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Spielwiese-Test 1278: Würfelkönig

Ein Dorftrottel ist schnell kassiert

Weil sich noch nicht jeder daran gewöhnt hat, dass Haba inzwischen (wieder) Familienspiele macht, kommt dieses kurzweilige Würfelspiel fast schon einem Geheimtipp nahe. Würfelkönig hat von vielen Dingen etwas: ein wenig Kniffel, Kartensammeln, Zocken samt ein bisschen Fantasy-Charme.

 

Nr. 1278: Würfelkönig | Spielwiese-Code  |  | E | 8 |  |


2017: Haba

 Was ist's? 
  • Würfelspiel für 2 bis 5 Spieler ab 8 Jahre
  • Autor: Nils Nilsson
  • Grafik: Gus Batts
  • Spieldauer: 10-30 Minuten
  • Verlag: Haba
  • ca.-Preis: 15,– €

 Für wen?  

  • Familien und Zocker.

 Was braucht's?  

  • Würfelglück.
 
   

 

 
  Keine große Herausforderung, aber kurzweiliger Würfel- und Sammelspaß mit sehr gutem Material: Würfeklönig von Haba.

Bild: Haba

   

 Die gute Nachricht  

Kleines Spiel mit durchdachtem Konzept.

 Die schlechte Nachricht  

Die Sonderfunktionen mehrerer Karten werden im Würfeleifer gerne übersehen – trotz Symbol in der oberen rechten Ecke.


 

 Rein ins Spiel!  

Du bist ein König unter anderen Königen. Um der größte König zu sein, brauchst du die besten Untertanen. Die erwürfelst du. Jeder Untertan verlangt nach einer anderen Würfelkombination. Du hast drei Versuche und darfst dabei Würfel beiseite legen … das übliche Würfelprozedere.

Materialmäßig macht Würfelkönig schon mal aus zwei Gründen Spaß. Erstens: Haba hat hier große tolle Holzwürfel in die kleine Schachtel gepackt, die wirklich gut in der Hand liegen. Zweitens: Die Illustrationen der Karten erfreuen jedes Mal das Auge.

Gespielt wird ganz einfach. Neben den sechs Augenwürfeln gibt es Ortskarten, Bürgerkarten und Strafkarten. Als Erstes werden fünf Orte nebeneinander ausgelegt, die aus jeweils drei Karten mit den Zahlenwerten 2 bis 4 bestehen, wobei der höchste Wert ganz unten liegt. Unter jeden Ort kommt nun eine Bürgerkarte. Das sind die Untertanen, die verschieden bezeichnet sind, wie beispielsweise Reicher Schnösel, Irrer Gnom oder Kuscheliger Ork. Die Namen sind eigentlich egal. Die Spieler konzentrieren sich auf die jeweilige aufgedruckte Würfelkombination der Bürgerkarten. Von Drillingen über Straßen und einer bestimmten Anzahl gleichfarbener Würfel ist hier das aus anderen Würfelspielen bekannte Repertoire vorhanden.

Wer eine der Kombinationen erwürfelt, erhält die Bürgerkarte und freut sich über die darauf angegebenen Punkte. Soweit, so gut. Hinzu kommt bei Würfelkönig, dass auch die Ortskarte (und deren Punkte) einverleibt wird, wenn Ortskarte und darunter liegende Bürgerkarte die gleiche Farbe aufweisen. Dieses Zusammenspiel ändert sich bei Würfelkönig laufend, weil nach der Entnahme einer Bürgerkarte die Reihe wieder aufgefüllt wird, nachdem alle links der Lücke liegen gebliebenen Bürgerkarten nach rechts versetzt wurden. Und: Wer keine gesuchte Würfelkombination schafft, muss zur Strafe einen Dorftrottel nehmen. Das sind Karten, die am Ende Minuspunkte bringen.

Würfelkönig ist alles andere als eine intellektuelle Überforderung. Es ist ein Mittelding zwischen Fun und Zockerei. Sozusagen ein thematisch gut aufgepepptes Yathzee oder Kniffel mit einem überaus treffenden, doppeldeutigen Namen. Durch den sehr hohen Glücksfaktor ist der Ausgang völlig ungewiss. Daran darf man sich nicht stören. Auch die Spieldauer ist völlig ungewiss. Der Verlag gibt sie mit 30 Minuten an. Das könnte ein Versehen sein. Denn im Schnitt liegt eine Partie etwa bei der Hälfte. Die kürzeste Partie in unseren Testrunden dauerte gerade fünf Minuten. Das Spielende kann nämlich überraschend schnell eintreten. Sobald nämlich der letzte der zehn Dorftrotteln genommen wird, ein Ort (drei Karten) abgeräumt ist oder – das trat nie ein – der Nachziehstapel aus 35 Bürgerkarten aufgebraucht ist.

Es ist schon interessant, wie sich manche Dinge ähneln. Zeitgleich mit Würfelkönig von Haba kam bei Hans im Glück Majesty auf den Markt. Da wie dort geht ums gleiche Thema, nämlich das Sammeln von Punkten durch die Hereinnahme von Untertanen in das eigene Königreich. Bei beiden Spielen spielen (Karten-)Kombinationen eine entscheidende Rolle – bei Würfelkönig allerdings auf einem weitaus einfacheren Niveau. Als Einsteigerspiel taugen aber beide.

 

 Nochmals spielen?  

Ja, wenn man die große Portion Glück nicht scheut, die dabei ist. Weil das Spiel sehr unterschiedlich verlaufen kann, hat es jedes Mal wieder seinen Reiz.

 Rund ums Spiel  

Das Rezensionsexemplar wurde von Haba zur Verfügung gestellt

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