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Spielwiese-Test 1064: Callisto

Dutzendware

Beim Legespiel Callisto überzeugt vor allem der knallbunte Farbenteppich. Das Material ist eine Enttäuschung.

 

 Kommt Ihnen das bekannt vor? Als Spielmaterial stehen Ihnen viele kleine Teile zur Verfügung, die sich nur in ihrer Größe unterscheiden. Jeder Spieler hat eine andere Farbe und soll seine Teile auf einem Spielbrett so platzieren, dass er möglichst große zusammenhängende Flächen damit erzielt. Von Vorteil ist es, wenn man die Gegner dabei behindert, indem man ihnen den Zugang zu noch freien Flächen versperrt. Wer am Ende die meisten Teile übrig hat, ist der Verlierer.

Ein altes bekanntes Spielprinzip, dutzendfach variiert. Mal sind die kleinen Teile aus Sechsecken gebildet (beispielsweise bei Gemblo), mal sind sie aus kleinen Quadraten zusammengesetzt, wie bei Blokus.

Dutzendware mit Säulen als Extra

Dem quadratischen Grundmuster folgt auch das vorliegende Spiel. Was sich darüber hinaus speziell zu Callisto sagen lässt, lässt sich schnell zusammenfassen. Hier kommen noch Säulen ins Spiel. Diese werden abwechselnd von den Spielern aufs noch leere Spielfeld gesetzt und markieren die Punkte, an denen die Spieler ihre ersten Steine ansetzen dürfen. Das schwarze Zentrum des Spielfelds ist dabei für die Säulen tabu, dürfen aber mit den Polyominos, wie man die Form der Spielsteine im Fachjargon nennt, später belegt werden.

Der Rest ergibt sich von selbst. Die Räume werden immer enger, und jeder Spieler tut gut daran, sich vorrangig ums Platzieren seiner "ausgefallensten" Formen zu kümmern. Denn Polyominos aus zwei oder drei Quadraten, die bringt man später immer noch unter.

Material ist Ärgernis am Beginn jeder Partie

Vom Spielprinzip ist nicht mehr anzufügen. Dutzendware. Auf der Plusseite von Callisto stehen die unterschiedlichen Spielpläne für zwei, drei und vier Spieler (Karton, der unter das transparente Spielbrett aus Kunststoff gelegt wird) und eine ansprechende kräftige Farbgestaltung, die am Spielende überzeugt. Auf der Minusseite ist es aber dennoch das Material. Das Spielbrett hat zum Halt der Steine kleine kreisförmige Vertiefungen, die Säulen und Spielsteine dazu passende Erhebungen. Allerdings sind beide dermaßen gering ausgefallen, dass es eine leidige Fummelei am Beginn jeder Partie ist, weil vor allem die Säulen und der erste Spielstein verrutschen. Das wird erst durch das Legen weiterer Polyominos besser, wenn die sich gegenseitig halten.

Fazit

Gutes Spiel für Familien und Freunde von Legereien, jedoch alles andere als originell, und mit einem Punkt Abzug fürs Material.

 

 Nr. 1064: Callisto

 

Spielwiese-Code |  | E | 8 |  |

2009: Piatnik

  • Legespiel für 2 bis 4 Spieler ab 7 Jahre
  • Autor: Reiner Knizia
  • Verlag: Piatnik
  • ca.-Preis: 29,– €

   Themen: Oper, Musik, Wirtschaft

      Preis-Leistungsverhältnis   
      Spielmaterial 
      Wiederspielreiz 
      Anspruch
      Glücksanteil

  • Zielgruppe: Familien, Fans von Legespielen
  • Spieldauer: 20 bis 40 Minuten
  • Schachtelinfo: dürftig; trotz des sehr einfachen Spielprinzips hätten ein, zwei Sätze mehr zur Orientierung gut getan
  • Spielmaterial: optisch sehr gut, praktisch am Beginn jeder Partie ägerlich, weil Säulen und Spielsteine nur schwer Halt finden
  • Spielanleitung: durchschnittlich
  • Anspruch: Übersicht
  • Spielreiz: durchschnittlich
  • Glücksanteil: keiner
 



 

 



 

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