Das von Bernward Thole (Bild) aufgebaute und geleitete Deutsche Spiele-Archiv bekommt aller Voraussicht nach eine neue Heimat. Wie der langjährige Vorsitzende der Jury Spiel des Jahres der Spielwiese erklärte, sind die Vorbereitungen weit gediehen. Vermutlich schon nächstes Jahr werden die 35.000 Spiele vom beschaulichen Marburg in eine Großstadt übersiedeln. ![]() |
| Im Fundus in Marburg sind rund 35.000 Spiele penibel geordnet. |
Lebenszeichen für die Stadt
Mit Ernst Kick, dem Vorsitzenden des Messevorstandes, haben beide einen starken Verbündeten. Sowohl von der Spielwarenmesse als auch von Seiten der Stadt Nürnberg gibt es konkrete Absichtserklärungen. Die Gespräche sind weit gediehen, Ende Oktober findet eine weitere Gesprächsrunde statt.
Kick ist seit mehreren Jahren bemüht, "mehr Spiel" in die Stadt zu tragen. Wie berichtet, gibt es zum 60. Geburtstag der Leitmesse im kommenden Jahr ein umfangreiches Rahmenprogramm mit zahlreichen Aktionen, um die Bewohner Nürnbergs auf den Stellenwert der Branche aufmerksam zu machen.
Tatsächlich ist Nürnberg durch die Messe die "Spielwarenhauptstadt" der Welt, ein Ruf der durch viele renommierte Unternehmen dieser Branche untermauert wird, die im Großraum Nürnberg ansäßig sind – oder ansäßig waren. Denn die Globalisierung hat auch in der Spielwarenbranche ihre Spuren hinterlassen, immer mehr Produktion ist aus dem fränkischen Zentralraum abgewandert.
Die räumliche Frage für das Deutsche Spiele-Archiv ist noch nicht gänzlich geklärt. Das Spielzeugmuseum möchte schon seit langem eine bauliche Erweiterung. Die wird nicht von Heute auf Morgen zustandekommen. Deshalb wird es im Zusammenhang mit der Übersiedlung des Deutschen Spiele-Archivs voraussichtlich zu einer Übergangslösung kommen.


