Auch wenn sein Name auf keiner Brettspielschachtel aufscheint – er hat unzählige Brettspiele indirekt geprägt. Ulrich Baer (Bild), der Doyen der Spielpädagogen in Deutschland, geht zum Jahresende in den Ruhestand.
Impulsgeber für traditionelle Brettspiele
Sein Buch "666 Spiele" von Ulrich Baer ist bis heute ein Klassiker und Bestseller in der pädagogischen Szene. Daraus und auch aus anderen seiner Werke haben sich viele Spieleautoren "bedient" – nicht in plagiatorischer Absicht. Vielmehr als Impuls für Spielideen, die sich auch mit Pöppeln, Karten und anderem Material in traditionelle Gesellschaftsspiele übertragen und umsetzen lassen.Der Name Ulrich Baer ist untrennbar mit der Akademie Remscheid verbunden, wo unter anderem auch jedes Jahr der "Spielmarkt" stattfindet. Baer hat Generationen von Fachkräften in der Jugendarbeit ganz wesenllich durch seinen pädagogischen Ansatz des Spielens in der Gruppe geprägt. Sowohl in den von ihm geleiteten Kursen und Projekten als auch in seinen zahllosen Veröffentlichungen zur Spielpädagogik weist Ulrich Baer bis heute unermüdlich darauf hin, dass es auf eine kreative Grundhaltung ankommt, wenn der kindliche Drang zum Spiel und die natürliche Neugier zu spannenden und nachhaltigen Bildungsprozessen führen sollen.
Die Begründung des Faches Spielpädagogik – insbesondere in der Aus- und Fortbildung von Erzieherinnen, Sozialarbeitern und Sozialpädagogen für die Jugendarbeit in Deutschland hat Ulrich Baer maßgeblich
betrieben, entwickelt und mit praxisnahen Material- und Lehrbüchern gestützt.

