• 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9

Spielwiese-Test 510: Classic memory®

Zu schade nur für Kinder!

Zum 40. Geburtstag von Memory® hat Ravensburger eine Edition herausgebracht, auf der Spiele des Verlags die Bildmotive sind.

Aus Spielwiese 51 (August 1999)

 

 

Wissen Sie's? Welche Ravensburger-Spiele werden hier auf Memory®-Kärtchen zitiert? (Lösung unten)

 

 Dieses Spiel ist so bekannt, dass man automatisch von einem Memory spricht, auch wenn es keines ist, sobald auf irgendeine Art um zwei gleiche Bilder geht oder man sich die Position eines Kärtchens oder etwas Vergleichbarem mer­ken sollte.

Und weil dieses genial einfache Spielsystem so er­folg­reich ist, hat praktisch jeder Verlag mindestens eine Kopie davon in seinem Sortiment.

Auch "Erfinder" Ravensburger selbst hat im Laufe der Jahre unzählige Varianten auf den Markt geworfen. Der aktuelle Katalog weist nicht weniger als 16 Memory®-Versionen aus, vom Janosch-Memory® über Schweiz-Memory® bis zum Teletubbies-Memory®. Mit Memory® lässt sich risikolos Geld machen, weil es jeder versteht, schon ab drei Jahre gespielt werden kann und – ein Riesenvorteil für einen international agierenden Konzern – nonverbal funktioniert. Ob in Grammatneusiedl, Manchester oder St. Petersburg, das Material kann theoretisch überall das selbe sein. Die Stanzformen müssen sich schon hundertfach amortisiert haben.

 


 Von Mensch ärgere Dich nicht einmal abgesehen, wurde kein Spielsystem so oft kopiert und variiert wie jenes von Memory®. Das Spiel hat eine Bresche für alle Spielide­en geschlagen, bei denen es um die Merkfähigkeit von Alt und Jung geht. Lassen wir die reinen Klone beiseite, dann stechen folgende neueren Variationen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – hervor:
  • Coco Crazy (Ravensburger): Hier spielen Plastikaffen in Plastik-Kokosnüssen Verstecken vor den Spielern (Spielwiese 18)
  • Hexentanz (Ravensburger): Perfekte Kombination zwischen Merken und Mensch ärgere Dich nicht (Spielwiese 3/88)
  • Hallo Dachs (Goldsieber): Merkspiel mit Spielplan – die Stationen geben an, wieviele Tiere oder Früchte richtig aufgedeckt werden müssen (Spielwiese 39)
  • Memoland (Schmidt): Memory für Fortgeschrittene: An den Seiten eines Sechseckes werden Karten mit Wüstenmotiven verdeckt abgelegt, z.B. zwei Beduinen, drei Dromedare. Die Herausforderung: das alles nach einer gewissen Zeit noch zu wissen
  • Paternoster (Ravensburger): Suchen von Bildern, die ständig in Bewegung sind. Früher ein ganz "normales" Spiel bei F.X. Schmid, jetzt als Trainingsspiel in der Think.-Reihe (Spielwiese 18)
  • Memo Crime/Die Story vom Pferd (Ravensburger): Hier ist Gedächtnistraining sogar zum Programm erhoben! (Spielwiese 44)
  • Zicke Zacke Hühnerkacke (Zoch): Vorbildliches Kinderspiel – wo lag denn nochmal welches Ei? (Spielwiese 48)
  • Das Geisterschloss (Ravensburger): Hinter welchem Fenster des Schlosses steckt der passende Geist zum Schatten? (Spielwiese 4/90)

Aber nur kein Neid! Hinter Memory® steckt ganz ohne Zweifel eine der grandiosesten Spiel­ideen der Neuzeit. Allein deshalb, weil das Spiel auf einfachste Weise Generationen miteinander verbindet. Kin­der spielen es mit Kindern, Kinder spielen es mit Eltern, die Großeltern mit den Enkeln. Sogar Erwachsene mit Erwachsenen. Es gibt wenige Spiele, die das nach so langer Zeit noch für sich in Anspruch nehmen können. Das Memory®-Prinzip hat auch nach 40 Jahren nichts von seiner Faszination eingebüßt. Dass die Kinder gegen die Erwachsenen meist gewinnen, ist dabei ein so alter Hut wie das Spiel selbst.

Ebenso ist Allgemeingut, dass Memory® der Entwicklung eines Kindes zumindest förderlich ist. "Ich hätte gern ein Spiel für mein Kind, bei dem es etwas lernen kann, so wie bei Memory …" ist einer der meist ausgesprochenen Sätze in hiesigen Spieleläden.

Doch für Kinder allein ist Memory® viel zu schade! Das beweisen nicht nur viele Meisterschaften, die auch zahlreiche Erwachsene als Teilnehmer sehen. Das beweist vor allem auch die neue Standard-Ausgabe Classic Memory®. Sie ist nämlich zum runden Jubi­lä­um des Klas­sikers ein Gustostückchen für alle Spielefans: Die 36 Bildpaare zeigen Illus­trations-Ausschnitte aus mehr oder weniger bekannten Ravensburger-Spielen – darunter auch aus der Memory®-Urversion.
 

Lösung des Rätsels aus dem Bildkasten: Heimlich & Co, Malefiz und Fang den Hut!

 


 Nr. 510: Classic memory®


1999: Ravensburger

  • Merkspiel für 2 bis 8 Spieler
  • Alter: ab 4 Jahre
  • Ca.-Preis: 13,– €
  • Verlag: Ravensburger
  • Autor des Originals: William H. Hurter
  • Die Standard-Ausgabe des Klassikers. Die 36 Bildpaare zeigen Ausschnitte aus Ravensburger-Spielen. Kindern ist das egal, erwachsene Spielefans freut es. Maximale Punkte für den vorbildlichen Dauerhit.
  • Spielreiz: hoch
  • Material: bekannt gut

Spielanleitung zum Herunterladen


Spielwiese-Code: |  | E | 4 |  |

Drucken E-Mail

Selbstverständlich erfüllt diese Website die Pflicht zum Hinweis auf den Einsatz von Cookies. Durch Cookies können Internetseiten nutzerfreundlicher, effektiv und sicherer gemacht werden. Durch die Nutzung dieser Website erklärst du dich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. .