
2000 war Monopoly bei der Wahl des Spiel des Jahrhunderts an Die Siedler von Catan gescheitert. Diese gibt es in der Zwischenzeit sogar als Romanhelden. Beim Medium Film könnte hingegen der Wirtschaftsspiel-Klassiker die Nase vorne haben: Hollywood soll das Brettspiel verfilmen. Oder ist alles doch nur ein Scherz?
Es Artikel der "Sunday Times" hat in Europa Anfang der Woche den Stein ins Rollen gebracht: Spiele-Hersteller Hasbro arbeite demnach an einer Verfilmung von Monopoly. Namhafte Schauspieler und Oscar-Preisträger Ridley Scott als Regisseur ("Gladiator", "Alien") sollen das Spiel durch den Film für junge Leute wieder attraktiver machen.
In der Branche, aber auch in Medienkreisen wurde der Nachricht mit Skepsis begegnet und an einigen Blättern als Scherz oder zumindest als Marketing-Gag abgetan.
Jede Menge Indizien
Tatsächlich gibt es eine ganze Menge an Indizien, die für den Wahrheitsgehalt der Meldung sprechen. Die Spielweise recherchierte, dass beispielsweise die stets bestens informierte Hollywood-Postille "Variety" bereits am 8. Juni in einem Nebensatz dieses Projekt ankündigte. Verschiedene andere Quellen ergänzen das Puzzle, das hinter den Kulissen bereits weit gediehen scheint. Die Agentur William Morris ist bereits auf der Suche nach den geeigneten Schauspielern für den als "Comedy-Thriller" geplanten Film: Der Spielzeugkonzern Hasbro, der die Rechte an Monopoly hält, wünscht sich angeblich "junge, sexy Leute", wie etwa Schauspielerin Scarlett Johansson und Kirsten Dunst.
DIe Handlung des Monopoly-Films kann man sich derzeit noch schwer ausmalen. Hier ist alles möglich, schließlich muss keineswegs auf irgendwelche realen Gegebenheiten Rücksicht genommen werden.
Weitere Spiel(zeug)filme kommen
"Wenn der Filmindustrie die eigenen Ideen ausgehen", ätzte "Variety", "ist nichts, wie es scheint, zu weit hergeholt". In den vergangenen zwei Dekaden habe Hollywood einige verrückte Perioden durchlaufen und ständig die Genres und Strategien gewechselt, jetzt wären zur Abwechslung Puppen und populäre Spiele an der Reihe.
In der Tat: Im Sommer kommt das Computeranimationsspiektakel "Transformers" in die Kinos, in dem Hasbro-Spielzeug namensgebend ist und sich auf der Leinwand Leben eingehaucht wird. An der Verfilmung von "G.I. Joe", hierzulande besser bekannt als Bubenspielzeug "Action Man" und ebenfalls von Hasbro, ist gerade Paramount daran. Für die weiblichen Kinofans bereitet Lionsgate den Kinostart eines Animationsfilms mit "Bratz"-Figuren vor.
Außerdem schwebt William Morris auf Grundlage des "Ouija-Bretts" ein Horrorfilm vor. Die Rechte an dem im Spiritismus verbreiteten "Wahrsagebrett" liegen seit 1966 zufälligerweise bei der Hasbro-Tochter Parker.
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