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Spielwiese-Test 1309: Dealmaker

Talentfrei geht gar nicht

Dieses kleine Spiel ist nichts für Mundfaule. Man m u s s mit seinen Mitspielern handeln. Wer dabei talentfrei ist, bleibt frustriert über.

 

Nr. 1309: Dealmaker | Spielwiese-Code  |  | G | 8 |  |


2018: Dealmaker

 Was ist's? 
  • Kartenspiel für 2 bis 5 Spieler ab 8 Jahre
  • Autor: Alain Rivollet
  • Grafik: Felix Kindelán
  • Spieldauer: 20-30 Minuten
  • Verlag: Helvetiq
  • ca.-Preis: 21,– €

 Für wen?  

  • Gewiefte Verhandlungstalente

 Was braucht's?  

  • Beinhartes Verhandlungsgeschick
 

 

 
  Nur mit Kartenglück zu Beginn und beinhartem Feilschen kommt man bei Dealmaker vorwärts.

Bild: spielwiese.at

   

 Die gute Nachricht  

Trifft sich die richtige Runde, macht es Spaß

 Die schlechte Nachricht  

Kein Spiel für Menschen, denen Feilschen zuwider ist


 Rein ins Spiel!  

Ein dringender Rat vorweg. in diesem Spiel sind insgesamt 24 sogernannte Deal-Karten. Man nimmt vier davon ungesehen raus, spielt also jedes Mal mit 20 etwas anderer Kombination. Kommt Dealmaker das erste Mal auf den Tisch oder sind neue Spieler dabei, sollte man jene Deal-Karten auf keinen Fall aussortieren, die nur zwei oder drei Waren zeigen. Warum, das wird gleich klar, wenn wir auf das Grundprinzip und den Spielaufbau eingehen.

20 Deal-Karten liegen offen auf dem Tisch. Jede Deal-Karte zeigt zwei Informationen: Die Warenkarten, die man braucht, um die Deal-Karte zu gewinnen, und die Punkte, die dieser Deal bringt. Für die lukrativen Deals mit vielen Punkten braucht es vier, fünf, sogar sechs Warenkarten. Gestartet wird aber mit nur drei zufälligen Warenkarten auf der Hand. Weitere Warenkarten zu bekommen, das ist nicht so ohne Weiteres vorgesehen.

Ergo: Die Spieler müssen einander becircen, um ein passendes Blatt zustandezubringen. „Ich biete Essig. Hat jemand einen Teppich für mich?“ Es gibt bei Dealmaker keine Spielerreihenfolge. Alle spielen gleichzeitig und wie und was für wie viel gehandelt wird, bleibt den Spielern völlig überlassen.

Für die meisten Deals sind Waren gleicher Sorte notwendig. Wobei die Waren in ihrer Wertigkeit eine klare Rangfolge haben. Am wenigsten Wert sind Erdnüsse, gefolgt von Essig, Blumen, Teppich, Gold und an der Spitze Diamanten. Dass drei geringwertigere Waren eine höhenwertige Ware ersetzen, hilft am Anfang wenig. Umgekehrt kann jede "billige" Ware durch eine "teurere" ersetzt werden.

Hat ein Spieler auf seiner Hand die Waren für eine Deal-Karte beisammen, schnappt er sich die Dealmaker-Figur, ruft „Deal!“, wodurch alles andere Geschehen am Spieltisch stoppt. Der Deal wird abgewickelt, der Spieler erhält die Deal-Karte und gibt die entsprechenden Warenkarten ab. Der Tüchtige wird belohnt, indem er sich drei neue Warenkarten vom Nachziehstapel zieht. Weiter geht’s.

Wer schon bei den Siedlern von Catan seine Mühe mit dem freien Handeln hatte, der wird auch bei Dealmaker nicht reüssieren. Neben einer Portion Kartenglück bestimmt allein dieses freie Spiel der Kräfte, wer Punkte macht und wer nicht. Durch die geringe Anzahl an Warenkarten, die zu Beginn ins Spiel kommen, stockt Dealmaker zwangsläufig an einem gewissen Punkt. Ein Spieler kann dann einen „Handelsstopp“ vorschlagen. Sind alle einverstanden, darf jeder eine zusätzliche Karte ziehen, damit wieder Schwung in die Sache kommt.

Für das Ende der Feilscherei gibt es in der Regel einen eigenen reizvollen Punkt: „Ausverkauf“. Wieder müssen sich aber alle darüber einig sein: Jeder Spieler darf noch einen Deal abschließen und bezahlt eine Ware weniger, als eigentlich erforderlich ist. So lassen sich noch einmal letzte Punkte erzielen.

Dealmaker ist nicht jedermanns Sache. Wie erwähnt, muss man das Händler-Gen intus haben. Sonst ist das Spiel frustrierend und auch ungerecht.

 

 

 Nochmals spielen?  

Bedingt. Alle Mitspieler müssen ein Mindestmaß an Verhandlungsgeschick mitbringen. Der Langzeitspaß bleibt dennoch überschaubar.

 Rund ums Spiel  

Das Rezensionsexemplar wurde von Helvetiq zur Verfügung gestellt

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