NEUES DESIGN. Mit seinen Neuheiten in diesem Frühling präsentieren sich die Amigo-Spiele auch in einem neuen Kleid. Das Packungsdesign wurde überarbeitet.
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Mit einem roten Bogen am unteren Schachtelrand, über dem in der Mitte das Firmenlogo thront, sind ab jetzt alle Amigo-Spiele versehen. Am oberen Rand wird prägnant und ebenfalls in rot auf das empfohlene Spielalter hingewiesen. |
Schon auf der Vorderseite weist Amigo ab nun auf das empfohlene Spielalter hin. Dazu gibt es am oberen Schachtelrand einen angeschnittenen roten Kreis. Noch prägnanter ist freilich der rote Bogen, der den unteren Rand der Schachteln abschließt und die Amigo-Spiele im Verkaufsregal hervorstechen lassen soll. Fast jeder Verlag hat hier ja seine "Handschrift": Ravensburger das blaue Dreieck, Selecta den blauen Rand links, Kosmos das gestürzte Firmenlogo rechts unten Blau ist überhaupt neben Rot (Amigo, Jumbo, Mattel und andere) die am meisten verwendete Farbe beim Design von Spieleschachteln.
Rückkehr mit großem Spiel
Als erstes großes neues Spiel bei Amigo kommt Jäger und Sammler und ist von Reiner Knizia. Er versetzt uns in die Steinzeit, als die Menschen das Land nach Essbarem wie Beeren und Knollen durchsuchten oder wichtige Kräuter sammeln. Dazu werden zuerst einmal 112 Plättchen auf den Spielplan gelegt, und dann beginnen die Spieler mit ihren Figuren von außen ins Land zu ziehen und zu sammeln. Optisch und thematisch hat das eine frappante Ähnlichkeit mit dem Knizia-Spiel Africa, das 2001 bei Goldsieber erschien. Bei näherem Hinsehen entdeckt man jedoch rasch Änderungen, die Reiner Knizia vorgenommen hat. So liegen die Plättchen hier offen und die Wertung erfolgt nicht direkt am Spielplan, sondern am Ende durch die weggenommenen Chips. Und das Spiel ist in zwei Phasen – eine Sommer- und eine Winterphase (mit anderen Plättchen) – eingeteilt. Den Winter übersteht nur, wer zuvor im Sommer genügend Vorräte angelegt hat.
Jäger und Sammler ist übrigens seit längerer Zeit das erste große Brettspiel des Autors bei diesem Verlag, wo mit Tutanchamun 1993 seine Karriere ihren Anfang genommen hatte.

Auch ein Partyspiel wird es bei Amigo dieses Frühjahr geben. Quelf, das schon seit rund fünf Jahren über den Globus geistert, und jetzt auch eine deutschsprachige Ausgabe erhält. Sie wählen einen von acht schrulligen Charakteren und beginnen ihre Reise in der durchgeknallten Welt von Quelf. Während sie um das Spielbrett ziehen, geschehen verrückte Sachen. Spieler beginnen sich sonderbar zu unterhalten, ihr Freund wickelt sich Toilettenpapier um den Kopf, ihre Mama spricht wie Dracula mit ihrem Daumen auf der Stirn und sie selbst müssen solange unter dem Küchentisch sitzen bis jemand eine 4 würfelt Motto: dem Wort Chaos spielerisch einen Sinn geben.
Vier neue Kartenspiele
Die Stärke von Amigo liegt bei Kartenspielen. Davon bringt der Verlag vier mehr oder weniger neue heraus. So ist Scheinheilig "nur" die Neuauflage von Lügenbeutel.

Hingegen ist 11 nimmt! eine Weiterentwicklung von 6 nimmt!, wieder von Wolfgang Kramer. Und sie hat gewisse Ähnlichkeiten mit dem neuen Ravensburger-Spiel Himmel, A
und Zwirn!, das seit wenigen Tagen als Spielwiese-Test besprochen ist. Kurz erklärt: Wieder haben wir Karten von 1 bis 100 mit mehr oder weniger Hornochsen darauf, die Minuspunkte bringen. Es gibt hier aber vorerst nur eine Auslage, die bedient werden muss. Eine ausgespielte Karte darf im Wert höchstens zehn über der bereits liegenden sein (nach 100 wird wieder bei 1 begonnen). Wer keine passende hat, muss den ganzen Stapel nehmen. Sind es mehr als drei Karten, erhält man zusätzlich eine Bullenkarte, die man offen vor sich auslegt. Jedes Mal, wenn ein Stapel genommen wurde, werden jetzt zwei Karten aufgedeckt und damit zwei Ablagestapel begonnen. Die Bullenkarten dienen dazu, dass man mit ihnen pro Zug mehr als eine Karte ablegen darf – natürlich muss auch dabei die Regel von der Höchstdifferenz von 10 eingehalten werden. Bei 11 und mehr müsste man einen Stapel nehmen
Das Spielziel ist, zuerst alle seine Karten loszuwerden, und dann zählen die wenigsten Minuspunkte.
Bei dem Kartenspiel R-Öko versuchen die Spieler Abfall ordnungsgemäß zu trennen und in die Recyclingfabrik zu bringen. Dafür erhalten sie gutes Geld.

Bei Hexenflug von Hanno und Wilfried Kuhn geht es ebefalls ums Sammeln. Natürlich nicht um Müll, sondern um Hexen, denen die Spieler als Fluglehrer den Umgang mit dem Besen näher bringen. So lautet jedenfalls die Story. Ziel ist es, dafür Hexenbuch-Karten zu bekommen. Dafür muss der Spieler drei, vier oder fünf Karten einer Hexe aus seiner Hand ablegen, die die Prüfung bereits bestanden haben.
Neues für Kinder
Im Kinderbereich kommt mit Anderland das letzte Lernspiel aus den ehemaligen Eigenverlag von Reinhard Staupe, das noch nicht in die Gelbe Reihe bei Amigo übergeführt wurde. In Anderland ist alles anders: Schokolade schmeckt wie Erdbeer und die Hunde sehen aus wie bellende Katzen. Wenn man nach oben schauen soll, dann muss man unten suchen und alles Rote ist plötzlich blau! Bei diesem Reaktionsspiel wird das Umdenken im Kopf gefordert.



In einem neuen Format und mit "Der kleine Amigo" betitelt, gibt es weitere Kinderspiele. Ein Bekannter ist Meine fünf Ballons (2003 bis 2006), dieses Mal gibt es einen kleinen Stern aus Plüsch als Draufgabe. Deieser "kleine Amigo", also kleiner Freund, liegt auch Wilde Bande und Wo ist Mausi? bei. Beides sind einfache Kartenspiele, bei denen es beides Mal ums Sammeln von Tierkarten geht. Wo ist Mausi? hat dabei einen kleinen Merkeffekt.
Zum Geburtstag Sondereditionen

Wie berichtet, feiert Amigo in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag. Aus diesem Anlass bringt der Verlag in diesem Frühjahr gleich mehrere Kartenspielklassiker in einer limitierten Edition als "Jubiläumsmäppchen" heraus. Im handlichen Format und in einer flexiblen Verpackung kommen in dieser Form von Rage, Solo, Wizard, 6 nimmt!, Lobo 77 und Schnapp, Land Fluss.
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