Am Anfang stand Tetris. Und vielleicht war diese anfangs eingeschränkte Spielmöglichkeit auch der Grund, warum Hiroshi Yamauchi meinte, es ließen sich höchstens 25 Millionen Stück davon verkaufen. Bis heute sind es rund 125 Millionen. Ein Kultgerät, das die Welt des Spielens verändert hat, feiert in diesen Tagen seinen 20. Geburtstag.
Die erste Handheld-Konsole war mausgrau. Später kamen Farbe und immer mehr technische Merkmale beim Game Boy hinzu. Die Konsole Nintendo DS ist eine Weiterentwicklung des klassischen Kultgeräts.
Bild: Nintendo |
Aufregend neu, aufregend anders
Das mittlerweile zum "Kultgerät" avancierte tragbare Videospielsystem hatte erstmals anspruchsvolle elektronische Spiele, wie es sie bis dahin nur für TV-gebundene Geräte gegeben hatte, überall und jederzeit zugänglich gemacht. "Der Game Boy war so aufregend neu, dass er sofort zum Statussymbol aufstieg", sagt Nintendo-Marketingleiter Gerald Kossaer.Ein wesentlicher Grund für den Erfolg des Geräts sei auch die zugehörige Software gewesen: "Nach Tetris brachte Nintendo immer neue, überraschende Bestseller heraus. Während dieser Zeit sind einige der größten Spielemarken wie 'Super Mario', 'Donkey Kong' oder 'Legend of Zelda' geboren worden", betont Kossaer.
Bis ins 21. Jahrhundert Jugend-Domäne
Von der Startphase des Game Boy abgesehen, blieb das mobile Videospiel lange Zeit eine fast exklusive Domäne für Jugendliche. Mit der Neuentwicklung des Nintendo DS im Jahre 2005 sollte sich dies grundlegend ändern. Unter Satoru Iwata, seit 2002 Präsident von Nintendo, richtete das Unternehmen seine Strategie auf die Neuformierung und Erweiterung des Videospielmarktes aus. Über die traditionellen Gamer sollten nun auch Frauen und Erwachsene für den Freizeitspaß des Computerspielzeitalters begeistert werden. "Diese Strategie ist mittlerweile voll aufgegangen. Hatten Videospiele vor dem Jahr 2000 noch einen Frauenanteil von lediglich drei bis fünf Prozent, erreichen wir beim Nintendo DS heute eine Frauenquote von bis zu 50 Prozent", merkt Kossaer an. Dies sei auch zu einem großen Teil auf das entsprechende Spieleangebot zurück zu führen, das sich zunehmend in Richtung familientauglicher Unterhaltung entwickelt habe.Fehleinschätzung
Erfunden worden ist der Game Boy bereits 1987 von einem 45-köpfigen Team um Gunpei Yokoi aus Nintendos Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Kyoto. Hiroshi Yamauchi, der damalige Präsident des Unternehmens, rechnete ursprünglich damit, lediglich 25 Millionen Exemplare des kleinen grauen Spielgeräts verkaufen zu können. "Das war eine seiner wenigen Fehleinschätzungen", sagt Kossaer. Denn bis heute gingen der Game Boy und seine Nachfolgemodelle weltweit bereits rund 120 Millionen Mal über die Ladentische", so Kossaer.spielwiese.at ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internet-Seiten |


