Der Spielwarenmarkt in der Schweiz bewegt sich 2008 leicht über dem Niveau des Vorjahres, so die Schätzung des Marktforschungsinstitutes IHA-GfK. Der Absatz von Videospielen explodiert, was aber nicht auf Kosten von traditionellen Spielwaren geht.
Bei Kindern spart man zuletzt
Trotz schlechter Rahmenbedingungen ist der Spielwarenmarkt Schweiz krisenresistent. Warum ist das so? – Bei Kindern spart man bekanntlich zuletzt. In Krisenzeiten orientieren sich die Leute mehr an traditionellen Werten. Erfahrungsgemäss wird während einer Rezession mehr gespielt und generell mehr Zeit zu Hause zusammen mit der Familie verbracht. Gespart wird eher beim Ferienbudget oder beim Kauf eines neuen Autos."Spielen bietet einen hohen Unterhaltungswert zu einem unschlagbar tiefen Preis", argumentiert der SVS: "Berechnet man den Preis einer Stunde Unterhaltung pro Spielzeug oder für ein Gesellschaftsspiel, stellt man dies schnell fest."
Was das Christkind heuer den Schweizern bringt
Stark im Trend sind Konsolenspiele wie Playstation, Xbox und Wii, die vorsichtig geschätzt um mindestens 40 Prozent zulegen dürften. Bei den traditionellen Spielwaren sind 2008 die Klassiker hoch im Kurs. Die Konsumenten achten auf Qualität und Spielwert. Holzspielwaren, Spiele, Puppen, Produkte zum Konstruieren und kreativen Basteln sind besonders gefragt. Am meisten gehen Spielwaren der Kategorie Kleinkinder/Vorschule über den Ladentisch (21,8 Prozent), gefolgt von Spielen/Puzzles (16,3 Prozent), Konstruktionsspielzeug (15,5 Prozent), Fahrzeuge (13,2 Prozent) und Puppen (12,1 Prozent).Im nächsten Jahr wird eine Fortsetzung dieses Trends erwartet. Umsatzmässig rechnet die Branche 2009 mit einem Plus von 2 Prozent.

… Abtauchen in eine andere Welt.