Ein himmlisches Vergnügen mal 12
Der Titel ist keineswegs übertrieben. Dieses Spiel bereitet Vergnügen, das Thema ist himmlisch.
Aus Die Spielwiese 32 (1995)
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Nr. 281: Sternenhimmel | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
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Es geht um die zwölf Sternbilder, die als runde Ablegetafeln nach und nach auf den Spieltisch kommen: Sternenhimmel von Tom Schoeps, Verlag Goldsieber. Die 3 bis 5 Spieler legen auf den Sternbildern ihre Sterne ab, die unterschiedliche Werte haben: 1, 3, 5, 6, 7, 1O sowie ein Schwarzes Loch und zwei Doppelsterne. Ein Schwarzes Loch killt die jeweils benachbarten Sterne, ein Doppelstern verdoppelt die Werte der benachbarten Sterne.
Zuerst werden soviele Sternbilder aufgelegt, wie Spieler am Tisch sind. Wo und wie sie setzen, bleibt ihnen überlassen. Mit einer Einschränkung: auf die großen Felder (von ihnen gibt es weniger) in den Sternbildern müssen die Steine verdeckt gesetzt werden, auf alle anderen offen.
Damit ist schon klar, wo Spannung und kleine Bosheiten bei Sternenhimmel lauern. Schwarze Löcher wird man nur dann offen setzen, wenn man garantiert nicht tan-giert wird, andererseits liegt es auf der Hand, daß man versucht, die hohen Zahlenwerte verdeckt neben einem ebenfalls verdeckten Doppelstern zu plazieren (wenn es so einfach wäre!).
Das geht bei drei Spielern noch relativ gut, bei fünfen wird's eher zum Glücksfall, weil die Wartezeit zu lange ist. Zuviel kann bis dahin von den anderen Spielern gemacht werden. Schneller als man annimmt, wird beispielsweise ein Sternbild voll und damit zur Abrechnung reif. Wer die höchste Summe auf dem Sternbild erzielt, erhält soviele Sterntaler, wie das Sternbild Einzelsterne (Felder) hat. Der Zweite etwas weniger. Aber auch die anderen gehen nicht leer aus: sie erhalten pro Stern, den sie noch auf dem Plan haben, je einen Sterntaler. Allerdings nicht aus dem Vorrat, sondern vom Ersten! Das bedeutet, daß der Zweitplazierte oft besser abschneidet als der mit der höchsten Summe.
Fazit: spannend, abwechslungsreich, ein Muß-Spiel.



