Memory® verkehrt
Mit Sammelsurium hat Dr. F. Hein erstmals ein Spiel von einem anderen Autor veröffentlicht.
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Nach dem Umdrehen sollten die Briefmarkenserien in einer Reihe liegen, wie zum Beispiel die Früchte (links oben nach unten). Foto: Spielwiese |
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Dimenticato, Mutabor
mit sehr unaufgeregten und ornamentalen Spielen hat der Augsburger Ferdinand Hein bisher sein Publikum gefunden. Beide Attribute treffen auch auf Sammelsurium zu, das erste "Fremd-Autoren"-Spiel aus seinem Kleinverlag. Es ist von Lothar Hannappel, dessen Kartenspiel Janus das bekannteste ist.
Sammelsurium ist ein Legespiel, ein verkehrtes Memory, wenn man so will. Denn auch bei diesem Spiel kommt es vor allem auf die Merkfähigkeit an. Zu Beginn werden 46 Karten gemischt und offen aufgelegt. Drei Felder bleiben frei. Die Bilder zeigen Briefmarken mit sechs Motiven und unterschiedlichen Werten. Wer an der Reihe ist, nimmt ein Kärtchen und legt es verdeckt in eine Lücke. Ziel des Spiels ist es, auf diese Weise mindestens fünf Kärtchen der eigenen (ausgelosten) Briefmarkenserie in eine Reihe zu bekommen.
Etwas zu optimistisch hat Hein die Altersangabe ab 6 Jahre gewählt. Zwar merken sich so Kleine in der Regel, wo was liegt, doch der Mechanismus verlangt an spielerischem Geschick mehr. Empfehlung: ab 8.
Sammelsurium ist völlig unspektakulär. Das ist eine Patience auch – und in diese Richtung tendiert das Spiel. Wem das liegt, wird das Spiel gefallen, zumal man hierbei auch Andere beteiligen kann.
PS: Für eine der Briefmarkenserien wurden Bilder von klassischen Spielen ausgesucht.
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Nr. 671: Sammelsurium |
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Spielwiese-Code | |
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Themen: Briefmarken
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Auszeichnungen
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… die reinste Entspannung: Ich spiel am liebsten Spiele, wo ich wenig denken muss und viel Glück habe!