Mit dem Verlag Reader's Digest engagiert sich ein globaler Player in der Spielebranche. Nach einem ersten erfolgreichen Versuch vor zwei Jahren ist jetzt das zweite Spiel erschienen. Weitere werden folgen. Die Spielwiese zeigt das Spiel und hat die Hintergründe.
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Der Bildausschnitt lässt es erkennen: Reader's Digest setzt bei Reisefieber auch auf Größe.
Bilder: Reader's Digest |
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Die Aufmachung des Familienspiels ist hochwertig. Produziert hat Schmidt Spiele. |
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Quelle: WIkipedia |
Auf einer Weltkarte verschiedene Ziele ansteuern, dabei aber auch Fragen zu einzelnen Orten beantworten und dafür Reisetickets bekommen. Das ist der Kern des Familienspiels Reisefieber. Der Verlag Reader's Digest (Deutschland) hat es vor wenigen Tagen auf den Markt gebracht.
Bisher war der Veralg vor allem durch die gleichnamige Zeitschrift und sein Buch- und Musikprogramm bekannt. Dass er jetzt auch Spiele herausgibt, begründet Uwe Horn, Pressesprecher von Reader's Digest gegenüber der Spielwiese so: "Spiel sind ein spannender Markt, und Spiele gehören zum klassischen Verlagsgeschäft."
Ressourcen mehrfach nutzen
Den Versuchsballon für die neue Produktlinie hat Reader's Digest vor rund zwei Jahre steigen lassen. Unterwegs in Deutchland mit dem Zug hieß das erste Spiel der Stuttgarter. Hinter dem etwas sperrigen Titel steckt ein Wissensspiel mit 3200 Fragen, bei dem gleichsam eine Landkarte mit Spielsteinen, Ziel- und Ereigniskarten als Vehikel dient.
Bei Reisefieber ist es umgekehrt: Hier steht eher das Spielerische im Vordergrund und die Fragen sind das Beiwerk. Dass auch das neue Spiel im weitesten Sinn ein "Reisespiel" ist, ist kein Zufall. Horn: "Eine unserer Stärken ist, was wir Kartografie nennen. Das hebt uns stark ab von anderen Verlagen." Die vorhandenen digitalen Ressourcen im Bereich Geografie nicht nur in Bücher, sondern auch in Spiele einfließen zu lassen, "ist ein Mehrfachnutzen".
Pionierrolle im Konzern
Neue Spiele in einer Frequenz wie traditionelle Spieleverlage auf den Markt zu bringen, will Reader's Digest nicht. In der Strategie ist ein Zweijahresrhythmus vorgesehen, aber auch dazwischen kann es neue Spiele geben, wenn es thematisch oder aus einem Anlassfall heraus gerade opportun erscheint.
Reader's Digest kennt seine Grenzen. "Unsere Buchredakteure können sich nicht einfach hinsetzen und ein Spiel machen", erklärt Uwe Horn, viel lieber "profitieren wir vom Sachverstand anderer", So stammt Reisefieber von Hartmut Kommerell. Der Autor kam 1998 mit seinem ersten Spiel Die Seidenstraße auf den Markt, bis heute folgten vor allem kleinere Kinderspiele für Schmidt und Haba. Von ihm stammen unter anderem auch Finito! und Pick A Dilly. Produziert hat Reisefieber Schmidt Spiele.
Der gute Verkaufserfolg von Unterwegs in Deutchland mit dem Zug – Reader's Digest vermarktet seine Produkte praktisch ausschließlich über Direktwerbung und seinen Onlineshop – "hat uns nicht nur ermutigt", sagt Pressesprecher Horn, "wir haben damit auch eine Pionierrolle im Konzern übernommen. Jetzt bieten auch Reader's Digest Australien und Großbritannien Spiele an".
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… das einzige, was Männer wirklich ernst nehmen. Deshalb sind Spielregeln älter als alle Gesetze der Welt.