AUSZEICHNUNG. Der Verein Spiel des Jahres gibt neben den Nominierungen für das Spiel des Jahres, das Kinderspiel des Jahres und das Kennerspiele des Jahres auch Empfehlungen für weitere Spiele.
Wir haben die Empfehlungen nach Kategorien alphabetisch geordnet.
Empfehlungen in der Kategorie Spiel des Jahres:
-
Simsala … Bumm? von Gary Kim bei Pegasus (2-5 Spieler ab 8 Jahre). Die Jury: "Abschlussprüfung des Magiestudiums: Einen Drachen herbeirufen, ein Geisterwesen beschwören oder die Konkurrenz mit Gewittern und Feuerbällen beeindrucken – das geforderte Repertoire bei „Simsala… Bumm?“ umfasst acht Zaubersprüche. Nur welcher ist gerade dran? Das geben für jeden Spieler fünf persönliche Spruchsteine vor. Von den eigenen sieht man jedoch nur die Rückseiten. Hinweise erhalten die Prüflinge, indem sie deduktiv Schlüsse ziehen aus den sichtbaren gegnerischen Steinen, bereits gesprochenen Zaubern und dem Verhalten der Mitspieler. Wer einen falschen Zauber ausspricht, verliert Lebenspunkte. Wer richtig liegt, gewinnt Leben zurück oder schadet anderen. Wahre Könner räumen alle eigenen Steine ab, um in der Summe der Rundenwertungen schnell auf die magische Zahl Acht zu kommen."
-
Vollmondnacht von Ted Alspach und Akihisa Okui bei Bézier Games (3-10 Spieler ab 8 Jahre). Die Jury: "Werwölfe sind im Dorf. Nur hinter welcher Fassade verstecken sie sich? Das herauszufinden ist Aufgabe im kommunikativen Bluff- und Partyspiel „Vollmondnacht“. Zu Beginn wird jedem Mitspieler geheim ein Charakter zugelost. Dann bricht die Nacht herein, in der alle die Augen schließen. Ein Moderator oder die zugehörige App wecken zwischendurch einige Dorfbewohner auf. Personen wie Räuber, Unruhestifterin oder Seherin sorgen für Chaos oder erhalten Infos. Graut der Morgen, kennt längst nicht mehr jeder Charakter seine eigene Identität. Nun wird diskutiert, geblufft, geflunkert und spekuliert. Werwölfe wollen von sich ablenken, Dorfbewohner die Werwölfe entlarven. In der finalen Abstimmung stirbt ein Charakter. Trifft es einen Werwolf, triumphiert das Dorf. Ansonsten heulen die Werwölfe."
-
Loony Quest von Laurent Escoffier und David Franck bei Libellud (2-5 Spieler ab 8 Jahre): Die Jury: "Wie ein Videospiel kommt „Loony Quest" mit seinen schrillen Farben, verrückten Landschaften und witzigen Figuren daher – nur eben ohne irgendwelche Elektronik. Was Mario und Sonic also vormachen, das können jetzt auch die Spieler ausprobieren! Gerüstet mit Stift und durchsichtiger Folie gilt es, den idealen Weg quer durchs Level zum Ziel zu finden. Mauern, Bomben oder verrückte Loonies zu berühren ist schlecht, Münzen und Bonusplättchen hingegen gut. Nur wer unter Zeitdruck mit ruhiger Hand seinen Pfad präzise auf die Folie zeichnet, während er das Level in der Tischmitte anschaut, der wird mit Erfahrungspunkten belohnt. Vorsicht ist vor allem geboten, wenn im letzten Level jeder Welt der Endboss wartet und ausgerechnet dann die Mitspieler ihre fiesesten Streiche spielen..."
-
Patchwork von Uwe Rosenberg bei Lookout (2 Spieler ab 8 Jahre). Die Jury: "Jetzt wird’s bunt: Bei „Patchwork“ gestalten zwei Spieler jeweils eine Decke aus Stoffresten, Flicken und Knöpfen – frei nach der Technik, die der Titel vorgibt. Ist das Kunst? Auch. Aber in erster Linie streben die Schneider an, aus den Stoffplättchen in vielen unterschiedlichen Formen und Größen die vorgegebene Fläche zu füllen. Dieses Puzzle erfordert taktisches Gespür, denn die Wahl eines Flickens beeinflusst die Zugfolge und auch die Flicken-Auswahl, die dem Konkurrenten als Nächstes zur Verfügung steht. Zudem müssen die Stoffreste bezahlt werden. Die Währung sind Knöpfe. Je mehr Knöpfe auf den bereits eingearbeiteten Plättchen abgebildet sind, desto mehr werden als Einkommen ausgezahlt. Wer am Ende die meisten Knöpfe erwirtschaftet hat, gewinnt diesen pfiffigen Nähwettstreit."
