Die Familien-Show „Das Spiel beginnt“ ist eine willkommene Gratiswerbung fürs Gesellschaftsspiel im ZDF. Aber irgendwie ist’s wie bei den Werbeblocks im Privatfernsehen: Warum muss es sich soo lange ziehen?!
23. MÄRZ 2015
Im Fernsehen ist die Quote das alles Entscheidende. Nach einem fulminanten Start, einer Enttäuschung bei der zweiten Sendung, war am Samstag Folge 3 zu sehen, und die Quote ging wieder rauf.
Dazu beigetragen habe ich nicht. Zwar habe ich „Das Spiel beginnt“ auch gesehen, aber erst heute, vier Tage danach. Am Samstag war ich verhindert, aber es gibt ja Videorekorder. Mann, war ich froh darüber! Denn ich konnte jederzeit vorspulen.
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Brettspiel im Fernsehen: Es lebe die Vorspultaste!
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Von dieser Möglichkeit machte ich reichlich Gebrauch. Zwei statt drei Stunden Glotze, das ist durchaus ein Gewinn.
Die Show ist an sich gut, krankt aber an ihrer Länge. Leider ziehen sich manche Spiele – und damit die ganze Sendung – wie ein Strudelteig. Auch ist nicht jedes Spiel telegen bzw. fernsehgerecht umgesetzt: Packesel mit normalen Stäbchen, die in eine Kinderhand passen, auf ein riesiges Tier zu legen … Das war mehr als fantasielos und verschenkt.
Trotzdem: Das Publikum im Saal und vor dem Fernseher zittert (bei den meisten Spielen) mit und bekommt eine Ahnung davon, wie das „echte“ Brettspiel zuhause am Spieltisch mit Familie und Freunden Spaß machen könnte. Eine bessere Gratiswerbung zur besten Sendezeit ist für die Spielverlage derzeit nicht vorstellbar.
Ich schau mir auch die nächste Show an. Aber nicht live, selbst wenn ich Zeit hätte, sondern wieder als Aufzeichnung. Es lebe die Vorspultaste!
Was denkst du darüber?

