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Spielwiese-Test 1247: Kingdomino

Anlegerglück

Schön, kurzweilig, einfach, nichts Überkandideltes. Das neue Spiel des Jahres bedient die Zielgruppe perfekt.

 

Nr. 1247: Kingdomino | Spielwiese-Code  |  | E | 8 |  |


2017: Pegasus


2016: Pegasus

 Was ist's? 
  • Lege- und Sammelspiel für 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahre
  • Autor: Bruno Cathala
  • Grafik: Cyril Bouquet
  • Spieldauer: 20-30 Minuten
  • Verlag: Pegasus
  • ca.-Preis: 25,– €

 Für wen?  

  • Familien und Freunde einfacher Spiele

 Was braucht's?  

  • Glück und Taktik
 
   

 

 
 

Neuer Rundenbeginn bei Kingdomino: Vier neue Dominosteine sind gezogen und rechts neben den bereits liegenden in aufsteigende Reihe gebracht. Danach werden sie auf die Länderei-Seite umgedreht. Dann weiß jeder, welche Dominosteine in der Folgerunde zur Verfügung stehen.

Vollbracht, das Königreich ist mit 5x5 Felder gefüllt. Jetzt wird gewertet. Das Wasser unten rechts bringt zum Beispiel 2 Punkte: 2 Felder x 1 Krone; die große Wiese oben war hingegen für die Katz, denn 4 Felder x 0 Kronen ergibt Null. 

Bilder: Pegasus

   

 Die gute Nachricht  

Enttäuscht die Erwartungen an ein Spiel des Jahres nicht

 Die schlechte Nachricht  

(Noch?) ist Kingdomino nur zu viert spielbar.


 

 Rein ins Spiel!  

Seit der Abspaltung der Kennerspiele für einen eigenen Preis hat sich die Jury Spiel des Jahres bei ihrer namensgebenden Auszeichnung darauf besonnen, vor allem Gelegenheitsspieler und Familien zu bedienen. Mit Kingdomino ist das ihr sehr gut gelungen. Das Spiel hat einfache Regeln, die auf dem bekannten Domino-Prinzip beruhen. Für Taktik sorgt ein ebenso unkompliziertes Verfahren, wie man zu welchen Dominosteinen kommt und wie man Startspieler wird. Denn der ist eindeutig bevorzugt.

Womit hat es der Gelegenheitsspieler zu tun? Was soll er machen?

Er soll mit wenigen Dominosteinen ein Königreich legen. Und zwar so, dass dabei Flächen gleicher Landschaftstypen möglichst groß und zusammenhängend werden und darauf viele, viele Kronen zu sehen sind. Denn die Anzahl der gleichen, zusammenhängenden Flächenfelder wird mit der Anzahl der darauf abgebildeten Kronen multipliziert. Wer am Spielende die meisten Punkte hat, ist Sieger.

Damit ist das Spiel fast schon erklärt. Natürlich wäre das dann aber allzu simpel. Zuerst einmal: Keine Kronen, keine Punkte. Zweitens: Das Königreich, an dem jeder Spieler arbeitet, darf die Rasterfläche von 5x5 Feldern nicht überschreiten. Damit scheidet schon mal der eine und andere Dominostein aus, weil sie einem zu wenig bringen würde, und zugleich sind die Legemöglichkeiten beschränkt. Denn – so ist Domino – mindestens eines der beiden Felder jedes Dominosteins muss beim Legen an ein gleiches Feld angrenzen, das schon vorhanden ist.

Einem König soll auch etwas Glück hold sein, will er mit seiner Länderei die anderen übertrumpfen. Das Glück beginnt dort, wo am Anfang einer Runde vier neue Dominosteine ins Spiel kommen. Sie liegen zuerst auf der Rückseite, die eine Zahl von 1 bis 48 zeigt. Je höher die Zahl ist, desto eher bzw. befinden sich mehr Kronen darauf als den Dominosteinen mit niedrigen Zahlen.

Dann nimmt natürlich jeder die … falsch! Bevor eine Partie Kingdomino los geht, werden die ersten vier zufällig gezogenen Dominosteine (bei drei Spielern drei) nach ihren Zahlen geordnet, dann umgedreht, so dass die Landschaftsfelder zu sehen sind; darauf nimmt einer alle kleinen Holzkönige in der jeweiligen Farbe der Spieler und lässt einen nach dem anderen aus der geschlossenen Hand fallen. Wessen König gerade herausgefallen ist, der stellt ihn auf den Dominostein seiner Wahl. Diesen wird er als erste legen. Zuvor noch, wenn alle Könige verteilt sind, werden vier weitere Dominosteine gezogen und wieder in aufsteigender Zahlenreihenfolge neben die bereits liegenden Dominosteine gelegt, auf denen jetzt noch die Könige stehen, und umgedreht. Das wiederholt sich nun von Runde zu Runde.

Da jede einzelne Runde immer derjenige Spieler beginnt, der auf derm obersten Dominostein steht (niedrigste Zahl), und die anderen der Reihe nach folgen, heißt es in seinem Spielzug abwägen, wohin der König in der anderen Reihe gestellt wird. Dominosteine, die mir gut ins Legekonzept passen, liegen mitunter am Ende der Reihe, was bedeutet, dass ich auch erst am Ende der Runde dran bin den König zu platzieren, und nehmen muss, was übrig bleibt. Dann doch lieber einen weniger nützlichen Dominostein wählen und dafür in der Folgerunde als Erster die Wahl haben?

Aber oft kommt es ohnehin anders, als man es sich erhofft. Kingdomino ist, wie schon anfangs erwähnt, mit einem recht hohen Glücksfaktor bedacht. Gelegenheitsspieler und Familien mit Kindern wird das kaum stören. Kingdomino ist schnell und kurzweilig und hat herausragend gutes Spielmaterial, das Freude macht.

Die Dominosteine sind groß und aus unüblich dickem Karton, stecken gut gemischt in einem Turm. An dessen Unterseite werden sie herausgezogen. Der Turm wiederum, genauer gesagt seine seitliche Klappe zum Öffnen, Befüllen und Schließen ist mit einem unsichtbaren Magneten gesichert. Auch das findet man nicht so schnell in dieser Preisklasse. Dazu kommt, dass Cyril Bouquet die Dominosteine in kräftigen Farben bunt, aussagekräftig und zweckmäßig illustriert hat. So lässt jeder Spieler vor sich ein durch und durch sympathisches Königreich entstehen. Alles sehr friedvoll.

Das Fazit unserer Testrunden ist eindeutig positiv.

Bei einer Prämierung als Spiel des Jahres ist davon auszugehen, dass Folgeprodukte erscheinen. Eine eigenständige und dennoch mit Kingdomino kombinierbare Ausgabe Queendomino gibt es bereits.

 

 Nochmals spielen?  

Sicher.

 Rund ums Spiel  
  • Spielanleitung zum Herunterladen
  • Spiel des Jahres 2017, analoge Auszeichnungen in Italien und Dänemark
  • Kingdomino kam ursprünglich in einer kleineren Schachtel ohne Turm für die Dominosteine. Noch vor der Nominierung zum Spiel des Jahres wurde vom Verlag die Aufwertung (und dadurch höher Preis) beschlossen
  • Im Herbst 2017 ist auch eine XXL-Ausgabe erschienen
  • Autor Bruno Cathala zählt seit Anfang der 2000er Jahre zu den produktivsten französischen Spieleautoren

 

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