-
Cacao von Phil Walker-Harding bei Abacus (2-4 Spieler ab 8 Jahre). Die Jury: "„Frucht der Götter“ nennt man die Kakaofrucht, weil sie für die Azteken so immens kostbar war, dass mit ihren Bohnen sogar bezahlt wurde. Die Spieler besiedeln in „Cacao“ mit ihrem Stamm einen unbekannten Urwald. Hier legen sie Plantagen an, verkaufen die Ernte, graben aber auch nach Gold und schöpfen Wasser für ihr Dorf. Mächtige Stufentempel und Sonnenkultstätten bringen am Ende Punkte und die Gunst der Götter. Reihum legen die Spieler immer ein Arbeiterplättchen an den Urwald an und nutzen anschließend die angrenzenden Felder. Ein schachbrettartiges Muster mit ständig wachsenden Möglichkeiten entsteht. Schnelle Züge, zartbittere Entscheidungen und langfristiger Planungsgenuss halten sich in diesem Taktikspiel mit mindestens 70 Prozent Kakaoanteil wunderbar die Waage."
-
Ugo! von Ronald Hoekstra, Thomas Jansen und Patrick Zuidhof bei Kosmos (2-4 Spieler ab 10 Jahre): Die Jury: "Der König wünscht Erträge. Damit das gelingt, müssen die Spieler beim Kartenspiel „Ugo!“ die richtigen Stiche in der richtigen Reihenfolge machen. In fünf Farben gibt es Zahlen von null bis acht. Mit zehn Karten davon beginnt jeder Spieler einen Durchgang. Wer kann, muss die ausgespielte Farbe bedienen. Den Stich erhält aber derjenige, der unabhängig von der Farbe die höchste Zahl beisteuert. Die erhaltenen Karten sortiert er nun nach Farben auf seine Ländereien. Karten aus vorherigen Stichen werden überdeckt. Welch Schadenfreude, wenn jemand eine Null auf eine Acht legen muss, denn: Jede bewirtschaftete Länderei ist so viele Punkte wert, wie die oberste Karte am Ende anzeigt. Wer in den Stichen allerdings zu wenig Bauern anheuert, kassiert in diesem raffinierten Stichspiel gehörig Minuspunkte."
Empfehlungen in der Kategorie Kennerspiel des Jahres:
-
Auf den Spuren von Marco Polo von Daniele Tascini und Simone Luciani bei Hans im Glück (2-4 Spieler ab 12 Jahre). Die Jury: "Ausgehend von Venedig wandeln die Spieler „Auf den Spuren von Marco Polo“. Die ausgebufften Strategen reisen mit Kamelen gen Osten, errichten Handelsposten, erwerben Waren und Privilegien, erfüllen Aufträge und verfolgen auch ganz persönliche Ziele. Um die Aktionen zu steuern, wirft jeder Spieler zu Beginn einer Runde seinen Satz an Würfeln. Menge und Augenzahlen der in einem Zug eingesetzten Würfel geben vor, wie oft eine Aktion ausgeführt werden darf oder wie viel sie einem einbringt. Wer ein bereits besetztes Aktionsfeld nutzen möchte, muss zudem Geld zahlen. Um nicht allein dem Würfelglück ausgesetzt zu sein, schlüpft jeder Spieler in die Rolle eines besonderen Charakters mit individuellen Fähigkeiten. Wer diese am cleversten einsetzt, erweist sich als bester Gefährte Marco Polos."
-
Deus von Sébastien Dujardin bei Pearl Games (2-4 Spieler ab 14 Jahre). Die Jury: "Die römische Antike ist Schauplatz des Zivilisationsspiels „Deus“, das die Spieler zu Anführern eines aufstrebenden Imperiums krönt. Städte mit unterschiedlichen Gebäuden wachsen heran, Rohstoffe werden abgebaut und Legionen stampfen durch das Land, um die Dörfer der Barbaren zu umzingeln. Die Spieler legen Gebäudekarten aus der Hand an ihr Tableau und können dadurch die Bedeutung ihres Imperiums in Wirtschaft, Technik oder Militär erhöhen. Erweitert eine neue Karte die farblich passende Reihe, tritt auch der Effekt aller anderen Karten dort ein – was klug genutzt werden will. Aber auch die Götter dürfen nicht vergessen werden. Wer Jupiter, Minerva und Co. seine Handkarten opfert anstatt sie auszuspielen, der erhält dafür großzügige Belohnungen, die für den Sieg unerlässlich sind."
