
Online-Games ziehen "böse" Software, so genannte Malware an: Die Steigerung der bekannt gewordenen Fälle betrug innerhalb eines Jahres 360 Prozent. Dabei ging es vornehmlich darum, Zutritte zu höheren Spielelevels zu knacken und sie zu verkaufen.
Vieles, was bei traditionellen Brettspielen unmöglich ist, ist in der virutellen Spielewelt möglich. Auch Dinge am Rande der Kriminalität. Seit Anfang des Jahres hat der deutsche Antiviren-Spezialist Panda Software 360 Prozent mehr Malware bei Online-Games aufgespürt als im Vorjahr. Immer mehr Hacker versuchen, durch Trojaner und Spyware an virtuelle Güter zu gelangen, die sie für reales Geld verkaufen können.
"Hacker haben das finanzielle Potenzial erkannt, das in Computerspielen steckt. Nicht nur kopierte Logins, sondern auch der Status von geübten Spielern wird ein immer beliebteres Ziel für Angriffe in der Zocker-Community", warnt Luis Corrons, Leiter der PandaLabs.
Statt sich durch zahlreiche Levels zu kämpfen, wollen sich Spieler direkten Zugang zu leistungsstarken Waffen, übermenschlichen Fähigkeiten und zusätzlichen Leben verschaffen. Viele Gamer sind bereit, dafür hohe Summen zu bezahlen. Mit Hilfe von Trojanern verschaffen sich Hacker Zugang zu diesen virtuellen Gütern und wandeln sie in realen Profit um.
Beispiele sind der Trojaner Trj/WoW, der es auf "World of Warcraft"-Spieler abgesehen und das Lineage Virus, das User mit unverdienten Privilegien und Fähigkeiten versorgt.

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