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Spielwiese-Test 1201: Die Wände haben Ohren

Alte Spielidee humorvoll adaptiert

Über das Memory-Prinzip müssen nicht viele Worte verloren werden. Aber die Kombination mit deutschen Sprichwörtern ist der Rede wert.

 

 Nr. 1201: Die Wände haben Ohren | Spielwiese-Code  |  | E | 6 |


2016: Metermorphosen

 Was ist's? 

  • Merkspiel für 2 und mehr Spieler ab 6 Jahre
  • Grafik: Philip Waechter
  • Spieldauer: 15-30 Minuten
  • Verlag: Metermorphosen
  • ca.-Preis: 19,– €

 Für wen? 

  • Eine gesellige (Erwachsenen-)Runde mit Freude an der deutschen Sprache.

 Was braucht's? 

  • Wort-Bild-Kombination

 

 
 

Von schlichter Genialität: Mit wenigen Federstrichen schafft Philip Waechter einen höchst vergnüglichen Zugang zu bekannten Redensarten und weniger bekannten Informationen, woher sie sich eigentlich herleiten.

Bild: Metermorphosen

   

 Die gute Nachricht 

Wer ein originelles Geschenk für Leute sucht, denen Sprache Spaß macht, liegt damit genau richtig.

 Die schlechte Nachricht 

Es gibt keine


 

 Rein ins Spiel!  

Krokodilstränen vergießen und aus dem Nähkästchen plaudern, sich wie gerädert fühlen und Perlen vor die Säue werfen: Viele der Redensarten, die wir hören und benutzen, haben einen interessanten und überraschenden Ursprung, von dem wir meist wenig wissen oder zu dem wir mit unserer Einschätzung falsch liegen. Bei diesem Merkspiel mit Zeichnungen von Philip Waechter erfährt man spielerisch, dass etwa schwarze Schafe schon in der Bibel unerwünscht waren, weil Schafe vorzugsweise wegen ihrer weißen Wolle gehalten wurden.

Zwei Dinge sind bei Die Wände haben Ohren besonders hervorzuheben. Da ist einmal ein kleines Begleitbuch, das über die Bedeutung und Herkunft von insgesamt 44 deutschen Redensarten klug informiert. Und ein andermal selbstverständlich die illustratorische Umsetzung der Bildkärtchen. Genial und witzig! Da passt alles bis ins Detail. Da trägt, nur als besonders originelles Beispiel, nicht nur auf einem Kärtchen ein Mann einen anderen um die Ecke – er bringt ihn auch um die Ecke der Spieleschachtel, die ganz dem Titel des Spiels entsprechend ein keines Haus ist. Eine andere Figur steigt dem Deckel, sprich, aufs Dach. Und so weiter.

Nun ja, für die Spielidee können schwerlich viele Punkte vergeben werden. Sie ist alt und bekannt und Bilder mit Texten zu kombinieren, auch das ist eine schon mehrfach erprobte Variante des Memory-Prinzps. Die Punkte dieses Spielwiese-Tests gebühren daher in erster Linie dem Illustrator, dem es gelingt mit wenigen Strichen bekannte Redensarten bildlich zu veranschaulichen, und dem oder den Unbekannten für ihre Idee, einer mittlerweile traditionellen Spielidee einen neuen Inhalt zu geben.

 

 Nochmals spielen? 

In der richtigen (und neuen) Runde durchaus.

 Rund ums Spiel 

  • Philip Waechter, geboren 1968 in Frankfurt am Main, illustriert erfolgreich für Verlage, Zeitungen und fürs Fernsehen.
  • Das Spiel wurde für den Spielegrafikpreis Graf Ludo 2016 in der Kategorie schönste Familienspiele nominiert
  • Der Verlag überrascht immer wieder mit Memory-Adaptionen für ein eher erwachsenes Publikum. Zum Beispiel auch mit Die Kunst, aufzuräumen

Das Rezensionsexemplar wurde von Metermorphosen zur Verfügung gestellt

 

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