SPIELENEUHEITEN. Mit neun neuen ganz unterschiedlichen Spielen startet der Wiener Spieleverlag ins Jahr 2012.
Vor 21 Jahren kam das Spiel das erste Mal auf den Markt: Jumbo taufte es Black Box, später hieß es dann auch After Dinner-Game: Farbe bekennen, anderswo True Colours. Der internationale Partyspielerfolg von Jean Tarrade kommt nun in einer neuen Aufmachung wieder als Good Friends? bei Piatnik heraus. Zahlreiche Fragestellungen sind gegenüber dem ursprünglichen Spiel neu, manche immer noch ein bisschen zweideutig, die Altersempfehlung wurde dennoch von 18 auf 15 gesenkt.
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| Hier die US-Originalausgabe von Reflexx!: Auf den Karten sind Begriffe und die Angabe, ob man mit der linken oder rechten Hand … | |
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… zugeschlagen werden muss. Die Gurke ist grün und es heißt rechte Hand. Wer nun zwar auf die grüne Zielkarte schlägt, aber das mit der linken tut, wie auf unserem Foto, macht einen Fehler. Bilder: Fat Brain Toys |
Es sind vier unscheinbare Wörter: Schaf, Frosch, Schiff, Fisch. Diese Begriffe finden sich einerseits auf Würfeln, andererseits als Kombinationen auf Karten. Daraus ergibt sich das Zungenbrecherspiel Mix Fix. Denn die gewürfelte Kombination muss nicht nur auf Karten vorhanden sein, sondern auch noch schnell und fehlerfrei ausgesprochen werden. Wer die Spiele des Autorenduos Andrew und Jack Lawson wie Was wäre wenn …? und Make 'N' Break kennt, weiß ungefähr, was da an Turbulenz auf ihn zukommt.
Peggy Brown ist Amerikanerin und die Autorin von Reflexx!. Es ist ein Reaktionsspiel mit 80 Karten für 3 bis 4 Spieler ab 5 Jahre. Diese zeigen Gegenstände und andere Begriffe sowie jeweils die linke oder rechte Hand als Angabe. Der Farbe des Begriffs (siehe Bilder) entsprechend, muss mit der richtigen Hand auf die farbigen Reflexkarten am Tisch geschlagen werden. Wer zuerst Reflexkarten in allen Farben gesammelt hat, ist Sieger.
Ein Baobab ist der Affenbrotbaum. Auch wer selbst noch nicht in Afrika war, weiß aus Filmen und Geschichten, dass sich in den mächtigen Baumkronen allerhand Leben tummelt. In dem Spiel Baobab von Joseph Maria Allue dreht es sich genau darum: Allerlei Getier (Karten) will in die Baumkrone. Die 2 bis 4 Spieler ab 6 Jahre müssen das mit Geschick bewerkstelligen. Je nach Tierart, werden Karten hinaufgeworfen, gelegt oder zwischen andere geschoben, wie zum Beispiel die Schlange. Es gibt also unterschiedliche Kriterien, und das Ziel ist, seine Karten als Erster loszuwerden. Natürlich darf dabei nichts herunterfallen, sonst gibt es Strafkarten.
Ein dagegen "normales" Kartenspiel ist Block 5 von Aya und Alma Modan. Hier gibt es Zahlenkarten, allerdings keine Fünf. Als erstes muss eine Reihe gebildet werden, deren Karten fünf als Summe ergeben, erst dann können andere Reihen mit anderen Werten eröffnet werden. Wer anlegen kann, muss nicht nachziehen. Auch hier gewinnt, wer als Erster seine Karten los ist.
Zwei Spiele für ein junges Publikum
Mit der Altersempfehlung von 12 Jahre visiert Piatnik mit den beiden Spielen Pro & Contra und Absolutely English bewusst auch Jugendliche an, was sich vor allem beim zweiten Spiel auch in einer speziellen Bildsprache ausdrückt.
Pro & Contra ist vom Tiroler Helmut Walch und folgt vom Wertungsmechanismus dem Prinzip von 20 Questions: Je weniger Hinweise die Gruppe zum Erraten eines Begriffs braucht, desto mehr Punkte gibt es für sie. Gespielt wird entweder zu zweit oder in Teams, wobei die eine Seite die Hinweise in Form von Argumenten gibt, die entweder positiv oder negativ in Bezug zum gesuchten Begriff stehen.
Neugierig darf man auf Absolutely English sein, handelt es sich dabei nach Angaben von Piatnik um ein neuartiges Quizkonzept. So sind die Fragen zum Beispiel auf englisch und die Antworten selbstredend auch. Gesucht wird nicht nur nach englischen Begriffen, sondern zum Beispiel geht es auch um englische Grammatik. Eingeteilt ist das Ganze in fünf verschiedene Schwierigkeitsstufen, die sich an den vier Klassen der Unterstufe und als Sahnehäubchen für Oberstufen-Kenntnisse orientieren, sowie in Themenbereiche, denen jeweils eine Farbe zugeordnet ist. Aufgabe ist es, als Erster von jeder Farbe eine Aufgabe gelöst zu haben. Entwickelt wurde Absolutely English von Sprachtrainerinnen – allesamt Native-Speaker.
Neues aus dem Kinderspielbereich
Für Lilliput ist Reiner Knizia einem Ansatz von Regenbogenland gefolgt, statt 30 Magieren spielen hier allerdings 30 Lilliputaner die Hauptrolle. Sie wollen Gulliver fesseln und sind dabei auf die Hilfe von Familienmitgliedern angewiesen. Klingt nach Kooperationsspiel, ist aber keines, sondern jeder Spieler spielt für sich.
Frog Prince (also Froschkönig auf englisch, um den internationalen Absatz zu erleichtern) ist ein Kinderspiel von David Mair. Und natürlich geht es ums Märchen vom Frosch, der in einen Prinzen verwandelt wird. Ab 4 Jahre richtet sich das Spiel vor allem an Mädchen, deshalb auch in sattem Pink gehalten. Mit im Spiel sind Küsse, eine Goldkugel, ein Schloss, Seerosen und – Magnetismus.
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… die reinste Entspannung: Ich spiel am liebsten Spiele, wo ich wenig denken muss und viel Glück habe!