei anderen Anbietern.
  • Umgekehrt: Nirgendwo leuchtet es nach wie vor so rot wie bei Weltbild. Und wenn man, wie zum Beispiel beim Spiel des Jahres 2019 Just one ohnehin schon seit Wochen den mit Abstand höchsten Preis verlangt, könnte man annehmen, damit ist es auch genug. Fehlanzeige! Diese Wochen wurden noch einmal 8 Euro draufgeschlagen, obwohl schon bisher das Spiel anderswo um fast die Hälfte billiger zu erstehen war. Diese Woche beträgt die Differenz vom Weltbild-Preis zum Bestbieter 21 Euro!
  • Und auch das stimmt nachdenklich: Mehrere Spiele, für die in der Vorwoche der Preis hinaufgesetzt worden war, sind bei den jeweiligen Anbietern nicht mehr zu haben. Ein Schelm, wer sich Böses dabei denkt.
  • Insgesamt aber kommt langsam der Torschluss-Effekt zum Tragen, wie wir ihn aus den Vorjahren kennen, allerdings um ein, zwei Wochen zeitverzögert. Der Durchschnittspreis ist im Vergleich zur Vorwoche bei neun von 15 Spielen unserer Auswahl *) leicht gesunken, bei sechs Spielen allerdings gleichzeitig gestiegen.

Wir rechnen damit, dass die Preise in den nächsten acht Tagen anziehen. Es bleibt also noch ein verhältnismäßig guter Zeitpunkt, sich ein neues Spiel zu kaufen. Wobei wir an dieser Stelle wieder daran erinnern, – aus verschiedenen Gründen – den stationären Einzelhandel nicht zu vergessen.

Mangelhafte Benutzerfreundlichkeit

Andererseits machen es einem auch lange nicht alle Onlinehändler leicht, schnell und transparent Preise zu vergleichen oder auch nur zu checken. Beispielhaft nur zwei Ärgerlichkeiten. Sucht man auf vedes.at nach dem Kennerspiel des Jahres Die Crew, kommt als Verkaufspreis 14,99 Euro. Allerdings ist darunter  widersprüchlich sowohl "sofort verfügbar" als auch "aktuell nicht lieferbar" zu lesen. Was jetzt? Klickt man auf das Produkt, kommen ganz andere Preise zustande, die bei 9,99 Euro beginnen, also 5 Euro günstiger als der "Ausrufungspreis". Hintergrund: Die Vedes-Website verweist – auch – auf einzelne Händler des Vedes-Verbandes. Warum welcher Preis aufs Erste angezeigt wird, warum andere Angebote von Mitgliedsbetrieben nicht, das ist für Otto Normalkunde nicht nachvollziehbar. Einen langen Geduldsfaden und viel Spürsinn braucht, wer bei Di-Life nach Spielen sucht. Oft sind Spiele erst durch zusätzliche Angaben, wie Hersteller oder Vertrieb zu finden, auch die Voreinstellung nach Kategorien oder die "erweiterte Suche" ist selten zielführend. Zahlreiche Websites leiden an mangelnder Usability, wie Benutzerkomfort neudeutsch genannt wird. Die von Di-Life ist allerdings besonders umständlich.

Ergebnisse übersichtlich in einer Matrix

Wie schon in den Vorwochen stellt spielwiese.at die Ergebnisse übersichtlich in einer Matrix dar. Einfach ist zum Beispiel zu erkennen und zu vergleichen, welcher Online-Anbieter welches Spiel (noch) im Sortiment hat, für welches Spiel er der Billigstbieter ist oder der teuerste. Die Pfeile zeigen an, ob im Vergleich zur Vorwoche die Preise erhöht oder reduziert wurden.

Tipp

Wie du im Internet am besten und sichersten dein Spiel zum günstigsten Preis findest, haben wir unter Online-Shops: 16 Tipps für Suche und Spielekauf zusammengefasst.

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*) DIESE Auswahl wurde für 2020 getroffen

Für den Preisvergleich hat spielwiese.at neben den drei aktuellen Preisträgern der Jury Spiel des Jahres sowie den letztjährigen Preisträgern eine Mischung aus weiteren aktuellen Spielen sowie Longsellern, aus Kinder- und Familienspielen, aus Karten-und Brettspielen, aus relativ günstigen und relativ teuren Spielen ausgewählt. Geachtet wurde aber auch darauf, dass nicht nur Spiele enthalten sind, die "überall" zu haben sind, sondern auch welche etwas abseits des Mainstreams. Alphabetisch: Blöde KuhColor BrainDer KartographDie Crew, Escape Room – Das SpielFairy Trails, Flügelschlag, Funkelschatz, Just one, Pictures, Slimy JoeSmart 10Speedy RollSpicyWizard • Erhoben werden der reine Verkaufspreis eines Spiels im Internet. Versandkosten bleiben unberücksichtigt, da sie von zu vielen individuellen Faktoren abhängen. • Die Preiserhebung wird jeweils am selben Tag innerhalb einer Stunde über denselben Rechner und Browser durchgeführt: Am 16.11.2020, 23.11.2020, 1.12.2020, 7.12.2020, 14.12.2020 • Die ausgewählten Shops (alphabetisch): aloiswild.com, amazon.at, di-life.at, dreamland.at, gameware.at, interspar.at, kastner-oehler.at, mueller.at, muki-toys.com, mylemon.at, shöpping.at, smythtoys.com/at, spielbrett.biz, spielzeugmarkt-gungl.at, spiel-und-modellbau.com, Thalia.at, universal.at, vedes.at, weltbild.at. • Alle Angaben ohne Gewähr

Bild: Pixabay


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