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SUCHE. Gut gemeint, dumm gelaufen. Der Bau des Marchfeldkanals in Niederösterreich hat den Grundwasserpegel derart erhöht, dass das Österreichische Spielemuseum in Leopoldsdorf in der Nähe von Wien wegen Schimmel geschlossen werden musste.
24.000 Spiele vorerst umgelagert
Es ist eine der weltgrößten Spielesammlungen, die das Ehepaar Dagmar und Ferdinand de Cassan (sie organisieren auch das Spielefest in Wien) im Laufe der Jahre aufgebaut haben und die den Kern des von ihnen initiierten Österreichischen Spielemuseums bildet.
Doch im Moment ist das Museum geschlossen und seine Zukunft noch offen.
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Dagmar de Cassan |
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Der Bau des Marchfeldkanals, schildert Dagmar de Cassan die Situation der Spielwiese, habe dem von Verödung bedrohten Gebiet besser geholfen als den meisten lieb ist. "Der Grundwasserpegel ist um rund fünf Meter gestiegen" und hat den Keller des Gebäudes erreicht, in dem das Museum auf dem Anwesen der de Cassans in Leopoldsdorf untergebracht ist. Die Räume und die darin untergebrachten Spiele drohten regelrecht zu verschimmeln – abgesehen davon, dass das Klima in den Räumen als gesundheitsgefährdend eingestuft werden muss.
Eine Trockenlegung und Sanierung überschreite die finanziellen Möglichkeiten des Trägervereins bei Weitem.
Gemeinde erhält fixfertiges Museum
Deshalb sucht Dagmar de Cassan als Leiterin des Museums gemeinsam mit der niederösterreichischen Landesregierung nach einer neuen Unterkunft. Gesucht wird eine Gemeinde, die Räumlichkeiten für den ständig wachsenden Spielebestand hat. "Sie bekommt von uns ein fixfertiges Museum!", wirbt de Cassan.
Auch eine längerfristige Lösung wird gemeinsam mit der Landesregierung angedacht: "Wir werden ja alle nicht jünger." Spruchreif, dass die Sammlung eines Tages in öffentlichen Besitz übergeht, sei die Sache allerdings noch nicht.
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