-
Arler Erde von Uwe Rosenberg bei Feuerland (1-2 Spieler ab 14 Jahre). Die Jury: "Hätten Sie es gewusst? Arle ist ein Dorf in Ostfriesland. Genau hierhin verschlägt es die beiden Spieler, um in neun Halbjahren im Takt von Sommer und Winter ihren Hof zu bewirtschaften. Torf stechen, Rinder und Schafe züchten, Deiche bauen, Getreide ernten, aber auch Bekleidung nähen, Karren bauen und die Region zwischen Dollart und Jadebusen bereisen. Und dies sind nur ein paar Beispiele für all die anstehenden Aufgaben. Dafür setzen die Spieler abwechselnd ihre vier Familienmitglieder auf – je nach Jahreszeit unterschiedliche – Felder und führen sofort die zugehörige Aktion aus. Das Strategiespiel „Arler Erde“ spielt stimmungsvoll das arbeitsreiche Leben der Bauern dieses Landstriches nach und erzählt in jeder Partie Geschichten aus dem 18. Jahrhundert einer eigentümlichen Küstenregion."
Empfehlungen in der Kategorie Kinderspiel des Jahres:
-
Schau mal! Was ist anders? von Haim Shafir bei Amigo. Die Jury: "Sprang der Delfin aus dem Wasser oder hinein? Stand die Ampel eben auf Rot oder Grün? Trug der Schneemann nicht eigentlich eine Sonnenbrille? War der Bleistift lang oder kurz? 32 Spielkarten zeigen auf beiden Seiten fast gleiche Motive. Je nach Spieleranzahl erhält jedes Kind zwischen vier und sechs davon. Fünf Karten werden in der Tischmitte ausgelegt. Während sich die Mitspieler die Augen zuhalten, dreht ein Kind eine Karte in der Mitte um. Alle anderen versuchen nun blitzschnell herauszufinden, welche der fünf Karten gewendet wurde. Je nach Abbildung ist dieses mal mehr, mal weniger schwer zu erkennen. Wer das veränderte Bild zuerst entdeckt, darf eine seiner Karten dazulegen. Genaues Hinschauen und ein gutes Gedächtnis sind bei diesem schnellen Kartenspiel gefragt."
-
Honigbienchen von Reiner Knizia bei Amigo. Die Jury: "Summ, summ, summ – Bienchen summ herum! Fleißig sammeln die Insekten Honig und verschwinden damit in ihren Bienenkörbchen. Doch welche Biene versteckt sich wo? Wann erscheint der Bär, um den goldenen Saft zu stibitzen? Über jeweils sechs verschieden farbige Bienen werden identische Bienenkörbchen gestülpt. Der Spieler zieht vom verdeckten Stapel eine Karte. Zeigt die Karte eine farbige Biene, versucht er den Bienenkorb zu finden, unter dem sich diese Biene verbirgt. Lupft er das richtige Körbchen, stellt er es mit der Biene darunter vor sich ab. Pech dagegen hat, wer eine Bärenkarte aufdeckt, denn dann stiehlt Meister Petz einen bereits erspielten Korb. Nur wer den Überblick über die ständig wechselnden Positionen behält, gewinnt dieses knifflige Gedächtnisspiel."
-
Fröschlein aufgepasst! von Manfred Ludwig bei Noris. Die Jury: "Sei bloß kein Frosch! Denn als solcher lebt man gefährlich. Immer ist einer von ihnen im Sumpf unterwegs. Dort warten schon zwei bis vier hungrige Störche und blasen zur Jagd auf ihre schlüpfrige Mahlzeit. Der Würfel zeigt den Spielern an, ob sie der Beute entgegenlaufen dürfen, ob ihnen der Frosch vor der Nase weghüpft und auf eine Seerose entkommt oder ob sie auf Risiko gehen dürfen: Dann greifen sie zu den Aktionskarten. Die können sie bis zu vier Felder weit an ihre Beute heranbringen – oder leider wieder an den Start zurück. Alternativ gehen sie einfach ein einzelnes Feld weit. Auch so kommt man zum Ziel: Das ist die Blume, auf der der Frosch hockt. Der erfolgreichste Storch gewinnt dieses raffinierte Laufspiel, aber das ist nicht unbedingt der voreiligste."
