Im Zeitalter der Wirtschaftskrise sind Staaten auf jede Einnahmequelle angewiesen. Dafür werden auch mal ideologische Grundsätze über Bord geworfen. So wollen die USA jetzt – wieder – mehr an spielenden Bürgern verdienen.
Darin sehe der Politiker eine Möglichkeit, die ramponierte US-Wirtschaft wieder auf Vordermann zu
bringen. Darüber hinaus komme man somit Vorwürfen aus der EU entgegen, die eine Benachteiligung europäischer Anbieter durch den UIGEA kritisieren. Angesichts der Milliarden an Steuereinnahmen, die bei einer Verabschiedung des eingebrachten Entwurfs möglich wären, stünden die Chancen dafür trotz der nach wie vor anhaltenden Spielsucht-Debatte nicht einmal schlecht.
Milliarden fließen ins Ausland
"Die Wirtschaftskrise ist natürlich keine plausible Entschuldigung für eine Lockerung des Glücksspielverbots. Damit versuchen die Lobbyisten der Anbieter, ihre Liberalisierungswünsche an den Mann zu bringen und haben nun offenbar jemanden dafür gefunden", kritisiert Ilona Füchtenschnieder, Vorsitzende des Fachverbands Glücksspielsucht. Zwar existieren deutlich unterschiedliche Angaben über das Volumen illegalen Online-Glücksspiels trotz des Verbots. Der Safe and Secure Internet Gambling Initiative zufolge übersteigen die Wetten von "Millionen US-Amerikanern" bei ausländischen Anbietern jedoch 100 Milliarden Dollar pro Jahr deutlich.Durch den umstrittenen UIGEA werden US-amerikanische Banken, Kreditkartenfirmen und Finanzdienstleister seit 2006 daran gehindert, Zahlungen für Internetwetten abzuwickeln. Die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ortet in einem Zeitraum von zehn Jahren bei einer Legalisierung zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von rund 51 Milliarden Dollar. Sie betrachtet die Wahrscheinlichkeit, dass der UIGEA gekippt wird, aufgrund des politischen Machtwechsels zugunsten der Demokraten relativ hoch.
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… gemeinsame Zeit mitanander am Tisch.