
Der weltweit größte Publisher und Entwickler von Computer- und Videospielen Electronic Arts (EA) wird in Zukunft Spiele auch völlig kostenlos zur Verfügung stellen. Hinter dieser Strategie verbirgt sich ein neues Geschäftsmodell. Lesen Sie, wie es funktioniert und wer es finanziert.
Kostenloser Download im Sommer
Das erste Gratisspiel ist ein Shooter und heißt "Battlefield Heroes" und wird ab kommendem Sommer kostenlos aus dem Internet zu laden sein. Finanziert werden soll der Titel durch In-Game-Werbung und so genannte Mikrotransaktionen, bei denen Spieler gegen einen kleinen Geldbetrag zusätzlichen Content oder Extras für das Spiel kaufen können. Der neue geschäftliche Ansatz und ein in Comicoptik gehaltener Grafikstil sollen den Spieleklassiker "Battlefield" einem breiten Massenpublikum zugänglich machen.
"Spieler von Onlinespielen stellen ein großes Publikum dar", erklärt Gerhard Florin, Executive Vice President bei EA. Mit Battlefield Heroes lanciere EA sein erstes größeres Franchiseprojekt in Nordamerika und Europa, bei dem das neue Vertriebsmodell und die Preisstruktur zum Einsatz kommen. Man reagiere damit auch auf die sich ändernden Spielgewohnheiten der Spieler. "In Asien sind derartige Geschäftsmodelle mittlerweile durchaus üblich", schildert Christian Teichmann, PR-Manager bei EA. Das vorgestellte Projekt sei auch ein Test, der zeigen werde, ob ein solcher Ansatz in Europa funktioniert.
"Battlefield Heroes" wir als kostenloser Download für den PC verfügbar sein. Bereits in wenigen Wochen sollen auf der offiziellen Homepage des Spiels die ersten Bilder zum Titel zu sehen sein. "Im Laufe der Zeit werden dann nach und nach neue Inhalte hinzukommen", kündigt Teichmann abschließend an.