-
Der verdrehte Sprachzoo von Klaus Kreowski bei Ravensburger. Die Jury: "Mist! Im Zoo ist ein flinkes Äffchen ausgebüxt. Bevor der Tierpark wieder öffnet, müssen die Spieler den Affen gemeinsam zurück auf seinen Baum bringen. Dazu deckt nacheinander jeder zwei Chips auf und erfindet zu den beiden abgebildeten Motiven eine passende Geschichte. Nach und nach lassen drehende Zahnräder die insgesamt 22 Bilder unter dem Spielbrett verschwinden. Nun gilt es, sich die verschiedenen Erzählungen solange zu merken, bis die „verdrehten“ Motive wieder auftauchen. Je verrückter die Stories, desto leichter fällt die Erinnerung. Ein vielseitiges Sprachspiel für die ganze Familie, bei dem Kinder spielerisch lernen, sich auszudrücken, aufmerksam zuzuhören und sich Sachverhalte zu merken – mit ungewöhnlichem Spielplan und Varianten für Profi-Merker."
-
Joe's Zoo von Wolfgang Dirscherl bei Piatnik. Die Jury: "Versteckt sich der Tiger etwa bei den Ameisenbären? Oder das Zebra bei den Flamingos? Es herrscht ein ganz schönes Durcheinander in „Joe’s Zoo“. Vielleicht können die Spieler ja Ordnung schaffen. Zehn Tierkarten liegen auf dem Tisch. Auf ihnen bewegt sich Joe, gesteuert durch einen Würfel. Die Spieler müssen nun wissen oder glücklich raten, welches Tier auf der Rückseite abgebildet ist, auf der Joe zum Stehen kommt. Wer richtig tippt, bekommt ein Leckerli. Im Gegensatz zu anderen Gedächtnisspielen sind hier immer alle Spieler am Zug: Jeder wettet mit einer seiner Tippkarten auf das richtige Tier und legt sie verdeckt vor sich ab. Dann wird die Karte umgedreht und abgerechnet. Somit ändert sich auch die Auslage ständig - zumindest ein bisschen. In „Joe’s Zoo“ ist eben tierisch was los."
-
Chef Alfredo von Michael Schacht bei Queen. Die Jury: "Chef Alfredo ist ein begnadeter Koch, doch leider auch ein fürchterlicher Chaot. Ständig vertauscht er auf seinem Herd die Kessel mit Möhren-, Tomaten-, Bohnen- und Knoblauchsuppe. Die Spieler müssen dabei im Kopf behalten, welche Zutat wohin gehört. Ein Würfel zeigt an, ob sie schon wieder Töpfe vertauschen oder Nachschub in den passenden Topf werfen müssen. Und wenn man es nicht mehr weiß? Dann tut man einfach so, als ob, und hofft, dass die Mitspieler darauf hereinfallen. Denn Punkte gibt es jedes Mal, wenn man eine Zutat erfolgreich losgeworden ist – oder wenn man einem Mitspieler einen Fehler nachweisen konnte. Wer falsch liegt, geht dagegen leer aus. Ein köstliches Vergnügen: Dieses pfiffige Würfelspiel schmeckt sowohl Bluffern wie auch Gedächtniskünstlern."
-
Fliegenschmaus von Dietmar Keusch bei Haba. Die Jury: "Wurst und Eiscreme, Toilette und Mülleimer. Das riecht köstlich – wenn man denn eine Fliege ist. In diesem gewitzten Rennspiel ist die Strecke mit lauter Leckereien gespickt. Und ganz am Ende wartet ein schöner brauner „Sch...maushaufen“. Das ist ein gefundenes Fressen für die vier Fliegen, die jeder Spieler ins Ziel bringen muss. Dazu spielt er Karten auf die einzelnen Landeflächen aus. Manche davon befördern Fliegen derselben Farbe sofort noch ein Stück weiter. Da sind wahre Kettenflüge möglich. Manchmal drohen aber auch Gefahren wie die Fliegenklatsche, die den Gegner zurück zum Start schickt, oder die Fege-Karte, die es einem erlaubt, Landeplätze zu vertauschen. Da heißt es: nicht stinkig werden. Sich und andere zu ärgern will gelernt sein! So ein Sch...maus aber auch!"
Besucher, die diesen Artikel lasen, lasen auch:
|
spielwiese.at ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internet-Seiten |

… gemeinsame Zeit mitanander am Tisch.