Videospiele rücken nach Jahren des Schattendaseins wieder stärker ins Visier privater Investoren. Eine technologische Runderneuerung des Sektors, die sich etwa in tragbaren Konsolen, Handy- oder Online-Games äußert, eröffnet den Herstellern nun neue Möglichkeiten, mit Spielen Geld zu verdienen. Das senke das Risiko für private Investoren, schreibt das Wall Street Journal (WSJ).
Als Beleg für das steigende Interesse an dem Sektor wertet das Blatt den millionenschweren Deal zwischen der US-Gameschmiede Foundation 9 Entertainment und dem Risikokapitalgeber Francisco Partners. Die Finanzspritze gibt dem Gamestudio Zugriff auf bis zu 150 Mio. Dollar.
Der Game-Spezialist hat sich in der Branche vor allem mit Titeln wie "Star Wars Episode III" einen Namen gemacht. Insgesamt hat Foundation 9 nach eigenen Angaben mit seinen Spielen bereits Umsätze in Höhe von einer Milliarde Dollar erwirtschaftet.
Das Unternehmen ist im März 2005 aus der Fusion der Gamestudios Collective und Backbone Entertainment hervorgegangen. Mit dem Zusammenschluss im Vorjahr wollten sich die einstigen Wettbewerber besser für das Eintreffen der neuen Videokonsolen-Generation in diesem Jahr rüsten.
Francisco Partners streckt derweil seine Fühler nach weiteren potenziellen Investitionsmöglichkeiten im Game-Bereich aus. Weil immer mehr große Verlage die Entwicklung von komplexen Spielen für neue Hardware-Systeme an finanziell gut ausgestattete Gameschmieden auslagern, gewännen unabhängige Entwickler wie Foundation 9 zunehmend an Bedeutung, zitiert das WSJ Brian Ruder von Francisco Partners.

… gemeinsam am Tisch zu sitzen und eine schöne Zeit zu haben.