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Spielwiese-Test 1222: Bandido

Das andere Escape-Spiel

Im Wilden Westen muss Bandit Bandido (sic!) an seiner Flucht gehindert werden.

 

 Nr. 1222: Bandido | Spielwiese-Code  |  | E | 8 |  |


2017: Helvetiq

 Was ist's? 

  • Kooperationspiel für 1 bis 4 Spieler ab 6 Jahre (unserer Meinung nach etwas zu tief gegriffen)
  • Autor: Martin Nedergaard Andersen
  • Grafik: Lucas Guidetti Perez
  • Spieldauer: 15-20 Minuten
  • Verlag: Helvetiq
  • ca.-Preis: 10,– €

 Für wen? 

  • Legespielfreunde ohne Scheu vor Kartenpech

 Was braucht's? 

  • Platz!

 

 
 

Schaut doch ganz gut aus. Bis auf zwei Wege ist Bandido gleich einmal die Flucht verunmöglicht …  

Bilder: spielwiese.at

 
  … doch dann wollen die passenden Karten einfach nicht kommen. Und immer mehr Löcher tun sich auf, die gestopft werden wollen. Für diese Partie brauchte es übrigens dann noch einmal so viele Karten – und wurde kläglich verloren.  
   

 Die gute Nachricht 

Spiel um wenig Geld mit packender Aufgabe

 Die schlechte Nachricht 

Leider lässt die Spielanleitung ein wesentliche Frage offen


 

 Rein ins Spiel!  

Es braucht weder Smartphone und Apps, digitale Apparaturen und verschlossene Kuverts. Ein Escape-Spiel – derzeit in aller Spielermunde – lässt sich auch ganz einfach mit 70 Karten spielen. Wir gegen das Böse!

Das Böse hat einen Namen. Bandido. Irgendein eingesperrter Kerl in einem Prärienest. Minimalistisch mit gestreiftem Hemd und Augenmaske auf einer schmalen Karte dargestellt. Hinter Gittern, und hier führen fünf bzw. sechs Wege ab. Je nach Spieleranzahl. Die Aufgabe ist einfach, aber verflixt schwierig: Durch Anlegen von Wegekarten alle Fluchtwege versperren.

Gleich als Warnung: Dafür braucht’s fast immer den ganzen Tisch. Und die Aufgabe ist keineswegs jedes Mal von Erfolg gekrönt. Weil viele Wegekarten reißen immer wieder neue Löcher auf. Nur ein geringer Teil erlaubt den Abschluss eines Fluchttunnels. Ohne Bandido da und dort durch überlegtes Anlegen zuerst einmal im Kreis laufen zu lassen, geht gar nichts. Nur diese Methode „frisst“ Karten. Mathematiker könnten mit Sicherheit die Wahrscheinlichkeit auf den Sieg ausrechnen.

Aber wollen wir das? Nein, uns genügt die Spannung, der Kick welche Wegekarte man als nächstes zieht (jeder Spieler hat immer drei auf der Hand zur Auswahl).

Viel lieber hätten wir eine bessere Spielbeschreibung gewollt. In ihr steht zwar, dass entweder alle Spieler gemeinsam gewinnen oder verlieren. Aber kein Wort davon, ob und nach welchen Regeln man sich absprechen darf oder kann.

Wir haben uns dafür entschieden, einander die Wegekarten nicht zu zeigen, wohl aber darauf hinzuweisen, dass man an bestimmten Stellen eine passende Karte hätte. Schon das macht mächtig kooperativen Spaß.

 Nochmals spielen? 

Gerne. So klein, dass man es überall mit hinnehmen kann. Sofern ein großer Tisch vorhanden ist.

 Rund ums Spiel 

Das Rezensionsexemplar wurde von Helvetiq zur Verfügung gestellt

 

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