• 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9

Hier wird gespielt

1 Feb
72. Spielwarenmesse Nürnberg
1.2.2023 - 5.2.2023
28 Apr
Spiel doch! in Dortmund
28.4.2023 - 30.4.2023
2 Jun
Spiel doch! am Bodensee
2.6.2023 - 4.6.2023

Login

Spielwiese-Test 674: Der Herr der Ringe

… Der Herr des Zufalls

Die Versuchung ist natürlich groß: Ein Spiel rund um das Kultthema "Der Herr der Ringe" zu schaffen. Geglückt?

Das Spiel ist auf mehrere Spielpläne verteilt, die nacheinander durchgespielt werden.

 

 Mit Spannung erwartet, von vielen Spielern geliebt. Von – auch nicht wenigen – unverstanden oder auch strikt abgelehnt: Das Brettspiel Der Herr der Ringe (HdR).
 

  • Geliebt: Die mystische Welt des J.R.R. Tolkien (siehe Kasten) sei wunderbar umgesetzt, mit all den Fährnissen zwischen Gut und Böse, die ein kleiner Hobbit zu durchstehen hat.
  • Unverstanden: Wer kein wahrer Tolkien- oder Fantasy-Fan ist, tut sich schwer. Wem das Thema wurscht ist, hat seine Probleme mit dem Einstieg ins Spiel. Nichts für Leute, die mal so auf die Schnelle ein Spiel ausprobieren möchten.
  • Abgelehnt: Auch kein Wunder, denn man rackert sich auf jeden Fall deutlich mehr als eine Stunde durch das Spiel (wenn einen der böse Sauron nicht schon vorher killt), um schließlich die Würfel entscheiden zu lassen, ob man gewinnt oder vielleicht doch noch verliert. Kann es das sein?

 


John Ronald Revel Tolkien, 1892 als britischer Staatsbürger in Birmingham in Südafrika geboren und 1973 in Bournemouth gestorben, löste Mitte der 50er-Jahre in seiner Heimat und mit der deutschen Erstausgabe von "Der Herr der Ringe" 1969/70 auch hierzulande eine wahre Modewelle der Fantasy-Literatur aus.
Seine mythenschweren Geschichten inspirierten wie kaum ein anderer Schriftsteller Illustratoren auf der ganzen Welt. Um die Jahrtausendwende wurde "Der Herr der Ringe" zum zweiten Mal verfilmt. 

Die Liste der Tolkien-Spiele ist wesentlich länger. 1994 erschienen bei Queens Die großen Abenteuer des kleinen Hobbits, bei Kosmos beriefen sich schon 2000 zwei Spiele auf HdR, bei Ravensbur­ger gab es ein HdR-Kartenspiel. MB verlegte vor geraumer Zeit in den USA sogar ein Memoryspiel zum Thema. Breit ist die Palette an Rollen- und Computerspielen.

Der Herr der Ringe ist für das erwachsene Publikum sehr ungewohnt ein kooperatives Spiel. Die Spieler müssen zusammenarbeiten! Denn auf der Leiste, auf der sich die Figuren der Spieler von der einen Richtung aus in Gang setzen, kommt – von der anderen – der böse Sauron. Wenn Sauron auf einen Spieler trifft, ist dieser mausetot. Damit sind alle übrig gebliebenen Spieler automatisch geschwächt. Zur gemeinsamen Abwehr des Herrn der Finsternis muss ihm auf verschiedenen Feldern Paroli geboten werden. Und das ist verdammt schwer!

Vieles zu beachten

Da gibt es eine Menge Dinge zu beachten, weil das Spiel gleichzeitig auf mehreren Ebenen abläuft. Auf den Abenteuerspielplänen (es gibt vier, die nacheinander durchgespielt werden) gibt es eine, sagen wir: Reihe allgemeiner Felder, die durchschritten werden müssen, Aktionsleisten und so genannte Ereignistafeln. Klingt kompliziert, ist es auch, und kann in der ganzen Bandbreite von Möglichkeiten und Auswirkungen hier gar nicht beschrieben werden. Der Herr der Ringe ist ein Spiel mit scheinbar unendlich vielen Ereignisfeldern.

Diese Felder (Ereignistafel) haben Text, der vor dem Spiel bzw. vor den nächsten Zügen genau studiert werden sollte. Die Texte sind nicht lang, aber man muss wissen, was zumindest als nächste und übernächste Gefahr droht. Denn dagegen müssen sich die Spieler gemeinsam mit einer Vielfalt an Spielmaterial wappnen.

Wie schon eingangs erwähnt: Das Spiel ist nicht Jedermanns Sache. Der Ablauf ist aufwändig und durchkalkuliert. Und doch kann Würfelglück oder eben -pech am Ende die ganze Anstrengung ad absurdum führen. Schade. Und auch ärgerlich.



 


 Nr. 674: Der Herr der Ringe


2020: Kosmos

2011: Kosmos

2000: Kosmos

  • Kooperationsspiel für 2 bis 6 Spieler ab 12 Jahre
  • ca.-Preis: € 30,–
  • Verlag: Kosmos
  • Autor: Reiner Knizia
  • Zielgruppe: Erwachsene, Fantasy- und Tolkienfans
  • Spieldauer: Absolutes Minimum 60 Minuten
  • Spielmaterial und Schachtel: Üppig und "original", weil vom Tolkien-Illustrator John Howe
  • Spielanleitung: unübersichtlich und verwirrend. Kalkulieren Sie beim ersten Mal eine Stunde fürs Lesen und Kapieren ein!
  • Anspruch: Man muss einiges an Spielerfahrung haben, um klar zu kommen und auch mehrere Partien gespielt haben, um eine Chance zu haben
  • Spielreiz: man liebt das Spiel oder nicht. Dazwischen gibt es nichts
  • Glücksanteil: zwischendurch okay, aber im Finale viel zu hoch!

 -Service:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Premium-Leser erhalten sie kostenlos bei uns)

Auszeichnungen

  • Sonderpreis Literatur im Spiel der Jury Spiel des Jahres

Rund ums Spiel

  • der Verlag setzte eine Reihe von Erweiterungen nach - Die Gefährten (2001), Die Feinde (2001), Die zwei Türme (2002), Sauron (2002), Die Rückkehr des Königs (2003) - die Zwei-Personenspiele Die Suche (2001), Die Entscheidung (2002), Das Duell (2002), außerdem ein Der Herr der Ringe - Das Meisterquiz (2003), ein Der Herr der Ringe - Das Kinderspiel (2003) und eine Juniorversion Der kleine Hobbit (2001)
  • Auch andere Verlage sprangen auf den Zug der Hollywood-Verfilmungen auf und boten/bieten diverse Brettspiele an

Spielwiese-Code: | ●●●●● | F | 12 | !!!!!! |


 

Selbstverständlich erfüllt diese Website die Pflicht zum Hinweis auf den Einsatz von Cookies. Durch Cookies können Internetseiten nutzerfreundlicher, effektiv und sicherer gemacht werden. Durch die Nutzung dieser Website erklärst du dich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. .