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Spielwiese-Test 600: Labyrinth – Das Kartenspiel

Anlege-Tipps für Bewährtes

Das ver-rückte Labyrinth zählt seit Jahren zu den meistverkauften Spielen. Zur recht. Der deutsche Professor Max Kobbert hatte dafür eine geniale wie auch einfache Idee. An diesen Erfolg will Ravensburger mit einer Ka­rtenspiel-Version an­knüpfen.

Aus Spielwiese 56 (2000)

 

 

Wer eine Karte mit Schatzsymbol anlegt, darf die mit dem gleichen nehmen.

Foto: Ravensburger

 Version ist übertrieben. Das Spiel hat zwar gemeinsame Elemente mit dem großen Vorbild, doch der eigentliche Clou des Brettspiels – das Verschieben ganzer Reihen – fehlt hier. Das ist aber auch gut so, sonst wäre das Spiel ja nichts als ein weiterer Abklatsch wie Junior Labyrinth, Labyrinth der Meister oder Labyrinth der Ringe (siehe Spielwiese 13, 33 und 49). Nein, das Kartenspiel ist ein eigenständiges Spiel.

Ein Legespiel, um genau zu sein, und als solches nicht einmal besonders originell. Die 48 Kärtchen werden gut gemischt, die ersten vier beliebig zu einem Quadrat in der Tischmitte ausgelegt. Zwei Kärtchen bekommt nun jeder Spieler auf die Hand, der Rest wird als verdeckter Stapel in Griffweite gelegt.

Wer an der Reihe ist, legt eines seiner beiden Kärtchen an ein bereits liegendes an. Dabei muss mindestens ein Weg, der von diesem Kärtchen wegführt, auf dem künftigen Nachbarkärtchen eine Wegverbindung bilden. Ziel ist es auch in der Kartenversion Verbindungen zu Schätzen zu schaffen und diese zu heben. Vorgaben gibt es hier keine, sondern man nimmt einen Schatz, dessen Symbol sich auch auf dem soeben hinzu gelegten Kärtchen befindet. Das neue Kärtchen bliebt liegen, das andere oder die anderen dürfen genommen werden und zählen am Ende Punkte.

Einschränkung: Nach dem Entnehmen eines oder mehrerer Kärtchen muss das Gebilde am Tisch noch Zusammenhalt haben, sprich: jedes Kärtchen muss auf mindestens einer Seite an ein anderes grenzen. Sieger ist, wer die meisten Kärtchen hat.

Die Spielregel ist nicht sonderlich geglückt, auch überrascht, dass Ravensburger für das beidseitig bedruckte A5-Blatt eine billige Schwarz-weiß-Lösung wählte. Man fragt sich, ob denn sonderliches Vertrauen in das Spiel besteht. Am Preis wird die Kaufentscheidung nicht scheitern, Labyrinth - Das Kartenspiel gibt es in der günstigen Mitbringschachtel.

Gerade weil das Kartenspiel aber anders ist als das Brettspiel, wird man angenehm überrascht. Es ist ein ideales Familienspiel, will heißen: hier können auch Siebenjährige ohne Frustgefahr mitmachen. Es ist aber auch ein kurzweiliges Spiel für den faden Abend im Urlaub, es unterhält erwiesenermaßen auch Erwachsene an einem winzigen Tisch im Gang einer türkischen Urlauberbettenburg. Im Reisgepäck fällt es nicht ins Gewicht.

Bis zu einer Stunde kann man sich damit verweilen, denn trotz Kartenglücks (man ergänzt nach jedem Zug wieder auf zwei Kärtchen vom Nachziehstapel) können die Partien erstaunlich spannend sein.


 

 Nr. 600: Labyrinth – Das Kartenspiel

 

Spielwiese-Code  |   | E | 7 |

2000: Ravensburger

  • Legespiel für 2 bis 6 Spieler ab 7 Jahre
  • Autor: Max J. Kobbert
  • Verlag: Ravensburger
  • ca.-Preis: 8,– €

   Themen: Schatzsuche, Labyrinthe

      Preis-Leistungsverhältnis   
      Spielmaterial 
      Wiederspielreiz        
      Anspruch
  
   Glücksanteil        

  • Zielgruppe: Familien, Fans von Das ver-rückte Labyrinth
  • Wer vom Kartenspiel genau das Gleiche erwartet, ist auf dem Holzweg. Wege spielen auch hier die zentrale Rolle, aber sie lassen sich nicht verschieben. Sie müssen durch Anlegen von Karten so verlängert werden, dass Schatzsymbole auf der neuen Karte und auf einer liegenden identisch sind.
  • Spielreiz: durchschnittlich
  • Spielmaterial: gut
  • Glücksanteil: hoch

 -Service:

Spielanleitung zum Herunterladen

Auszeichnungen

  • spiel gut


 

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