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Spielwiese-Test 1322: Red Peak

Lava, Lava, eins, zwei, drei … 

Red Peak ist ein Familienspiel in geradezu klassischer Tradition. Kinder sind nicht allzu überfordert, Erwachsene können sich dennoch einen kleinen Nervenkitzel gönnen. Schließlich geht es hier um die gemeinsame Flucht vor einem ausbrechenden Vulkan.

 

Nr. 1322: Red Peak | Spielwiese-Code  |  | G | 8 |  |


2019: Ravensburger

 Was ist's? 
  • Kooperatives Laufspiel für 2 bis 6 Spieler ab 8 Jahre
  • Autor: Carlo A. Rossi
  • Grafik: Vincent Dutrait
  • Spieldauer: 20-30 Minuten
  • Verlag: Ravensburger
  • ca.-Preis: 32,– €

 Für wen?  

  • Familien, vor allem mit Kindern

 Was braucht's?  

  • Gemeinsame Planung und Abstimmung Und Glück.
 

 

 
  Der Spielplan ist beidseitig bedruckt. Hier die Standardseite, auf der anderen sorgen auf einigen Feldern für besondere Aktionen. 

Bild: Ravensburger

   

 Die gute Nachricht  

Überzeugendes Material

 Die schlechte Nachricht  

Die Herausforderung hält sich in Grenzen


 Rein ins Spiel!  

Ravensburger spielt hier seine Kompetenz mit dem Karton voll aus. Viel Material und das dieses Mal in sehr guter Qualität. Das ist nicht immer so. Auch bei der Gestaltung hat man in die Vollen gegriffen. Alles ist stimmig. Vielleicht eine Spur zu plakativ. Aber was ist schon plakativer als das Bild einer kleinen grünen Insel, auf der gerade ein Vulkan ausbricht und sich die Lava ihren Weg bahnt!

Das ist genau das Thema. Abgelutscht in Spielen, aber immer noch wirkungsvoll. Menschen – die Spieler – auf der Flucht. Das gelingt am besten gemeinsam. Red Peak, benannt nach einem fiktiven Vulkan, trägt dem Megatrend zum kooperativen Spiel Rechnung.

Was zu tun ist, ist schnell erfasst. Im Norden der in Raster eingeteilten Insel (Spielbrett) wartet der Vulkan auf seinen Ausbruch. Etwas darunter haben Abenteurer ihr Camp errichtet. Das Unheil kündigt sich, der Vulkanauspruch steht unmittelbar bevor. Das ist die Ausgangssituation. Nun müssen sich die Spieler sputen, ein rettendes Boot am Strand im Süden zu erreichen, bevor sie vom Lavafluss eingeholt werden. Allen Spielern gemeinsam steht eine Abenteurer-Figur zur Verfügung. Dazu noch ein Zelt, die in „tagsüber“ und „abends“ eingeteilt ist. Als ob Vulkane nur am Tag aktiv wären. Aber, sei’s drum. Die Spielmechanik bekommt so mehr Spannung. Für die Zielgruppe Familie passt's.

Tagsüber bedeutet: Die Spieler legen gemeinsam Wegplättchen von ihrem Camp aus in Richtung Strand. Jedes Wegplättchen verlangt nach bestimmten Ausrüstungsgegenständen, damit der Abenteurer darauf seine Flucht fortsetzen kann. Anfangs liegen als gemeinsamer Pool sieben Wegplättchen offen am Tisch. Eine Sanduhr läuft. Genau 90 Sekunden. In dieser Zeit dürfen Wegplättchen gelegt werden, müssen die Ausrüstungsgegenstände (Karten) abgegeben werden. Das geschieht alles gemeinsam in Absprache: „Ich habe eine Schaufel …“, „Ich den Kompass!“ Zur Not gibt es sechs Joker.

Abends bedeutet: Nichts geht mehr tagsüber aus eigener Kraft oder die Sanduhr ist abgelaufen. Dann wird das Zelt dem Abenteurer Wegplättchen für Wegplättchen nachgereicht. Diese haben verschiedene Symbole für Gut oder Schlecht. Gut kann sein, dass die Spieler neue Karten mit Ausrüstungsgegenständen erhalten, oder neue Wegplättchen offen in den Pool legen dürfen. Schlecht: Die Spieler müssen ein bis drei Vulkanplättchen legen und den Lavastrom verlängern. Holt die Lava das Zelt ein, haben die Spieler verloren.

Sein einfach, so fatal.

Erfolg oder Niederlage bei Red Peak hängen in sehr hohem Maß davon ab, welche Karten die Gruppe auf der Hand haben, sie also zur richtigen Zeit passen, und welche Wegplättchen und welche Vulkanplättchen ins Spiel kommen. Anders gesagt: Da ist sehr viel Glück dabei. Aber die Flucht ist in den meisten Fällen zu schaffen. Denn man darf sich immer wieder behelfen, zum Beispiel ein zusätzliches Zeitplättchen aus dem Vorrat nehmen, oder weitere Wegplättchen. Aber immer um den Preis, ein neues Vulkankärtchen aufzudecken und zu legen!

Red Peak ist ein Spiel, das vor allem den Kindern gefällt. Als Spiel für eine Erwachsenenrunde sind die Herausforderung und die Möglichkeit selbst zu entscheiden zu gering. Trotz einiger kleiner Details, wie beispielsweise mehr Zeit zu schinden, hat Red Peak eher unterdurchschnittliche Spieltiefe. Wer nach deutlich mehr Anspruch sucht, wird im selben Verlag mit Wettlauf nach El Dorado fündig. Auch da bewegt man sich auf reichlich bunt bedrucktem Karton durch den Dschungel.

 

 

 

 Nochmals spielen?  

Als Einsteiger oder Gelegenheitsspieler ja, als Spieler mit einem gewissen Mindestanspruch nein

 Rund ums Spiel  

Das Rezensionsexemplar wurde von Ravensburger zur Verfügung gestellt

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