In ihrer zweiten Auflage präsentiert sich die Salzburger Spielemesse an diesem Wochenende wesentlich stärker als im Vorjahr. Die Spielwiese hat sich an Ort und Stelle umgesehen. Der Tenor der Aussteller ist einhellig: Österreich braucht eine solche Veranstaltung und sie hat enormes Potenzial.
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Dank insgesamt zehn Halle verteilt sich das Publikum auf der Salzburger Spielemesse sehr gut. Bild: Spielwiese |
14.000 Besucher kamen im ersten Jahr. An diesem Wochenende sollen es um einige mehr sein. Das ist der Messe und den Ausstellern ehrlich zu wünschen: Eine derartige Veranstaltung hat in Österreich ihre absolute Berechtigung. Sie ist in der Konzeption einzigartig für das Land und zudem noch im geografischen Zentrum Österreichs angesiedelt.
Am ehesten lässt sie sich mit der Suisse Toy in Bern vergleichen: Spielen in allen möglichen Facetten, also auch und gerade Spielzeug. Elektronik ist hier zu finden, Modellbau, Kinderfahrzeuge, Puppen, sogar eine Breakdance-Ecke. Insgesamt umfasst das Angebot an diesem Wochenende zehn Hallen. Im Vorjahr waren es vier.
Die Frage ist, ob dabei Gesellschaftsspiele nicht unter die Räder kommen. Ja und nein. Manche Besucher seien spürbar ungeduldiger als etwa beim Spielefest in Wien, berichtet eine Ausstellerin. Natürlich: Hier gibt es nicht nur einen Bereich zu erkunden, sondern vieles zu sehen. Dank der räumlichen Großzügigkeit herrscht aber auch kein Gedränge, man kann und darf sich auf einen Bereich buchstäblich in Ruhe einlassen.
Und: Salzburg schafft den Spagat, auf der einen Seite die große Palette der Welt des Spielens zu präsentieren, auf der anderen die Spieltage trotzdem weiterzuführen. Die finden in 14 Tagen statt. Zur Vertiefung, sozusagen. Dass die Messe die Veranstalter der Spieltage mit ins Boot geholt hat, war ein geschickter Schachzug.
Kinderkrankheiten
Der Freitag war besuchermäßig flau. Was gut gemeint war, ging nämlich als Schuss nach hinten los: In der ganzen Stadt Salzburg wurde ein "Weltkindertag" gefeiert. Thematisch hätte die Spielemesse hier genau hineingepasst. Doch zum selben Zeitpunkt gegen zahlreiche kostenlose Veranstaltungen zu konkurrieren, war wohl von vornherein ein eher aussichtsloses Unterfangen.
Bei der Gestaltung der Messehallen wurde gegenüber der ersten Veranstaltung vieles aufgewertet. Sie bietet einen runden Gesamteindruck. Dass Verlage wie Kosmos und Piatnik allerdings in "ihrer" Halle gegen den Lärm der Elektronikspiele und der ORF-Bühne ankämpfen müssen, ist ein schlecht. Eine bessere Aufteilung der Aussteller in laute und leise Hallen wird deshalb für 2009 eine vordringliche Aufgabe sein. Sie müsste aber lösbar sein.
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… Eintauchen in eine fremde Welt, in der andere Regeln herrschen, als in der Wirklichkeit.