Spielwiese-Test 1304: Monsterbande

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Ungeheuerlicher Sucherfolg

Titel und Gestaltung können irreleiten: Monsterbande ist kein Kinderkram, sondern ein höchst vergnügliches Familienspiel.

 

Nr. 1304: Monsterbande | Spielwiese-Code  |  | E | 8 |  |


2018: Drei Hasen in der Abendsonne

 Was ist's? 
  • Suchspiel für 2 bis 8 Spieler ab 8 Jahre
  • Autor: Florian Biege
  • Grafik: Florian Biege
  • Spieldauer: 30 Minuten
  • Verlag: Drei Hasen in der Abendsonne
  • ca.-Preis: 20,– €

 Für wen?  

  • Groß und Klein, auch für mittlere (Erwachsenen-)Runden

 Was braucht's?  

  • Beschreibungstalent auf der einen, ein schnelles Auge auf der anderen Seite
 

 

 
  Viele Monster, viele ähnliche Merkmale. Nach dem Prinzip des Klassikers Tabu muss das Team herausfinden, welches Monster nun konkret gesucht wird. Großartige Illustrationen, großer Spaß!

Bild: Drei Hasen in der Abendsonne

   

 Die gute Nachricht  

Eine simple Idee, Gestaltung ist erfrischend anders zieht

 Die schlechte Nachricht  

Es gibt keine.


 Rein ins Spiel!  

Memory? Kann damit auch gespielt werden, wenn man will. Tatsächlich ist Monsterbande ein Suchspiel. Gespielt wird in Teams. Jeweils ein anderes Teammitglied pro Runde nimmt eines der verdeckten Monsterplättchen in die Hand und beginnt zu beschreiben, was dieses Monster auszeichnet. "Viele Zähne", zum Beispiel. Und dass das Monster einen schwarzen Zylinder trägt. Außerdem ist es blau … Die anderen Teammitglieder müssen nun das identische Monster finden. Zu Beginn liegen alle 54 unterschiedliche Monsterplättchen offen auf dem Tisch.

Wenn aber Zähne nicht gesagt werden darf …? Monsterbande hat nämlich das Tabu-Prinzip. Zwei Symbolwürfel werden geworfen, wodurch bestimmte Merkmale nicht genannt werden dürfen. Zum Beispiel eben Zähne. Oder es darf die Farbe nicht genannt werden, oder Anzahl, worunter nicht nur alle konkreten Mengen, wie "vier Beine", fallen, sondern auch Umschreibungen wie viele, wenige.

Das gegnerische Team überwacht das Ganze und schreitet ein, sollte ein Tabu-Wort fallen. Es beäugt auch die Sanduhr. 60 Sekunden hat ein Team jeweils Zeit, neue Monsterpärchen ausfindig zu machen. Vier, fünf Pärchen pro 60 Sekunden sind durchaus machbar. Vor allem gegen Schluss, wenn sich der Tisch lichtet und die Auswahl kleiner wird. Denn ein entdecktes Monster wird vom Tisch genommen und kommt zusammen mit dem Monsterplättchen, das Ausgangspunkt der Suche war, auf einen Stapel. Wessen Pärchen-Turm am Ende höher ist, hat gewonnen.

Es empfiehlt sich unbedingt, gefundene Pärchen nicht sofort auf den Stapel zu legen, sondern zuerst einmal zur Seite zu legen und, bevor das andere Team wieder an die Reihe kommt, noch einmal zu kontrollieren. Viele Monster ähneln sich und in der Hektik wird doch ein Pärchen, das keines ist, eingesackt. Im Trubel übersehen das manchmal auch die Argusaugen der Gegner.

In der Spielanleitung finden wir den seltenen Fall, dass ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass Hausregeln völlig okay sind. Warum? Die meisten Würfelsymbole, wie etwa „Beine und Füße“ oder „Hörner und Ohren“ lassen keinen Spielraum zu, doch speziell „Farbe“ oder auch „Anzahl“ erweisen sich als echte Handicaps, lassen sich jedoch trotz Tabus findig umschiffen. Als das gesuchte Monster nicht mit „6 Zähne“ oder „sehr viele Zähne“ beschrieben werden durfte, weil das Würfelsymbol „Anzahl“ das verbot, half ein Testspieler mit „Zähne, Zähne, Zähne, Zähne, …!“ seinem Team auf die Sprünge. Hier muss die Gruppe entscheiden, ob das in Ordnung geht und dann natürlich für alle kommenden Runden und alle Teams gilt. Oder, beim Tabu „Farbe“: Hier wich eine Testrunde auf „hell“ für die gelben, „mittel“ für die roten und „dunkel“ für die blauen Monster aus.

Monsterbande wird auf den ersten Blick als Kinderspiel eingeordnet. Damit liegt man falsch. Es ist es ein waschechtes Familienspiel. Und zuletzt hatten wir es in einer reinen Erwachsenenrunde gespielt. Das hat riesigen Spaß gemacht, wie sich gestandene Männer und Frauen bei den hektischen Beschreibungsversuchen ins Zeug legten!

 

 Nochmals spielen?  

Auf jeden Fall!

 Rund ums Spiel  
  • Spielanleitung zum Herunterladen
  • Bei diesem Spiel trat der seltene Fall ein, dass ein bis dato völlig unbekannter Autor nicht nur die ausgereifte Idee dem Verlag vorstellte, sondern auch die Illustrationen übernommen werden konnten.

Das Rezensionsexemplar wurde von Drei Hasen in der Abendsonne zur Verfügung gestellt

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